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Havelland Einstiger Chefarzt übernimmt Betreuung
Lokales Havelland Einstiger Chefarzt übernimmt Betreuung
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00:37 20.07.2015
Uwe Hendrich (Mitte), der viele Jahre Chefarzt in den Havelland-Kliniken war, betreut jetzt die Herzsportgruppe. Hier mit den Übungsleiterinnen Andrea Marga (links) und Kerstin Müller. Quelle: Bernd Geske
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Rathenow

Die Verantwortlichen der Rathenower Herzsportgruppe sind beruhigt in die Sommerpause gegangen. Sie hatten nun schon zum wiederholten Mal das Glück der beharrlich Suchenden, denn sie haben erneut einen Arzt gefunden, der die Aufsicht an ihren Übungsabenden übernimmt. Uwe Hendrich, der viele Jahre Chefarzt der Inneren Klinik in den Havelland-Kliniken war und nun im Ruhestand ist, hat die Betreuung übernommen. Aus rechtlichen Gründen ist vorgeschrieben, dass beim Herzsport immer ein Arzt anwesend sein muss, der bei Notfällen sofort sachkundig eingreifen kann.

Seit Beginn des vergangenen Jahres hatte die Herzsportgruppe mit wachsender Anspannung gesucht, weil der Mediziner, der sie 13 Jahre lang begleitet hatte, seine Tätigkeit mit Beginn der Sommerpause beenden wollte. Das ehrenamtliche Engagement für die Sportgruppe war ihm neben seiner Tätigkeit in freier Niederlassung einfach zu viel geworden. In der Tat: Ein Honorar wird dafür nicht gezahlt. Die rund 40 Herzsportler konnten sich gerettet fühlen, als im Juni 2014 ein Arzt aus der Inneren Klinik der Havelland-Kliniken sich bereit erklärte, die Gruppe weiter zu betreuen. Doch nur wenige Wochen später gab es den nächsten Schlag, als eben dieser Arzt erklärte, er werde nur noch bis Ende September zur Verfügung stehen. Eine berufliche Veränderung stehe an, er ziehe um.

Verzweifelte Aktion beim Gesundheitstag: „Doktor – hilf uns!“

Wiederholt hatten Verantwortliche der Herzsportgruppe alle Ärzte der Region angeschrieben, die Havelland-Kliniken und das Gesundheitsamt des Kreises um Unterstützung gebeten – doch ein neuer Arzt schien nicht zu finden. Aus reiner Verzweiflung postierten sich im September einige Vertreter auf dem Gesundheitstag mit einem großen Transparent „Wir suchen einen Arzt. Doktor – hilf uns!“ auf dem Märkischen Platz. Fast schon wie ein Wunder wirkte es da, als auf völlig unerwartete Weise erneut ein Arzt gefunden wurde. Im Oktober übernahm der Chirurg Omar Awad die Herzsportgruppe. Er war als Flüchtling aus Syrien gekommen und hatte Quartier in der Asylbewerberunterkunft Friesack bekommen.

Der Arzt Omar Awad, ein Bürgerkriegsflüchtling aus Syrien, hatte die Herzsportgruppe seit Oktober betreut. Im Mai ist er aber abgeschoben worden. Quelle: Bernd Geske

„Im Mai war Herr Awad dann plötzlich weg“, erzählt Werner Kanthack von der Herzsportgruppe. „Wir haben das sehr bedauert, denn er hat uns wirklich gut betreut.“ Er sei immer montags zum Übungsabend in der Havellandhalle mit Bus und Bahn von Friesack gekommen bzw. wieder zurück gefahren. Der Kontakt brach einfach ab. Genauere Hintergründe seien nicht zu erfahren gewesen. Es hieß, er sei nach Spanien abgeschoben worden. Das sei auch das Land gewesen, über das er in die EU angereist war.

Der vierte Arzt in nur einem Jahr

Im August 2014 hat Rüdiger Thurm nach 13 Jahren seine Tätigkeit für die Herzsportgruppe beendet, weil ihm die Belastung neben seiner Arbeit als Arzt in freier Niederlassung zu viel geworden war.

Nach der Sommerpause übernahm Radu Petreanu, Arzt in der Inneren Klinik der Havelland-Kliniken. Bereits Ende September hörte er aber wieder auf, weil er aus beruflichen Gründen umziehen musste.

Im Oktober 2014 nahm Omar Awad, Flüchtling aus Syrien, seine Tätigkeit auf. Er konnte nur bis Mai 2015 bleiben, denn er wurde abgeschoben.

Seit Mai 2015 betreut Uwe Hendrich die Gruppe, der viele Jahre Chefarzt der Inneren Klinik in den Havelland-Kliniken war und nun im Ruhestand ist.

Noch immer sucht die Herzsportgruppe aber einen weiteren Arzt oder eine Ärztin, die die Vertretung übernehmen könnten, falls Uwe Hendrich mal verhindert sein sollte. Kontakt: Werner Kanthack, 0162/131 00 71.

Werner Kanthack war es dann, der Uwe Hendrich zur Mitwirkung motivieren konnte. Dieser hatte in der anderen Rathenower Herzsportgruppe, die in der Halle der Duncker-Oberschule trainiert, mal ausgeholfen, als deren betreuende Ärztin verhindert war. Und siehe da: Der Chefarzt im Ruhestand war bereit, der Gruppe in der Havellandhalle zu helfen. „Ich habe mich angesprochen gefühlt“, hat Uwe Hendrich erklärt. Eine Herzsportgruppe sei eine gute Sache. Wichtig für Leute, die von einer Reha-Kur kommen, eine Herz-OP oder einen Herzinfarkt hatten. Er habe es nicht übers Herz gebracht, so eine sinnvolle Gruppe sich selbst zu überlassen.

Von Bernd Geske

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