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Teurer Traktor in Wachow gestohlen

Erneuter Einbruch in landwirtschaftlichem Betrieb Teurer Traktor in Wachow gestohlen

Die Diebstahl eines Traktors im Wert von etwa 100 000 Euro muss die Genossenschaft Wachower Landwirte verkraften. Vor einem Monat waren teure Maschinen in einem Ribbecker Betrieb entwendet worden.

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Dieser Traktor mit einem Hänger wurde in Wachow gestohlen.

Quelle: Privat

Wachow, . Noch immer sitzt der Schock tief bei Uwe Bublitz. Der Geschäftsführer der Genossenschaft Wachower Landwirte (GWL) hat seit Mittwoch eine, wie er es nennt, Schlüsselmaschine verloren. Unbekannte hatten in der Nacht, vermutlich zwischen 0 und 2 Uhr vom Areal des landwirtschaftlichen Betriebes einen Traktor und einen Hänger im Wert von mehr als 100 000 Euro gestohlen (MAZ berichtete). „Das ist nicht nur ein finanzieller Verlust, weil die Versicherungsprämie steigen wird“, sagt Bublitz. Genauso schlimm ist die Tatsache, dass es im Moment keinen Ersatz für die exakt eingestellte Maschine mit Computertechnik gibt und wir so die Arbeiten im Bereich des Pflanzenschutzes jetzt nicht machen können.“ Für den Kollegen, der den Traktor gefahren hat, muss eine Ausweicharbeit gefunden werden, bis ein neuer Traktor gekauft ist, so Bublitz.

Die Täter waren in der Nacht vom Dienstag zum Mittwoch gewaltsam auf den Hof und in die Werkstatt der GWL eingedrungen. Mehrere Tore wurden aufgebrochen. Anschließend fuhren die Diebe mit dem Traktor der Marke John Deere samt Hänger durch ein Zaunfeld, das sie vorher rausgeschnitten hatten. „Ich hoffe, die Polizei findet diese Verbrecher, die die Existenz des Betriebs gefährden. Wir setzen eine anständige Prämie für Hinweise aus, die zu den Tätern führen“, sagt der Geschäftsführer.

Bereits vor einigen Jahren war ein Radlader der GWL bei einem Einbruch gestohlen worden. „Solche Taten nehmen leider in jüngster Zeit zu“, weiß Johannes Funke, Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes Havelland. „Vom Diesel bis zu großen Maschinen wird alles geklaut. Manche Landwirte melden die Schäden nur der Versicherung, weil sie die Hoffnung auf einen polizeilichen Erfolg aufgegeben haben.“

Ähnlich hart getroffen hatte es Anfang Oktober die Havellandhof Ribbeck GbR. Dort raubten Unbekannte gleich drei große Maschinen, die einen Zeitwert von etwa 140 000 Euro hatten: einen sechs Jahre alten Traktor, einen zwei Jahre alten Teleskoplader und einen fast neuen Hoflader. Dazu verschwand auch noch Werkstattinventar im Wert von etwa 17 000 Euro. „Und das, obwohl wir unsere Technik seit zwei Jahren mit künstlicher DNA versehen haben und das auch auf Schildern am Zaun kenntlich gemacht haben“, ärgert sich Peter Kaim und ergänzt: „Diese Täter sind professionell organisiert und lassen sich von künstlicher DNA offenbar nicht abschrecken. Sie leuchten die Fahrzeuge mit Speziallampen an, erkennen die markierten Stellen und schleifen diese ab.“ Die Polizei hatte im Fall des Ribbecker Betriebes die Spur der Diebe anhand der Reifenabdrücke bis Selbelang verfolgen können, so Kaim. An einem Feldrand warteten offenbar große Transporter, die die drei gestohlenen Maschinen aufluden und dann wegfuhren. Bei beiden Taten sind die Täter flüchtig.

 

Von Jens Wegener

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