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Tempo 30 in Ferchesar – aber nur von O bis O

Autos sind zu schnell Tempo 30 in Ferchesar – aber nur von O bis O

Zahlreiche Touristen machen Ferchesar zum lebendigen Dorf. Zumindest in der Saison von Oktober bis Ostern. Um den zunehmenden Verkehr zu regeln, wollen die Ferchesaer eine 30-Kilometer-Geschwindigkeits-Grenze. Nur für die Saison.

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Für Ferchesar soll eine innerörtliche Geschwindigkeitsbegrenzung geprüft werden.

Quelle: Norbert Stein

Ferchesar. Der Herbst ist angekommen im Westhavelland. In Ferchesar holen die Freizeitkapitäne ihre Boote aus dem Wasser. Die Saison am Hohennauener-Ferchesarer See neigt sich ihrem Ende entgegen. Im Dorf kehrt nun etwas Ruhe ein, bis zum Frühjahr, dann kommen die Erholungssuchenden, Camper und Urlauber wieder an den See.

Ortsvorsteher Lorenz Rauser sieht Ferchesar auf dem richtigen Weg. „Der Tourismus einwickelt sich gut“, sagt er rückblickend auf die letzten Jahre. Die touristische Entwicklung sorgt aber auch für zunehmenden innerörtlichen Straßenverkehr. Und etliche Kraftfahrer sind nicht gerade langsam unterwegs im Dorf. „Viele Einwohner und auch Urlauber wünschen sich besonders auf den stark befahrenen Straßen ein 30-Kilometer-Tempolimit“ , sagte der Ortsvorsteher in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung Stechow-Ferchesar. „Wir sollten ernsthaft darüber nachdenken und etwas machen“, so Rauser weiter.

Die Einführung eines Tempolimits für die gesamte Ortslage Ferchesar wäre für ihn die beste Lösung. Ausreichend wäre jedoch nach seiner Auffassung eine Geschwindigkeitsbegrenzung in der Saison vom Frühjahr bis zum Herbst . Für das Erholungsgebiet Dranseschlucht gilt so eine Verkehrsberuhigung schon seit Jahren und hat sich bewährt.

Der Gemeindebürgermeister Michael Spieck ist für die Prüfung des Vorschlags zur innerörtlichen Temporeduzierung in Ferchesar mit der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises in Kontakt. Die Verwaltungschefin des Amtes Nennhausen, Angelika Thielicke, sieht jedoch nur sehr geringe Erfolgsaussichten. „Anfragen können wir ja “, sagt sie. Die Erfahrung mit ähnlichen Anträgen aus anderen Orten zeige aber, dass die Erfolgsaussichten nicht hoch sind.. Zumeist wurden die Anträge seitens der Straßenverkehrsbehörde mit der Begründung abgewiesen, dass die gesetzliche Grundlage für die eine Einschränkung nicht gegeben ist. „Und wir lassen uns immer wieder erklären, die Gesetzeslage nicht zu kennen“, so die Amtsdirektorin weiter.

Auch für Ferchesar hat die Fachbehörde des Landkreises schon Anträge auf eine Temporeduzierung für einzelne Straßen abgelehnt. Ein Antrag für die gesamte Ortslage würde auch den Gemeindeteil Lochow einbeziehen und das ist aus Sicht der Amtsdirektorin eine zusätzliche Schwierigkeit. Ob zunehmender Tourismus ein ausreichendes Argument bei der Straßenverkehrsbehörde ist, das wagt sie zu bezweifeln.

Von Norbert Stein

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