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Ein Stück Nymphensee für Brieselang

Gemeinde nimmt Angebot des Landes an Ein Stück Nymphensee für Brieselang

Entgegen der Ansicht der Gemeindeverwaltung haben sich die Brieselanger Volksvertreter jetzt nahezu einstimmig dafür ausgesprochen, eine vom Finanzministerium des Landes angebotene Teilfläche des Nymphensees ins Eigentum der Gemeinde zu übernehmen. Dabei handelt es sich um ein Areal von 1,85 Hektar aus dem so genannten zweiten Seenpaket

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Ein Teil des Nymphensees gehört jetzt der Gemeinde Brieselang

Quelle: Konrad Radon

Brieselang. Entgegen der Ansicht der Gemeindeverwaltung haben sich die Brieselanger Volksvertreter jetzt nahezu einstimmig dafür ausgesprochen, eine vom Finanzministerium des Landes angebotene Teilfläche des Nymphensees ins Eigentum der Gemeinde zu übernehmen. Dabei handelt es sich um ein Areal von 1,85 Hektar aus dem so genannten zweiten Seenpaket, das die Bodenverwertungs- und Verwaltungs GmbH (BVVG) ans Land Brandenburg übertragen hat, nebst Uferflächen. Mir dieser Fläche gehört der See nun ganz der Gemeinde.

Zwar hatte die Gemeindevertretung die Übernahme der Teilfläche bereits im Dezember 2014 beschlossen, jedoch stellte die Verwaltung das Thema noch einmal zur Diskussion, nachdem Ende April die Zuordnungsvereinbarung vom Land auf dem Tisch lag. „Wir sehen hier unkalkulierbare Risiken für die Gemeinde Brieselang“, sagte Bürgermeister Wilhelm Garn (CDU). „Deshalb müssen wir die Ablehnung der Übernahme empfehlen.“ So könnten eventuelle finanzielle Aufwendungen, die über die Kosten des Grunderwerbs hinaus gehen, nicht genau beziffert werden, heißt es. Diese Aufwendungen könnten aus Ansprüchen Dritter oder aus unbekannten Verträgen resultieren. Laut Garn habe die Gemeinde zudem zu hören bekommen, dass die Vereinbarung nicht verhandelbar sei. Er sieht aber auch keine Probleme, wenn man das Geschenk des Landes ausschlägt. „Es handelt sich um ein Grundstück im Naturschutzbereich, das ohnehin nicht betreten werden darf“, meinte er. Für Freizeit oder Wirtschaft spiele es keine Rolle. Doch ebenso wie Christian Achilles (BFB) hielt auch Ralf Heimann (IBB) die Risiken für überschaubar. „Es ist sinnvoll, alle Teilbereiche des Sees zu haben“, meinte er. Ähnlich sah es Michael Koch (CDU): „Ich habe die Sorge, dass wir mittelbar in der Nutzung betroffen sind, wenn wir die Fläche nicht übernehmen.“ Eventuell könnten nämlich Fischereirechte vergeben werden.

In einem anderen Fall hatten die Nauener Stadtverordneten ähnlich entschieden. Dabei ging es um die Übernahme des Klein und des Groß Behnitzer Sees. Auch hier setzten sich die Abgeordneten über die Empfehlung der Verwaltung hinweg, die ebenfalls wegen unkalkulierbarer Risiken von einer Übernahme abgeraten hatte.

Von Andreas Kaatz

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