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Havelland Teilabriss des Speichers unausweichlich
Lokales Havelland Teilabriss des Speichers unausweichlich
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18:50 10.05.2016
Wegen Einsturzgefahr sperrte die Feuerwehr die Straße. Quelle: Julian Stähle
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Zeestow

Die Wustermarker Straße durch Zeestow bleibt nach dem Einsturz der Giebelwand eines Speichers vorläufig gesperrt. Das teilte der Landkreis Havelland am Dienstag mit. Wie Sprecherin Caterina Rönnert sagte, gehe „derzeit eine erhebliche Gefahr“ von dem direkt an der Straße stehenden, teilweise eingestürzten Gebäude aus, die die weitere Sperrung der Landesstraße erfordert.

Das Bauordnungsamt des Landkreises Havelland war als zuständige Behörde am 9. Mai gegen Mittag vom teilweisen Einsturz des Speichergebäudes in Zeestow durch die Gemeinde Brieselang informiert worden. „Daraufhin erfolgte unmittelbar eine Ortsbesichtigung unserer Baubehörde, die sich einen Überblick über die Situation verschafft hat“, so die Sprecherin. Es sei notwendig, unverzüglich Maßnahmen zu treffen, die die Gefahr abwenden, um die derzeitige Vollsperrung der Landesstraße und der Zufahrt zu einer Anliegerstraße aufheben zu können, heißt es weiter.

Da der Eigentümer des Gebäudes offenbar wirtschaftlich nicht in der Lage ist, die erforderlichen Maßnahmen in Auftrag zu geben, erfolgt jetzt eine so genannte Ersatzvornahme durch den Landkreis. Allerdings wird es im Zuge einer schnellstmöglichen Sicherung nicht möglich sein, das gesamte Gebäude zu erhalten. Dazu sind die Schäden zu groß. „Wir arbeiten derzeit intensiv daran, den Teilrückbau zu organisieren und die Sicherheit wieder herzustellen“, sagt Caterina Rönnert. Einen genauen Termin dafür konnte sie noch nicht nennen. Das Bauordnungsamt beabsichtige aber, „die Maßnahme innerhalb der nächsten Tage abzuschließen, um die Straßensperrung wieder aufzuheben zu können“, so die Sprecherin. Die Landesstraße ist normalerweise stark befahren, vor allem viele Lkw, nutzen sie.

Wie berichtet, war am vergangenen Sonnabend der obere Teil der südlichen Giebelwand plötzlich nach unten gestürzt. Ein paar Steine fielen auch auf die Straße. Personen wurden bei dem Vorfall jedoch nicht verletzt. Der Speicher aus den 20er-Jahren des vorigen Jahrhunderts gehörte einst zum Gut Schurig, nach dem Krieg nutzte ihn die LPG unter anderem zur Lagerung von Saatgetreide. Nach der Wende war damit Schluss. Das Gebäude stand seit vielen Jahren leer.

Von Andreas Kaatz

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