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Havelland Thälmannplatz: Neue Wohnungen sollen her
Lokales Havelland Thälmannplatz: Neue Wohnungen sollen her
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00:17 30.06.2017
So sollen die neuen Mehrfamilienhäuser aussehen. Quelle: privat
Elstal

Es könnte eng werden am Ernst-Thälmann-Platz in Elstal. Wenn die Pläne des Eigentümers so umgesetzt werden, wie derzeit geplant, würden zu den bereits stehenden Mehrfamilienhäusern weitere fünf hinzu kommen. Aber dazu ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Zunächst soll sich der Elstaler Ortsbeirat mit dem Vorhaben beschäftigen. So hatte es Ortsvorsteher Matthias Kunze (SPD) bei der Präsentation des Architekten Wolfgang Keilholz im Wustermarker Hauptausschuss gefordert.

„Die Nachfrage nach Wohnraum in Elstal ist permanent hoch, deshalb hat sich der private Eigentümer entschlossen, die Siedlung zu verdichten“, begründete der Architekt. Was die Mitglieder des Hauptausschusses grundsätzlich befürworteten, jedoch nicht ohne Kritik anzumelden. „Leider stehen in dem Bereich einige Wohnungen leer oder sind stark mit Schimmel befallen. Deshalb sollte der Eigentümer nicht nur Neubauten sondern auch die Sanierung des Bestandes im Auge haben“, sagte Tobias Bank (Linke).

Insgesamt sind 58 neue Wohnungen vorgesehen, 70 seien im Bestand. Wobei die neuen Häuser, die in weiß gehalten werden, sich von den vorhandenen grauen abgrenzen sollen. „Wie werden mit Fertigteilsystemen bauen. Es gibt zwei Vollgeschosse plus ein ausgebautes Dachgeschoss“, sagte Keilholz. Damit auch ältere und gehbehinderte Menschen am Ernst-Thälmann-Platz leben können, würden einige der neuen Gebäude mit Aufzügen ausgestattet.

Die Wohnungsgrößen liegen zwischen 60 und 90 Quadratmeter, die Mieten würden sich etwa zwischen acht bis zehn Euro pro Quadratmeter bewegen. Derzeit zahlen die Bewohner am Ernst-Thälmann-Platz zwischen sechs und acht Euro.

Wie der Architekt weiter informierte, werde die angrenzende Kleingartenanlage erhalten. Noch unklar ist das Parkplatzkonzept. Die Idee, zwei Parkgaragen zu errichten, wobei einen Ebene unter und eine über der Erde liegen soll, wurde von allen Hauptausschussmitgliedern positiv befunden. Zumal die Dächer der Garagen begrünt werden sollen.

Hintergrund

Im Olympischen Dorf sind insgesamt etwa 700 neue Wohnungen geplant.

Im ersten Bauabschnitt, der nächste Woche beginnt, 250. Allein im früheren Speisehaus der Nation etwa 110.

In der Heidesiedlung entstehen etwa 300 Wohneinheiten für rund 700 Menschen.

Allerdings meldete Uwe Schollan von der Wustermarker Gemeindeverwaltung Bedenken bezüglich der Stellplatzanzahl an. Nach der neuen Stellplatzsatzung der Gemeinde müsste der Investor pro Wohnung bis zu drei Parkflächen nachweisen. Von 176 Stellplätzen am Ernst-Thälmann-Platz ist laut Architekt die Rede. „Die alle unter die Erde oder in einer Garage unterzubringen, wird aus Platzgründen schwierig“, so Schollän. Schon jetzt haben die Anwohner der Mehrfamilienhäuser Mühe, ihre Autos in den Wohngebiet abzustellen.

Obwohl auch Wustermarkes Bürgermeister das Gesamtvorhaben befürwortet, sieht er bei der Verdichtung mit fünf Gebäuden Probleme: „Natürlich ist das eine Gestaltungsfrage, aber wir bekommen dort dann eine enorme Dichte“, merkte Holger Schreiber (parteilos) an.

Drei der geplanten Neubauten würden in unmittelbarer Nähe zu den Bestandsbauten errichtet, teilweise ist der Abstand zwischen den Häusern nur acht Meter. Die Sorge, „dass der eine dem anderen auf den Küchentisch guckt, besteht nicht, weil an der Stirnseite der neuen Gebäude nur ein Treppenhaus oder ein Aufzug aber keine Fenster sind“, sagte Wolfgang Keilholz.

Von Jens Wegener

Der Zaun, der das ehemalige Buga-Areal auf dem Rathenower Weinberg umschließt, kann stehen bleiben. Die Grundlagen für den dauerhaften Verbleib der Anlage wurden geschaffen. Noch ungeklärt ist die Frage, ob die Tore zum Gelände offen bleiben oder täglich auf- und abgeschlossen werden sollen.

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