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Sturmeinsatz am Wochenende

Havelland Sturmeinsatz am Wochenende

Zu mehr als 100 Einsätzen rückten Feuerwehren im Landkreis Havelland am Sonntag aus, um Bäume und Äste von den Straßen zu räumen. Im Amt Rhinow kam es zu einem Stromausfall, am Rathenower Knüppeldamm fielen sechs Bäume um. So schlimm wie beim Sturm vor drei Wochen war es aber glücklicherweise nicht.

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Am Rathenower Wolzensee kümmerten sich Rathenower Feuerwehrleute um zwei umgestürzte Kiefern.

Quelle: Markus Kniebeler,

Havelland. Gut drei Wochen nach dem verheerenden Sturm Xavier ist das Havelland beim nächsten Herbststurm namens Herwart einigermaßen glimpflich davon gekommen. Von einem ruhigen Wochenende für die Einsatzkräfte kann allerdings nicht die Rede sein.

Um 5.36 Uhr ging bei der Rathenower Feuerwehr der erste Alarm ein. Bis Sonntagmittag rückten die Kameraden rund ein Dutzend Mal aus. Zum Vergleich: Bei Sturm Xavier standen am Ende rund 80 Einsätze auf der Liste. Auch was die Schwere der einzelnen Vorfälle angeht, hat Herwart nicht die Wucht seines Vorgängers erreicht. Lediglich am Knüppeldamm waren auf kurzer Strecke sechs Bäume umgestürzt. Auf der Bammer Landstraße, an der Stremme und am Wolzensee waren die Feuerwehrleute mit ihren Motorsägen im Einsatz, um umgestürzte Bäume wegzuräumen. Im Steckelsdorfer Havelweg war ein Strommast abgeknick.

Im Amt Rhinow hatten die Einsatzkräfte ein ähnliches Pensum zu absolvieren. Nach Auskunft von Ordnungsamtsleiter Michael Mirschel waren von der B 102 zwischen Rhinow und Hohennauen mehrere Bäume zu beseitigen, ebenso von Ortverbindungsstraße zwischen Gülpe und Spaatz. Glücklicherweise sei am frühen Sonntagmorgen – der erste Alarm in Rhinow ging um 4.26 Uhr ein – kaum Verkehr auf den Straßen gewesen, sodass sie Einsatzkräfte ihre Aufträge in aller Ruhe abarbeiten konnten, so Mirschel.

Selbst ein fast zweistündiger Stromausfall im Amt Rhinow brachte die Helfer nicht in Bedrängnis. Dank eines Notstromaggregats in der Amtsverwaltung habe man in der Einsatzzentrale immer den Überblick gehabt, so der Ordnungsamtsleiter.

Offenbar wurde der Osten des Landkreises von Herwart etwas schwerer getroffen als das Westhavelland. Aber Glück im Unglück: „Wir haben keine verletzten Personen zu beklagen“, resümierte am Mittag Kreisbrandmeister Lothar Schneider. Trotzdem mussten die Feuerwehren kreisweit mehr als 100 mal ausrücken, um umgestürzte Bäume, herabgefallene Äste von Straßen, Wegen und Plätzen zu räumen. „Bis gegen 11 Uhr lag die Einsatzzahl bei 103“, so Schneider, wobei es im Osthavelland für die Kameraden der Wehren wesentlich mehr zu tun gab, als im westlichen Teil des Kreises.

In Falkensee wurde das Dach eines Supermarktes herabgeweht

In Falkensee wurde das Dach eines Supermarktes herabgeweht.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Gleich 36 Mal wurden die Falkenseer Feuerwehr ab Sonntag früh ab 5 Uhr zu Hilfe gerufen. „Der spektakulärste Einsatz war der in der Segefelder Straße, weil dort vom Supermarkt-Norma einen Großteil des Daches abgetragen wurde“, so Einsatzleiter Carsten Butzlaff. Das sei auf dem Parkplatz gelandet. Die Feuerwehrleute haben das gesamte Areal abgesperrt.

Während in anderen Teilen des Landes Bahnstrecken gesperrt werden mussten, verlief der Zugverkehr auf der Regionalexpresslinie 4 zwischen Rathenow und Berlin weitestgehend ungestört. Lediglich in den Morgenstunden war es zu geringfügigen Verspätungen gekommen. Kein Vergleich zu Xavier, der den Zugverkehr auf der RE 4 über 24 Stunden lahm gelegt hatte

Von Markus Kniebeler

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