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Superhelden-Nachwuchs braucht das Land

Stinknormale Superhelden begeisterten Erstklässler Superhelden-Nachwuchs braucht das Land

Wie wird man schon als Knirps zu einem Superhelden und trägt dazu bei, die Welt zu retten? Die Kinder der Ersten Klasse der Rathenower Weinbergschule wissen es, denn seit Montag sind sie selbst kleine Superhelden, ausgebildet von Puppi Le Bleu, Miss Teckel, Shorthelm und Red Violet - den "Stinknormalen Superhelden".

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Die Mädchen und Jungen der Weinberg Grundschule sind seit Montag ausgebildete Stinknormale Superhelden.

Quelle: Ch. Schmidt

Rathenow. Diese vier bunten Gestalten gehören zum Team der Stinknormalen Superhelden, die sich für Tier- und Umweltschutz, ein friedliches Miteinander, Bildung, gesundes Essen, saubere Meere und vieles mehr stark machen. Ihre Mission ist schlichtweg die Rettung des Planeten und dabei können sie noch jede Menge Hilfe gebrauchen. Da lag die Idee, den Nachwuchs in Sachen Umweltbewusstsein zu schulen nahe.

Am Montagvormittag schlüpften Puppi Le Bleu und Miss Tackel – die übrigens nicht fliegen können und selbst ganz gewöhnliche junge Menschen sind – in die Rolle der Lehrerinnen und begrüßten die 23 Mädchen und Jungen zur ersten Superheldenschule. Die fand im Rahmen des Grünen Klassenzimmers der Bundesgartenschau im Rathenower Optikpark statt. Die Weinbergschüler waren die ersten, die sich zur Superheldenschule angemeldet hatten. Glück für sie, denn sie sind damit die ersten und einzigen Kinder, die in den Genuss einer Superhelden-Ausbildung kommen.

Die Erstklässler durften nicht nur die Superhelden persönlich kennen lernen. Nach der theoretischen Ausbildung schlüpften sie in Kostüme und verwandelten sich sogar selbst in Superhelden. Zunächst galt es aber wichtige Informationen aufzusaugen, um zu verstehen, warum Superhelden dringend gebraucht werden. Auf großen Decken hatten es sich die Schüler bequem gemacht und staunten nicht schlecht als Puppi Le Bleu Bilder von Schildkröten, Robben und anderen Tieren zeigte, die in Plastikmüll gefangen waren und sich daran verletzt hatten.

Superhelden-Ausbildung

Jeder kann Gutes tun und ein Stinknormaler Superheld sein, das ist die Botschaft der gleichnamigen Gruppe.
Die Helden wollen nächstes Jahr im Grünen Klassenzimmer noch mehr Nachwuchs ausbilden. Auch Kooperationen mit Schulen sind geplant.
Mehr Infos und Kontakt zu Puppi Le Bleu und Co über Facebook.com/StinknormaleSuperhelden.

„Wenn ihr eine Tüte achtlos wegwerft, kann es passieren, dass Tiere diese Tüte essen oder sich darin verfangen und nicht mehr befreien können“, erklärte Puupi Le Bleu. „Oh nein“, „Die arme Schildkröte!“, „Ich will nicht, dass die alle sterben.“ Die Kinder waren berührt und verstanden sofort, worauf sie künftig achten müssen. Ihr Wissen konnten sie gleich in einem Hindernisparcours unter Beweis stellen. Zu zweit mussten sie unter anderem Müll aus einem Teich fischen, entsorgen und Tiere aus einem Netz befreien.

Für jede erfüllte Aufgabe gab es Punkte und die wurde am Ende in Bares umgewandelt. 45,50 Euro kamen zusammen. Den Betrag rundeten die Superhelden auf 60 Euro auf. Dafür können die Mädchen und Jungen im Herbst auf ihrem Schulhof Bäume pflanzen und so selbst einen Beitrag zu einem gesunden Planeten leisten.

Puppi Le Bleu ist zufrieden mit der ersten Heldenschule: „Den Kindern hat es Spaß gemacht und auch ihre Lehrerin war begeistert“, so die Frau in Blau. Um noch mehr über Umweltschutz zu lernen, bekommen die frisch gebackenen Helden noch ein Paket mit Unterrichtsmaterialien, das Greenpeace den Superhelden zur Verfügung stellt.

Von Christin Schmidt

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