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Havelland Tankstelle mit Frischmilch
Lokales Havelland Tankstelle mit Frischmilch
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15:33 20.03.2018
Praktikantin Alina Natz füllt Milch ab. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Tietzow

Es ist nicht nur die verkaufte Milch. Es ist vor allem auch der unmittelbare Kontakt mit dem Verbraucher, der die Milchtankstelle zu einem erfolgreichen Projekt macht. Das sagt Karin Beuster, Geschäftsführerin der Luch Agrar GmbH Tietzow.

Seit Sommer 2011 steht das kleine Holzhäuschen in der Nähe der Landstraße zwischen Börnicke und Tietzow, kurz vor dem Eingang des Agrarbetriebes. Darin befindet sich ein Automat, der per Knopfdruck frische Kuhmilch liefert, die am jeweiligen Morgen gemolken und danach in die Maschine gefüllt wurde. Wer möchte, kann sich hier täglich zwischen 7 und 19 Uhr eine Flasche nehmen, die 70 Cent kostet oder sein mitgebrachtes Gefäß hinein stellen und unbehandelte und genfreie Milch abfüllen. So etwas gibt es im Landkreis Havelland nicht noch mal.

„Richtig Geld verdienen wir damit nicht. Aber es ist eine kleine Einnahmequelle, die unseren Betrieb bekannter gemacht hat“, weiß Karin Beuster. Aus Berlin, Potsdam, Nauen und der umliegenden Region kommen die Kunden. Zwischen 15 und 80 Liter werden pro Tag aus dem Automat gezogen. „Einige Leute nutzen die Gelegenheit, kommen in den Betrieb und fragen, ob sie sich auch die Tiere ansehen dürfen, von denen die Milch stammt. Das ist bei uns kein Problem“, so die Chefin.

Ihre Schwester habe sie damals auf die Idee gebracht, so einen Milchtankstelle einzurichten. In Mecklenburg-Vorpommern konnte sich Karin Beuster so ein Gerät ansehen. „Den gleichen Automaten haben wir gekauft, nur das Häuschen anders gestaltet.“ 100 Liter fasst der Tank. Gekostet hat die Tankstelle insgesamt 13000 Euro. Der Automat kann wechseln, schluckt aber nur Hartgeld.

Sehr zu schaffen macht der Luch Agar GmbH der zuletzt stetig fallende Milchpreis. Noch vor einem Jahr bekamen die Tietzower pro Liter 35 Cent, im Moment sind es 25 Cent. 10 000 bis 15 000 Euro pro Monat Milchgeld fehlen in der Kasse im Vergleich zu 2014. „Diese Verluste können wir nur auffangen, in dem wir an die finanziellen Reserven gehen, in dem wir Investitionen in Ställe und Technik zurückstellen und beim Weihnachts- und Urlaubsgeld der Mitarbeiter kürzen“, sagt die Geschäftsführerin. Etwas Entlastung verschafft dem Agrarbetrieb der Verkauf von Getreide und Körnermais, die auf Teilen der bewirtschafteten 600 Hektar Fläche angebaut werden, sowie die Vergütung von erzeugten Strom aus zwei Solaranlagen auf den Dächern des Betriebes.

Es müsse sich etwas ändern in den deutschen Agrarpolitik, fordert Karin Beuster, die Mitglied im Bundesverband Deutscher Milchviehhalter ist, und erklärt: „In bestimmten Zeiten müsste die Milchüberproduktion gestoppt werden. Es müssen zeitlich befristete Obergrenzen festgelegt werden, sonst fällt der Preis je Liter weiter. Seit dem Wegfall der Milchquote versuchen die Milchviehbetriebe über die Masse reinzuholen, was sie durch den sinkenden Preis verlieren. Aber das funktioniert auf Dauer nicht.“

Von Jens Wegener

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