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Stummfilm mit Klaviermusik am Museumstag

Kulturzentrum Rathenow Stummfilm mit Klaviermusik am Museumstag

Für den Internationalen Museumstag am 21. Mai hat sich das Kulturzentrum Rathenow etwas Besonderes einfallen lassen. Von 11 bis 17 Uhr ist der Eintritt für das Optik-Industrie-Museum frei. Außerdem beginnt um 17 Uhr im Theatersaal ein Stummfilmkonzert. Ein Luther-Film von 1927 wird live am Klavier begleitet vom bekannten Pianisten Stephan Graf von Bothmer.

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Der Pianist Stephan Graf von Bothmer hat sich darauf spezialisiert, Stummfilme am Klavier live zu begleiten und zu moderieren.

Quelle: Birgit Meixner

Rathenow. Mit zwei Leckerbissen will das Kulturzentrum Rathenow am Internationalen Museumstag am 21. Mai die Besucher anlocken. Da ist zuerst ein Stummfilmkonzert, das um 17 Uhr im Theatersaal beginnt. Passend zum Reformationsjubiläum haben die Veranstalter den Streifen „Luther“ aus dem Jahr 1927 ausgewählt, der natürlich ein Stummfilm ist. Erst vor kurzem ist der Film aufwendig restauriert worden. Und jetzt das ganz Besondere: Stummfilme sind seinerzeit niemals stumm gezeigt worden, sie wurden immer begleitet von live gespielter Musik. Oft am Klavier.

Der Berliner Komponist und Pianist Stephan Graf von Bothmer hat sich darauf spezialisiert, Stummfilme wie in alten Zeiten am Klavier zu begleiten. Ihn hat das Kulturzentrum eingeladen. Er wird parallel zum Lutherfilm spielen, der 1928 im Ufa-Palast Berlin Premiere hatte, das Ganze für die Zuschauer moderieren und mit Geschichten aus der Stummfilmzeit garnieren. „Kenner bezeichnen den Lutherfilm als gelungenste Luther-Filmbiografie bisher“, verspricht das Kulturzentrum. „Durch Graf von Bothmer verschmelzen Film und Musik zu einem Gesamtkunstwerk.“

Außerdem wird das Optik-Industrie-Museum im Dachgeschoss des Kulturzentrums an jenem Sonntag von 11 bis 17 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet sein. Ein Bereich dort ist dem Themenkomplex Film, Objektive und Projektoren gewidmet.

Der Themenbereich Kino-Projektion im Optik-Museum

Der Themenbereich Kino-Projektion im Optik-Museum.

Quelle: Sylvia Wetzel

Die Besucher können in den früheren Sitzen des Theatersaales Platz nehmen und sich einen zehn Minuten langen Film über die Brillenglasherstellung ansehen. Wie es in Unterlagen von 1937 steht, hatte die Stadt Rathenow damals drei Lichtspieltheater: das Apollo-Theater, die Capitol-Lichtspiele und das Biograph-Theater. Die Emil Busch AG als größter optischer Betrieb Rathenows, die schon viele Erfahrungen bei der Fertigung von Fotoobjektiven besaß, stellte sich schnell auf den wachsenden Bedarf an Projektionsobjektiven ein. Bei der Weltausstellung in Brüssel erhielt bereits 1910 deren Projektionsobjektiv „Glaukar Anastigmat F: 3,1“ einen Grand Prix. Schon um 1920 wurden in Rathenow die ersten Systeme zur gleichzeitigen Präsentation von Film und Ton produziert. Niemals seien Stummfilme damals in wirklicher Stille vorgeführt worden, teilt das Kulturzentrum mit.

Sie wurden mit musikalischer Begleitung gezeigt – meist jedoch, um eine angenehme Atmosphäre für die Zuschauer herzustellen und um Störfaktoren wie Projektionsgeräusche, Publikumsunruhe und Außenlärm zu übertönen. Stephan Graf von Bothmer hat für den Lutherfilm einige Passagen komponiert, er wird aber auch improvisieren.

Karten für das Stummfilmkonzert kosten 18 Euro. MAZ-Card-Inhaber bekommen zehn Prozent Rabatt. Ermäßigte Karten kosten 15 Euro, Schüler zahlen fünf Euro. Tickets gibt es unter 03385/51 90 51. Das Kulturzentrum verlost außerdem am Freitag, 19. Mai, zehnmal zwei Freikarten. Wer ab 10 Uhr unter 03385/51 90 42 anruft und Glück hat, erhält ein Kartenpaar.

Von Bernd Geske

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