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Tausende bei Laternenumzug

Nauen Tausende bei Laternenumzug

Mit gebastelten, gekauften oder geerbten Laternen, Blink-Dingern und Leuchtbrillen zogen geschätzte 2000 große und kleine Fans beim Nauener Laternenumzug durch die Altstadt. Der erfreut sich seit Jahren wachsender Beliebtheit.

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Die Nauener hatten Spaß bei ihrem Umzug.

Quelle: Norbert Faltin

Nauen. Eine schier endlos wirkende Karawane zog am Freitagabend durch die historische Altstadt Nauens. Mit gebastelten, gekauften oder geerbten Laternen, Blink-Dingern und Leuchtbrillen zogen geschätzte 2000 große und kleine Fans um die Ecken – eingebettet von Feuerwehr und den Trommlern und Bläsern- 40 vorne, 40 hinten, damit alle etwas von der Musik hatten. Flankiert wurden die Strausberger Musiker dabei von den Jungs und Mädels der Jugendfeuerwehr aus Nauen und Markee.

Die meisten Gäste des Spektakels schienen als Wiederholungstäter aufzutreten, und dann am besten im Rudel, so wie die Nauener Familie Kretschmann, die mit Großeltern und Kindern unterwegs waren. „Zum vierten Mal laufen wir dieses Jahr mit – das Beste ist natürlich die Atmosphäre mit der Musik und den schönen Laternen, und ganz besonders gefällt uns der Schluss mit den Grillwürsten, dem großen Lagerfeuer und dem schönen Feuerwerk am Ende des Abends“, schwärmte Mutter Kretschmann. Selbst Nauens Nachtwächter Wolfgang Wiech nebst Gattin und strahlstarker LED-Laterne schwammen in der Menge mit.

Die Organisatoren des Laternenfestes, also der Verein zur Förderung der Freiwilligen Feuerwehr Nauen sowie die Freiwillige Feuerwehr Nauen, konnten mit ihrer Arbeit zufrieden sein, an der die Einheiten der Kernstadt sowie aus Markee, Bergerdamm und Börnicke beteiligt waren.

Die kleine Ella Hoppe aus Nauen sicherte sich mit ihrer Mama Nicole kurz vor dem Start eine gute Position, denn für kleine Beine oder Fußkranke ist der Laternenumzug nicht unbedingt ein Zuckerschlecken: Bewegt sich vorneweg die Spitze mit normaler Schrittgeschwindigkeit, läuft das Ende dieser menschlichen Ziehharmonika fast im Laufschritt und mit Gesause hinterher. Das Feuerwehr-Einsatzleitfahrzeug mit Jörg Meyer am Steuer an der Pole-Position des Zuges kennt das Problem und lässt daher den Tross ab und an stoppen, um aufschließen zu lassen. „Die Streckenführung durch die Altstadt hat sich bewährt, und wird auch so schnell nicht geändert werden“, urteilte Meyer. Auch die örtliche Polizei mit ihren Einsatzkräften gab sich recht entspannt. „In all den Jahren hat es nicht einen einzigen Zwischenfall gegeben“, resümierte Polizeihauptmeister Manfred Schildlowski von der Polizeiwache Nauen. Ariane Walczak hatte in ihrem Tabak- und Zeitungsgeschäft gleich an der Startlinie des Zuges genügend Ersatz an Knitterlichtern und Leuchtstangen. „Kurz vor Beginn wird das Geschäft schnell voll, dann decken sich die Leute noch mal ein“, weiß sie aus Erfahrung.

Für ein großes Ah und Oh sorgte an dem Abend zu guter Letzt das fünfköpfige Team um Pyrotechniker Steffen Rahmel mit seinem computergesteuerten Abschlussfeuerwerk, das ebenfalls die Feuerwehr für den gelungenen Umzug gestiftet hatte.

Von Norbert Faltin

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