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Havelland Rathenows Sparzwang fordert Opfer
Lokales Havelland Rathenows Sparzwang fordert Opfer
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19:09 09.12.2015
Der „Talk im Park“ ist eingestellt. Die Stadt hat dafür keine finanziellen Mittel. Quelle: MAZ Archiv
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Rathenow

Liebhaber des Rathenower Optikparks werden bei der Programmvorschau für die kommende Saison nach einer Veranstaltung vergeblich gesucht haben. Die von der Moderatorin Marina Ringel geleitete Gesprächsrunde „Talk im Park“, die sich großer Beliebtheit erfreut hat, wird es nicht mehr geben.

Der Grund für das Ende der kurzweiligen Plauderstunde ist schnell benannt. „Es fehlt das Geld“, sagt Optikpark-Geschäftsführer Joachim Muus. Die Stadt habe wegen des Sparzwangs bekanntlich auch die Zuschüsse an den Optikpark reduziert. Und weil man an der Qualität der Anlagen im Park keine Abstriche machen könne, müsse notgedrungen an anderer Stelle gespart werden. Deshalb habe man sich entschieden, die organisatorisch und finanziell aufwendige Gesprächsrunde in der anstehenden Saison nicht wieder aufzulegen.

18 Mal hatte Moderatorin Marina Ringel seit der „Talk im Park“-Premiere im Sommer 2008 Persönlichkeiten aus Politik, Kultur, Sport und Gesellschaft in den Saal der Alten Mühle geladen, um mit ihnen über den Beruf, die Karriere und das Leben ganz allgemein zu reden. Schriftsteller, Schauspieler, Sportler, Maler, Unternehmer – sie alle waren, wenn sie auf der Couch unter dem Mühlendach saßen, plötzlich ganz entspannt und gewährten dem Publikum im stets ausverkauften Saal nicht selten Einblicke in ihr Seelenleben. Der Profi-Boxer Marco Huck etwa gestand, dass sein Trainer Uli Wegner, der mit ihm nach Rathenow gekommen war, ein Ersatzvater für ihn sei. Der Schauspieler Rolf Zacher, für den Konditor Ingo Möhring eine „Zacher-Torte“ gebacken hatte, entpuppte sich als echtes Unikum, dessen Temperament selbst die erfahrene Gesprächsleiterin Marina Ringel nicht zu bändigen wusste. Und der Pilot Heinz-Dieter Kallbach, der die Lady Agnes nach Stölln gebracht hat, berichtete den gebannt lauschenden Zuhörern von einem Kampf auf Leben und Tod, den er einst im Cockpit durchzustehen hatte.

„Wir sind sehr stolz auf diese Veranstaltungsreihe, die uns viel Lob eingebracht hat“, sagt Joachim Muus. „Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass es irgendwann vielleicht noch mal eine Wiederauflage der Plauderstunde gebe.“ Schön wär’s.

Von Markus Kniebeler

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