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Havelland Studenten planen Unterkunft im Sternenpark
Lokales Havelland Studenten planen Unterkunft im Sternenpark
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00:18 02.05.2016
Studenten bei ihrem Seminar im Gülper Gemeindehaus. Quelle: Stein
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Gülpe

Weil der Naturpark Westhavelland auch der erste deutsche Sternenpark ist, kamen 59 Studenten der Fachhochschule Erfurt mit Professor Günter Barcik kürzlich in die Region um dem Gülper See. Sie besichtigten die Dörfer, waren auf dem Gahlberg beim Fischer und am Kunsthaus, in Parey bei der Naturparkverwaltung und in Prietzen an der Bockwindmühle.

Im Gemeindehaus Gülpe diskutierten die Studenten lebhaft mit Natur- und Regionalexperten aus der Region. Gesprächspartner für sie waren Ralf-Udo Mühle, Leiter der ökologischen Station Gülpe der Universität Potsdam, Jens Aasmann, Direktor des Amtes Rhinow, Claudia Hesse, in der Naturparkverwaltung Westhavelland zuständig für Naturtourismus und Astronomen, die zum Sterne gucken oder fotografieren in das Westhavelland kommen. Die Studenten hatten viele Fragen. Für ihren regionalen Wissensdurst gab es gute Gründe.

Bei dem Seminar. Quelle: Stein

Innerhalb des Studiengangs Architektur an der Fachhochschule Erfurt einwickeln die Studenten aus dem Bachelor- und Masterstudium hypothetische Entwurfskonzepte für astrotouristische Bauten im Sternenpark Westhavelland. Die Studenten entwerfen Modelle für Unterkünfte und ein Informationszentrum für die Besucher des Sternenparks Westhavelland an mehreren Standorten um den Gülper See. „Die Projekte sind explizit hypothetisch. Sie können können und wollen auch in keiner Weise die Expertise professioneller Planungsbüros ersetzen“, betont Güter Barcik.

Auch Jens Aasmann (Amtsdirektor) debattierte mit. Quelle: Stein

Was die Studenten mit ihren Projekten aber ausdrücklich wollen und sollen, ist der Versuch der Vermittlung einer möglichst großen Bandbreite unterschiedlicher Ideen und unterschiedlicher Umgehensweisen mit Restriktionen. Weil dafür die Inaugenscheinnahme der Orte, das Kennenlernen von Land und Leuten mit unterschiedlichen Charakteren unabdingbar ist, kam der Professor mit den Studenten in das Westhavelland.

Das Erlebte, Gesehene und Gelernte wird zusammen mit vorbereitender und weiterführender Recherche zu Themen wie Lichtverschmutzung oder der kulturhistorischen Rolle des weitgehenden Verlustes der Sichtbarkeit des nächtlichen Sternenhimmels der Nährboden für die Entwicklung hypothetischer studentischer Entwurfsprojekte.

Förderverein begrüßt das Projekt

Weiterführend sind Veranstaltungen an der Fachhochschule in Erfurt geplant, bei denen die in der Entstehung begriffenen Entwurfsprojekten mit Vertreten aus dem Westhavelland diskutiert, kritisiert und mit Anregungen weiterentwickelt werden. Ebenso beabsichtigt ist, eine Auswahl besonders gut gelungener Arbeiten nach Abschluss der Projekte im Spätsommer oder Herbst im Sternenpark Westhavelland auszustellen, vorzustellen und mit Interessierten zu diskutieren.

„Wenn die Studenten mit ihren Ideen Anregungen geben für die Weiterentwicklungen im Sternpark Westhavelland, haben wir viel gewonnen“, sagt Jens Aasmann nicht nur als Amtsdirektor, sondern auch als Vorsitzender des Fördervereins Sternenpark Westhavelland.

Von Norbert Stein

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