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Tänzer und Akrobaten trotzten dem Wind

Kultur im Nauener Stadtbad Tänzer und Akrobaten trotzten dem Wind

Trotz heftiger Sturmböen kamen 300 Besucher zur Veranstaltung „Kultur am Beckenrand“ am Sonnabend ins Nauener Stadtbad. Nach zweieinhalb Stunden Tanz, Gesang und Akrobatik musste die Show abgebrochen werden.

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Mit ihrem wilden Temperament passte sich die Flamenco-Tänzerin der Witterung an.

Quelle: Annett Lahn

Nauen.
„Das ist Wahnsinn“, rief Ute Wiese begeistert. Die Nauenerin war völlig fasziniert vom professionellen Auftritt der Akrobatin Josephine Müller, die am Sonnabend bei der Veranstaltung „Kultur am Beckenrand“ im Stadtbad auftrat. Trotz heftiger Sturmböen gaben die Künstler alles, um den heftigen Böen zu trotzen und die 300 Zuschauer zu begeistern. Nach zweieinhalb Stunden musste die Freiluftveranstaltung dennoch abgebrochen werden.

Kaum hatte die Sängerin Katharina Brößling auf einer Liegewiese unter den wankenden Bäumen den ersten Song aus ihres reichhaltigen Rock-, Pop- und Soulrepertoires angestimmt, flog der Notenständer um. Beim zweiten Versuch flatterten die Blätter weg und danach mit vielen Klemmen befestigt. Ihr Pianist Jannis Hagmann griff eifrig in die Tasten und das auf Bierbänken lauschende Publikum konnte sich davon überzeugen, dass die studierte Opernsängerin auch mit modernen Stücken begeistern kann.

Währenddessen nahm Kulturamtsleiterin Jana Müller den Gästen jegliche Angst vor den Ästen, die sich kräftig bogen. Sie erklärte: „Die Bäume wurden alle genau überprüft.“

Danach ließen die FlamencoTänzerinnen der Compania Dulce Amargo ihre Absätze wild über das kleine flache Parkett unter den Bäumen fliegen. Auf besondere Art passten diese schnellen temperamentvollen Bewegungen zum windigen Wahnsinn der Natur. Gleiches galt für die Tänzerinnen des Bernauer Showballets Magic Dancers. Sie traten in aufwändigen Kostümen an den mit Zuschauern dicht bevölkerten Beckenrand und bewegten ihre langen Beine frech durch die Luft. Dabei flatterten ihre Haare im Sturm. Manchmal wirkten die Schönheiten wie Galionsfiguren von Schiffen, die durch schwere See gleiten.

Wetterbedingt Umdenken musste auch Martin Torkler. Der Lichtdesigner aus Berge hatte die zehn Meter hohen Lichtsäulen zur Illumination des Beckens nicht aufgebaut. Stattdessen sorgte er für Effekte an der Rutsche, den Bäumen und im Wasser.

Organisatorin Jana Müller sagte: „Wir wurden von der Wetterfee gemobbt. Zumindest konnten alle Künstler einmal auftreten und zum Glück haben die Besucher Verständnis. Niemand wollte sein Geld zurück.“ Das diesmal weniger Besucher gekommen seien, lag eindeutig am Wetter.

Zudem erklärte sie: „Wir haben um 22:30 Uhr abgebrochen. Das war gut so, denn während der Aufräumarbeiten gab es heftige orkanartige Böen. Bis auf einige Gläser sei nichts kaputt gegangen. Die Kulturamtsleiterin hofft für die nächste Freiluftveranstaltung in Nauen auf besseres Wetter. Am 22. August wird die prachtvolle Oper Nabucco auf dem Martin-Luther-Platz aufgeführt.

Von Annett Lahn

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