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Strom- und Gas-Allianz besiegelt

Brieselang, Wustermark und Dallgow gehen gemeinsame Wege Strom- und Gas-Allianz besiegelt

Im zweiten Anlauf haben es die Gemeinden Dallgow-Döberitz, Wustermark und Brieselang geschafft, gemeinsam ihre kommunalen Netze für Strom und Gas zu vergeben. Die Kommunen erhoffen sich mehrere Vorteile.

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Das geballte Vertragswerk füllt mehrere Ordner.

Quelle: Jens Wegener

Brieselang. Passender hätte der Ort der Vertragsunterzeichnung nicht sein können. Im Brieselanger Hochzeitssaal im Rathaus besiegelten am Dienstag die Vertreter der drei Gemeinden Wustermark, Dallgow-Döberitz und Brieselang ihre Partnerschaft mit den Firmen Edis AG und Erdgas Mark Brandenburg GmbH (EMB). Für einen Zeitraum von 20 Jahren werden beide Unternehmen die kommunalen Strom- und Gasnetze in den besagten Gemeinden betreiben und ausbauen. Entsprechende die Konzessionsverträge wurden abgeschlossen. „Wir sind froh, diesen Schritt nach so langer Zeit geschafft zu haben und denken, dass alle Seiten davon profitieren können“, sagte Brieselangs Bürgermeister Wilhelm Garn (CDU). Wustermarks Gemeindeoberhaupt Holger Schreiber (parteilos) hofft: „Dass wir diese Verträge jetzt in den Schrank stellen und 20 Jahre nicht rausholen müssen. Dann haben wir gute Verträge ausgehandelt.“

Lange war die gemeinsame Betreibersuche für die Energienetze in Dallgow-Döberitz, Wustermark und Brieselang auf der Kippe. Der erste Versuch, der im Jahr 2009 begann, scheiterte letztlich vor Gericht. 2011 hatte man sich nach einem langem und teuren Auswahlverfahren entschieden, nicht die Verträge mit den bisherigen Betreibern Edis und EMB zu verlängern, sondern stattdessen die Leitungsrechte für Strom und Gas dem niederländischen Netzbetreiber Alliander zu übertragen. Im April 2014 erklärte das Landgericht Potsdam das Vergabeverfahren aber für unrechtmäßig. Die Gemeinden hatten bei der Vergabe die falschen Prioritäten gesetzt. Entscheidend dürften nicht Fragen der Bürgerbeteiligung und dergleichen sein, sondern harte, technische Kriterien wie Netzsicherheit.

Die drei Gemeinden gaben nicht auf, starteten einen neuen Anlauf, der nun erfolgreich zu Ende gebracht werden konnte. EMB-Vorstand Jens Horn sprach von einem „kommunalfreundlichen Vertragswerk“, in dem das Augenmerk auf Netzsicherheit, Verbraucherfreundlichkeit oder Transparenz gelegt wurde. Diese Transparenz werde unter anderem mit einen noch zu gründenden Netzbeirat erreicht, in dem alle Beteiligten mitwirken. „Außerdem sollen zeitweilige Kundenbüros in den drei Gemeinden eingerichtet werden“, sagte der Leiter der Edis-Netzkundenbetreuung Thomas Reckling.

Zudem werden die oberirdischen Anlagen wie Kabel- oder Verteilerkästen künftig von den Netzbetreibern gepflegt. Gleich mehrere Vorteile für die Kommunen sieht Wilhelm Garn. „Die Verwaltungsmitarbeiter können künftig online die Netze von EMB und Edis einsehen, was bei Baumaßnahmen viel Zeit spart.“ Noch wichtiger weil kostensparender: „Sollten in den Gemeinden beim Straßenbau und bei anderen Erdarbeiten Leitungen nicht dort liegen, wo sie liegen müssen , übernehmen die Netzbetreiber die Kosten für die Verlegung“, so Garn.

Von Jens Wegener

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