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Suche nach Asylheim-Standort dauert an

Wustermarker CDU startet Bürgerbefragung Suche nach Asylheim-Standort dauert an

Eine Unterkunft für etwa 150 Flüchtlinge soll in der Gemeinde Wustermark im nächsten Jahr entstehen. Der Landkreis hat ein Grundstück in der neuen Bahnhofstraße in Aussicht, das der Kirche gehört. Die Wustermarker CDU hat einen Bürgerbefragung zur Standortwahl initiiert.

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Im nächsten Jahr werden auch in Wustermark Flüchtlinge untergebracht.

Quelle: dpa

Wustermark. Im nächsten Jahr werden in der Gemeinde Wustermark Flüchtlinge und Asylbewerber untergebracht. Das steht fest. Die von der Kreisverwaltung angegebene Zahl von 150 könnte sich noch verändern. Ob sich der favorisierte Standort für die Unterkunft in der neuen Bahnhofstraße noch mal ändert, ist aus Sicht der Wustermarker CDU möglich.

Deshalb haben die Christdemokraten, angeführt vom Vorsitzenden des CDU-Gemeindeverbandes Halvor Adrian, jetzt eine Bürgerbefragung initiiert und entsprechende Flyer verteilt. Dabei gehe es der CDU nicht um das „Ob“ zu einem Asylbewerberheim, sondern lediglich um das „Wo“. „Über die rechtlichen Vorgaben und die moralische Verpflichtung, auch in unserer Gemeinde Flüchtlingen Unterkunft zu gewähren, kann nicht diskutiert werden“, so Adrian. Man sei aber auf der Suche nach der besten Lösung für Asylbewerber und Einwohner und deshalb dafür, „unsere Bürger so weit wie möglich direkt in Entscheidungsprozesse einzubeziehen.“ Die Standortfrage für ein Flüchtlingsheim sei eine Frage von besonderer Bedeutung, bei der sich die Einwohner einbringen können. „Die Beteiligung Betroffener erhöht am Ende bekanntermaßen die Akzeptanz von Entscheidungen“, sagt der Wustermarker CDU-Gemeindeverbandschef.

Die Christdemokarten halten den Standort eines Heimes in den neuen Bahnhofstraße, der sich auf dem Kirchenland befindet, für ungeeignet: die unmittelbare Nähe zur Grundschule, die Lage neben der Brücke der L 204 und am Weg vom Bahnhof zum Ortsteil, sind als Gründe in dem Flyer genannt. Ins Auge gefasst habe man statt dessen Grundstücke hinter der Wustermarker Kirche, so die CDU. All diese Grundstücke sind allerdings Privatland. „Geeignete Areale in kommunalem Besitz gibt es nicht“, sagt Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos). Aber er bestätigt, „dass die Verwaltung derzeit auf der Suche nach Alternativen zur neuen Bahnhofstraße ist“.

Diese Standortdiskussion in Wustermark kann der CDU-Fraktionsvorsitzende im Kreistag Michael Koch überhaupt nicht nachvollziehen. „Den avisierten Platz halte ich aufgrund seiner Nähe zum Bahnhof, zum Rathaus und zu den Einkaufsmöglichkeiten für sehr geeignet. In Friesack befindet sich eine Unterkunft sogar auf einem Schulgelände, so dass ich die Nachbarschaft zur Schule nicht als problematisch einschätze. Vielmehr ergeben sich aus meiner Sicht vielleicht auch Kooperationsmöglichkeiten, um die soziale Integration zu unterstützen.“

In Gesprächen mit seinen CDU-Kollegen vor Ort habe er sich offen für Alternativen gezeigt, wenn die baurechtlichen Voraussetzungen und die Einhaltung der Zeitplanung dieses zulassen würde. „Aber bislang ist mir ein anderer Standort, der diese Kriterien vollumfänglich erfüllt, nicht bekannt“, so Koch.

Das Instrument der Bürgerbefragung hält Michael Koch „für ein untaugliches Mittel, da es suggeriert, man könne grundsätzlich Einfluss auf die Unterbringung von Asylbewerbern nehmen“. Das sei aber definitiv keine Option.

Von Jens Wegener

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