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Suche nach neuem Domizil für den Hort

Platzprobleme in Friesack Suche nach neuem Domizil für den Hort

Die Friesacker Hortkinder werden ab nächstem Schuljahr voraussichtlich drei Räume in der Koopschule beziehen. Dazu verhandelt das Amt jetzt mit dem Landkreis als Schulträger. Das jetzige Hortgebäude ist stark sanierungsbedürftig. Wegen Auflagen des Landkreises müsste schnellstmöglich in den Brandschutz investiert werden.

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Das Außengelände des derzeitigen Hortes im Eichenweg in Friesack.

Quelle: Andreas Kaatz

Friesack. Die Friesacker Hortkinder werden voraussichtlich bald im Gebäude der Kooperationsschule betreut. Die Amtsverwaltung ist dazu momentan in Verhandlungen mit dem Landkreis Havelland als Träger der Schule. Danach könnte die Kommune dort eventuell ab September dieses Jahres drei Räume mit 40 Plätzen zu einem monatlichen Mietpreis von rund 1000 Euro nutzen. Gleichzeitig würde sie vorläufig um größere Investitionen in den jetzigen Hortstandort herum kommen, könnte dieses Geld für die Ausstattung des neues Domizils verwenden.

Derzeit sind die Kinder im alten Hortgebäude im Eichenweg untergebracht. Dieses allerdings ist seit Längerem stark sanierungsbedürftig. Es gab bei den Eltern sogar Befürchtungen, dass ab September gar keine Hortplätze mehr zur Verfügung stehen. Denn nach neuen Auflagen des Landkreises muss die Kommune kurzfristig eine Menge Geld in das Gebäude stecken. So ist bis September eine Außentreppe als zweiter Rettungsweg zu montieren, wofür allein schon 8000 bis 10 000 Euro erforderlich sind. Zudem müssen die Türen im Obergeschoss rauchdicht sein und die Fußböden sollen erneuert werden. Des Weiteren sind Rauchmelder erforderlich.

Alles zusammen würde insgesamt knapp 34 000 Euro kosten. Bei einer umfassenden Sanierung käme man gar auf mehr als 300 000 Euro. „Das Problem wäre aber, dass wir dann trotzdem nur 35 Plätze zur Verfügung hätten“, gab jetzt Hauptamtsleiter Jan-Peer Michalek zu bedenken. Doch diese Kapazität reicht schon lange nicht mehr aus. Auf der Warteliste stehen mittlerweile 28 Kinder. Und es sieht so aus, dass die Mädchen und Jungen, die in diesem Jahr eingeschult werden, größtenteils wohl keinen Hortplatz bekommen werden, da keiner frei wird.

Björn Rackwitz, der sein Kind derzeit noch in der Kita hat, wandte sich deshalb an die Amtsverwaltung und sprach aus, was viele Eltern denken. „Wir wurden durch die Kita informiert, dass es nicht sicher ist, dass wir einen Hortplatz bekommen. Mich ärgert, dass man dieses Problem schon lange vor sich herschiebt“, sagt er. Es sei doch klargewesen, dass man das Haus nicht länger nutzen kann.

Möglicherweise gibt es aber doch noch eine erweiterte Lösung, die allen gerecht wird. Denn das Amt Friesack hofft, dass man neben den drei Räumen in der Koopschule eventuell weitere Räume dort doppelt nutzen kann – also in der Zeit nach dem Unterricht. Dann wäre Platz für bis zu 60 Hortkinder. Diese Variante ist aber noch unsicher. Klappt es, müsste die Kommune aber mehr als 1000 Euro Miete bezahlen.

Grundsätzlich hat die Kommune jedoch bei der Mietlösung das Problem, dass ihr kein dauerhaftes Bleiberecht für den Hort in der Schule garantiert wird. Der Landkreis behält sich ein kurzfristiges Kündigungsrecht wegen Eigenbedarfs vor. Aus diesem Grund will die Stadt das alte Gebäude als Reserve behalten. Ohnehin wird dort in Zukunft weiterhin eine Vormittagsgruppe betreut. Zudem hatte man sich im Vorfeld in Friesack nach Alternativen für das jetzige Hortgebäude umgeschaut. Doch die Häuser, die zur Verfügung stehen, eignen sich nicht für diesen Zweck oder haben auch einen sehr hohen Investitionsbedarf. Dies betrifft unter anderem ein Gebäude der LEB oder auch die alte Arztpraxis in der Vietznitzer Straße. Auch ein Neubau mit 60 Plätzen auf einem Grundstück neben der Kita „Rhinspatzen“ ist denkbar, was aber rund 650 000 Euro kosten würde. Angesichts der Finanzlage der Stadt ist dies derzeit illusorisch, Fördermittel sind dafür momentan nicht in Sicht.

Von Andreas Kaatz

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