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Havelland Stuntman hilft der Feuerwehr
Lokales Havelland Stuntman hilft der Feuerwehr
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02:15 10.06.2017
Kurz vor dem Sprung: Tilo Hase in luftiger Höhe auf dem Areal der Feuerwehr. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Nauen

Neben den Einsätzen zur Brandbekämpfung oder bei Verkehrsunfällen werden Feuerwehrleute manchmal auch zu Filmaufnahmen gerufen. Bei gefährlichen Actionszenen mit Autoexplosionen, brennenden Häusern oder Personen sichern sie gemeinsam mit Stuntleuten den Gefahrenbereich am Drehort ab. Einen Einblick in diese Arbeit bekommen Besucher beim Tag der offenen Tür der Nauener Feuerwehr am 17. Juni. Dann demonstriert der Falkenseer Stuntman Tilo Hase die Rettung einer brennenden Person. Und er springt aus einer Höhe von 15 Metern in die Tiefe. Genauer gesagt in ein neun mal fünf Meter großes und etwa zweieinhalb Meter hohes Kissen aus Pappkartons. Am Mittwochnachmittag wurde das schon mal auf dem Areal in der Schützenstraße geprobt.

Bis der 54-Jährige zu seinem Flug aus luftiger Höhe ansetzte, liefen die Vorbereitungen der Nauener Feuerwehr. Das Kissen aus Kartons wurde aufgebaut, die Hubmaschinen in Stellung gebracht. Ein Rettungssanitäter war vor Ort. Tilo Hase, der seit 20 Jahren in dem Job arbeitet, sagt: „Es ist kein Beruf, es ist eine Tätigkeit, die man von erfahrenen Stuntmännern lernen muss.“ So hat es der gelernte Versicherungskaufmann gemacht. 1995 bewarb er sich bei der RTL-Serie „Cobra 11“ und war, damals noch nebenberuflich, plötzlich im Stuntteam. Regelmäßiger Sport in der Freizeit, besonders Kampfsport, hätten ihm geholfen, die Angst zu überwinden. „Respekt vor dieser Arbeit ist wichtig, auch wenn man viele Jahre Erfahrung hat“, weiß der aus Leipzig stammende Stuntman.

Seine Frau Anke ist bei seinen Jobs oft mit dabei. So auch in Nauen. Sie half beim Anziehen der Schutzkleidung, band ihrem Mann eine Halskrause und beobachtete dann von unten, wie sich die Hubbühne langsam in 15 Meter Höhe bewegte. Doch der erste Versuch scheiterte. Tilo Hase brach seine Konzentration ab, weil es zu windig war. Beim zweiten Mal ließ er sich aus 13 Metern kopfüber in den Kartonstapel fallen. Als er wenige Sekunden später Lebenszeichen gab, hieß es: Probe gelungen.

„Wir haben keine Mühen gescheut, um für Nauener und Gäste am 17. Juni einen erlebnisreichen Tag zu gestalten“, sagt Feuerwehrmann Robert Matuszewski, der seit Jahren Mitglied bei der Nauener Feuerwehr ist. Er hat es geschafft, Profi-Stuntman Tilo Hase nach Nauen zu holen. Beide kennen sich von der Arbeit beim Baumaschinen-Verleiher Collé, eine holländischen Firma mit einer Niederlassung im Gewebepark Zeestow, die mit seinen Gerätschaften den Tag der offenen Tür bei der Feuerwehr Nauen unterstützt. Ebenso wie die Firma Wepoba aus Wustermark, die etwa 1000 Pappkartons für das Springkissen bereitstellt.

„Natürlich werden die Gäste am 17. Juni hautnah mit einbezogen, schließlich wollen wir ja auch Teamarbeit fördern“, erklärt Tilo Hase, der für bekannte Film- und Fernsehaufnahmen sehr oft mit Feuerwehren zusammengearbeitet hat und in Nauen ohne Gage auftreten wird.

Neben dem Infostand der Feuerwehr finden die Besucher von 10 bis 16 Uhr auch Gelegenheit, sich an Ständen – unter anderem der Polizei, dem Rettungsdienst der Havelland Kliniken Unternehmensgruppe, den Johannitern, dem ASB, der DLRG oder dem Landesjagdverband über die Attraktivität einer beruflichen Ausbildung oder deren Verbandsaktivitäten zu informieren. „Wir wollen auch mit einfachen Mitteln ein breites Spektrum der Feuerwehrarbeit darstellen“, beschreibt Stadtwehrführer Jörg Meyer. „Interessierte können Einsatztechnik unter die Lupe nehmen, darunter auch unser neues Löschfahrzeug, das an diesem Tag eingeweiht wird“, sagt er.

Von Jens Wegener

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