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Havelland Sympathischer radeln
Lokales Havelland Sympathischer radeln
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00:21 27.10.2015
Falkensee als Fahrradstadt im Werden: Hier am Bahnhof Finkenkrug. Quelle: Marlies Schnaibel
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Falkensee

„Hier verliert man Schrauben und Zähne“, beschreibt ein Falkenseer seine Radelerfahrung beim Überqueren der Finkenkruger Böcklinstraße. Dabei benutzt er einen ausgewiesenen Geh-Rad-Weg. Sein Vorschlag: Den Querungsbereich asphaltieren.

Das ist einer von 317 Vorschlägen, die auf dem Onlineforum „Falkensee bewegt sich“ zu finden sind. „So viele Ideen, Anregungen, Kritiken in einer Woche. Wir sind sehr begeistert“, sagt Britta Letz von dem Berliner Büro Zebralog, das in Falkensee ein Bürgerbeteiligungsverfahren durchführt. Es ist das erste professionell geführte Verfahren dieser Art in der Stadt, und es soll die Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplanes (VEP) ergänzen.

Der Falkenseer VEP hat etwas Moos angesetzt, die letzte Fassung stammt aus dem Jahr 2002. Bei der Neufassung sollen nach dem Willen der Stadtverordnetenversammlung die Bürger aktiver als bisher einbezogen werden. Der Bürgerdialog begann mit einem Forum vor einer Woche. „Schon da waren wir erfreut über die große Beteiligung, aber auch über das wohlwollende, aufgeschlossene Klima und die inhaltlich qualifizierten Beiträge“, sagt Britta Letz. An die Auftaktveranstaltung, bei der viele ohnehin schon aktive Falkenseer teilgenommen haben, schließt sich ein vierwöchiger Online-Dialog an. „Und auch da haben wir nach einer Woche diese sehr gute Resonanz“, sagt die Frau von Zebralog. 944 Besucher bei 317 Beiträgen – das zeigt: Das Thema Verkehr bewegt.

Nach dem ersten Sichten zeigte sich für die Experten eine weitere Überraschung: „Wir hatten erwartet, dass sich mehr Falkenseer zum Thema Auto und Lkw äußern, aber das Hauptthema ist hier der Radverkehr“, sagt Britta Letz.

„Nichts zu meckern, mehr von solchen tollen Radwegen für unsere Stadt!“, lobt ein Falkenseer den Radweg der Sympathie. Mehr sympathische Radwege wünschen sich viele andere. Lobende Eintragungen sind selten auf der Landkarte der Anregungen auszumachen. „Das ist normal, wir wollen ja erfahren, wo etwas verbessert werden soll“, sagt Britta Letz. Für sie ist das Onlineforum kein Meckerkatalog, sondern einer, der Sorgen und Nöte aufzeigt, oft auch Lösungsansätze mitliefert. Etwa, wo Grundstückseinfahrten mit Betonsteinen gepflastert sind, die für Radler eine Gefahr darstellen, besser wäre eine durchgehender Asphaltstreifen. Oder die Anregung: für das zugegeben schwierige und lebensgefährliche Stück Falkenhagener Straße westlich des Rathauses, hier rät ein Falkenseer, endlich mal über den Tellerrand zu schauen und zum Beispiel von den Niederländern zu lernen.

Die Bürgermeinungen reichen vom kleinen Einzelfall bis zu generellen Sorgen. Da geht es um einen abgesenkten Bordstein an der Karl-Marx-Straße, um Zebrastreifen am Kreisel nahe des Busbahnhofes oder um eine Ampel an der Kantstraße/Schönwalder Straße, es geht um überdachte Radstellplätze und mehr Tempo-30-Zonen, die auch kontrolliert werden. Und es geht um den unübersichtlichen Bereich am Bahnhof Finkenkrug oder die permanent überlastete Spandauer Straße.

Bis zum 15. November läuft das Onlineforum zu „Falkensee bewegt sich“ noch. Jeder kann dort selbst etwas einschreiben und auf dem Stadtplan von Falkensee seinen Pin setzen, er kann aber auch einen bestehenden Beitrag kommentieren. Am Ende werden alle Einträge gesammelt, sortiert und ausgewertet. Das Material wird dem Planungsbüro LK Argus übergeben, das es mit seine Beobachtungen und Erhebungen zusammenführt.

Für das Frühjahr 2016 ist dann der zweite Teil des Bürgerdialogs angekündigt.

Kontakt: über die Adresse www.falkensee-bewegt-sich.de

Von Marlies Schnaibel

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