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Tragisches Unglück in der Premnitzer Havel?

Herrenloser Rollator sorgt für Großeinsatz Tragisches Unglück in der Premnitzer Havel?

Großeinsatz an der Premnitzer Havel: Über 30 Rettungskräfte, darunter Taucher des ASB-Ortsverbandes Rathenow, haben am Mittwochnachmittag die Havel abgesucht. Ein Rollator am Ufer und Spuren, die in den Fluss führten, waren Grund für die Aktion. Bis zum Abend blieb die Suche ergebnislos.

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Taucher suchten die Havel am Fundort des Rollators ab.
 

Quelle: Markus Kniebeler

Premnitz.  Das Premnitzer Havelufer auf Höhe der Alten Hauptstraße war gestern Nachmittag komplett abgeriegelt. Feuerwehr, Notarztwagen und Fahrzeuge des ASB Rathenow standen Stoßstange an Stoßstange, der Fußweg am Havelufer war mit rot-weißem Plastikband abgesperrt.

Dieser herrenlose Rollator war Ursache für den Einsatz

Ein herrenloser Rollator, von dem Spuren im Schnee zum Havelufer führten, löste in Premnitz einen Großeinsatz aus. Mit Tauchern, Booten und rund 30 Einsatzkräften wurde nach dem oder der Vermissten gesucht.

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Grund für den Großeinsatz, an dem rund 30 Feuerwehrleute aus Rathenow und Premnitz beteiligt waren, war ein herrenloser Rollator, den ein Passant gegen 13 Uhr am Uferweg entdeckt hatte. Von dem Rollator führten Fußspuren durch den frischen Schnee zum Fluss, die dünner Eisschicht in Ufernähe war an einer Stelle zerstört. Weil alle Zeichen darauf hindeuteten, dass jemand in den eiskalten Fluss gestiegen war, rückten die Einsatzkräfte nach der Alarmierung mit einem großen Aufgebot an.

Kräftezehrender Einsatz in eiskaltem Wasser

Für die erst im vergangenen Jahr gegründete Taucherstaffel des ASB Rathenow war es einer der ersten scharfen Einsätze überhaupt. Drei Taucher wechselten sich ab, weil der Einsatz in dem eiskalten Wasser ausgesprochen kräftezehrend war. Sie stiegen an der vermuteten Unglücksstelle in den Fluss und suchten das Ufer flussabwärts Meter für Meter ab. Gleichzeitig beobachteten Einsatzkräfte von einem kreuzenden Boot das Wasser. Bei Sichttiefen von 1,50 bis 2 Meter seien die Bedingungen für eine Blicksuche gut gewesen, sagte Rathenows stellvertretender Stadtbrandmeister Oliver Lienig, der den Einsatz leitete. Am Nachmittag wurde die Suche ergebnislos abgebrochen.

Dieser herrenlose Rollator war Ursache für den Einsatz

Dieser herrenlose Rollator war Ursache für den Einsatz..

Quelle: Markus Kniebeler

Auch eine Vermisstenmeldung, die den Verdacht der Einsatzkräfte bestätigt hätte, gab es bis zum Abend nicht. „Wir wissen nicht, ob tatsächlich jemand ins Wasser gegangen ist“, so Lienig. Die am Ufer vorgefundene Situation mit dem Rollator und den Spuren zum Wasser deute darauf hin. Aber eine Gewissheit gebe es nicht.

Klar war den Rettern schon zu Beginn des Einsatzes, dass es nicht mehr darum gehen konnte, einen Lebenden zu retten. Bei Wassertemperaturen von nur zwei Grad Celsius überlebt ein Mensch nur wenige Minuten. Die Suche diente vielmehr dazu, herauszufinden, ob jemand im Fluss zu Tode gekommen war. Bis zum Abend hatte sich dieser schlimme Verdacht nicht bestätigt.

Die künftigen Ermittlungen werden sich auf den Rollator konzentrieren – und darauf, ob jemand aus Premnitz vermisst wird. Wer Hinweise zum Geschehen am Premnitzer Havelufer machen kann, wird gebeten sich an die nächste Polizeidienststelle zu wenden.

Von Markus Kniebeler

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