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Havelland Tengelmann schließt Fleischwerk Perwenitz
Lokales Havelland Tengelmann schließt Fleischwerk Perwenitz
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10:13 28.11.2015
Das Fleischwerk im Ortsteil Perwenitz ist der größte Arbeitgeber in Schönwalde-Glien.  Quelle: privat
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Perwenitz

 Das Fleischwerk in Perwenitz, größter Arbeitgeber in der Gemeinde Schönwalde-Glien mit mehr als 200 Beschäftigten, steht womöglich vor dem Aus. „Der Erhalt hängt am seidenen Faden“, sagt Bürgermeister Bodo Oehme (CDU). Nach Angaben der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten will der Eigentümer, die Tengelmann-Gruppe, den Standort in Perwenitz sowie zwei weitere Fleischwerke seiner Tochter Birkenhof in Nordrhein-Westfalen und Bayern schließen, falls es zu einer Fusion zwischen Kaiser’s Tengelmann und Edeka kommen sollte.

Das Bundeskartellamt hatte diese zwar im April abgelehnt, doch beide Seiten beantragten eine Sondergenehmigung bei Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD), über die derzeit verhandelt wird.

„Es ist die erklärte Absicht von Tengelmann im Fall einer Zusage alle drei Fleischwerke zu schließen“, sagt Uwe Ledwig, Geschäftsführer der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten für Berlin und Brandenburg. „Das ist kein Gerücht, das ist Fakt.“ Die Gewerkschaft spricht sich daher gegen eine Ministerialerlaubnis aus, weil sie keinerlei Perspektive für die drei Birkenhof-Standorte biete. „Es gibt bessere Alternativen“, sagt Ledwig und verweist auf eine Aussage von Konkurrent Rewe die Werke übernehmen zu wollen. „Ob sie später noch etwas davon wissen wollen, sei natürlich dahingestellt.“ Auch der Gesamtbetriebsratsvorsitzende von Birkenhof, zugleich Chef des Betriebsrats am Standort Perwenitz, bevorzugt nach Angaben Ledwigs einen Verkauf der Fleischwerke.

Tengelmann selbst gibt sich bedeckt. „Da das Unternehmen Birkenhof GmbH & Co. KG eine Tochtergesellschaft von der Kaiser’s Tengelmann GmbH und somit Bestandteil des laufenden Ministererlaubnisverfahrens ist, können wir Ihnen diesbezüglich leider keine Stellungnahmen abgeben“, heißt es von Unternehmensseite.

Eine Schließung des Werkes würde in der Gemeinde zu großer Arbeitslosigkeit führen, befürchtet Bodo Oehme. Zudem droht ein Ausfall der Steuereinnahmen. „Wir würden das auch am eigenen Portemonnaie merken“, so Oehme. Er hat sich schriftlich an den Brandenburger Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) gewandt, der sich jedoch außerstande sieht etwas zu unternehmen, sowie an Sigmar Gabriel. Auch die Schönwalder SPD kämpft um den Erhalt der Arbeitsplätze und hat ebenfalls an den Bundeswirtschaftsminister aus der eigenen Partei geschrieben. Alles andere als eine Ablehnung der Ministerialerlaubnis sei den Bürgern nicht vermittelbar, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Wilfried Seiring.

Von Philip Häfner

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