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Riesen-Collage zeigt Szenen der Stadtgeschichte

800-Jahr-Feier Rathenows Riesen-Collage zeigt Szenen der Stadtgeschichte

Das Theater Lichtblick liefert einen besonderen Beitrag zum 800-jährigen Bestehen Rathenows, das 2016 gefeiert wird. Es hat eine elf Meter lange und 1,85 Meter hohe Leinwand drucken lassen, auf der Akteure Szenen und Personen der Stadtgeschichte nachstellen. Erstmals gezeigt wird die Collage am 26. November.

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Ein Ausschnitt aus der Collage. Hier zu sehen sind folgende Bilder: erste urkundliche Erwähnung der Stadt, Raubritter von Quitzow und die Pest.

Quelle: Theater Lichtblick

Rathenow. 800 Jahre im Super-Breitwand-Format. Weil die Stadt Rathenow 2016 ihr großes Jubiläum feiert, hat sich das Theater Lichtblick einen passenden Beitrag ausgedacht. Es spendiert Bewohnern und Gästen eine elf Meter lange und 1,85 Meter hohe Foto-Collage mit gut einem Dutzend Szenen und Personen aus der Stadtgeschichte. Auf der linken Seite des lang gestreckten Wandbildes geht es los mit den Slawen und der ersten urkundlichen Erwähnung der Stadt und auf der rechten Seite ist mit der Bundesgartenschau die Gegenwart erreicht. „In Vorbereitung auf die 800-Jahr-Feier entstand bei uns die Idee zu diesem Fotoprojekt“, sagt der Lichtblick-Vereinsvorsitzende Stefan Schulz. Mitglieder, Freunde und Förderer hätten mehrere Wochen daran gearbeitet und entstanden sei die Collage mit dem Titel „Zug der Geschichte“.

Geschöpft aus einem Fundus von über 600 Kostümteilen

Das Theater habe einen Fundus von über 600 Kostümteilen, erklärt Stefan Schulz, und es verfüge über reichlich Erfahrung im Kulissenbau. Entsprechend ausstaffiert kommen die Akteure auf den Fotos als Landsknechte, Bierbrauer, Trümmerfrauen und Pioniere/FDJ-ler daher. Dargestellt ist auch Johann Heinrich August Duncker, natürlich mit Brille, der Begründer der optischen Industrie in der Stadt. In der Mitte sitzt Otto von Bismarck, der harte Kanzler, der in Rathenow sein erstes Landtagsmandat errang. Raubritter von Quitzow treibt sein übles Spiel, ein Pestarzt beäugt eine Kranke, der Henker schwingt sein Beil über einer angeblichen Hexe, ein Ziegeljunge ruht sich vom Steinetragen aus, ein Soldat in Uniform umarmt seine Braut, zwei Frauen putzen ROW-Brillen und nicht zuletzt steht da eine Gruppe mit dem Transparent „Wir sind das Volk“. Das alles geschieht vor einem Hintergrund, den die Rathenower Stadtmauer bildet.

Höhepunkte des Jubiläumsjahres

Am 17. Januar 2016 gibt es im Brandenburger Dom eine Eröffnungsveranstaltung für alle zehn Städte und Gemeinden, die 800 Jahre alt werden.

Unter dem Motto „8 für 800“ beginnt im Februar eine Reihe von acht historischen Vorträgen.

Im Sommer gibt es einen Bootskorso im Mondschein und für den 10. September ist der große Festumzug angesagt.

Zum Abschluss ist für den 27. Dezember, den Tag der ersten urkundlichen Erwähnung, ein Festempfang geplant.

Die Ensemblemitglieder Maria Kusay und Martin Rißmann haben die Aufnahmen gemacht und der Letztere hat mit der richtigen Software die Einzelbilder zu einem mächtig breiten Format zusammengefügt. Auf hohes Auflösungsvermögen wurde Wert gelegt, damit die Betrachter die Details klar erkennen können. „Das ist unser Blick auf die Stadtgeschichte“, findet Stefan Schulz und räumt ein, ein Geschichtsprofessor möge vielleicht etwas zu bemängeln haben. Aber mit ein wenig künstlerischer Freiheit sei hier ein buntes Panorama geschaffen worden, an dem Erwachsene und Kinder ebenso wie Fachleute und Laien oder Einheimische und Auswärtige ihre Freude haben können. Links in der fernen Vergangenheit sind die Bilder noch schwarz-weiß, im Laufe der Zeit kommt bei den Fotos dann Farbe ins Spiel.

Erstmals zu sehen bei der Eröffnung der Weihnachtsausstellung

Erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wird das Werk, wenn im Kulturzentrum am 26. November um 19 Uhr die diesjährige Weihnachtsaustellung eröffnet wird. Die Leinwand kann auf einen extra Rahmen gespannt werden oder einfach an der Wand hängen. Es ist vorgesehen, sie im Laufe des Jubiläumsjahres an verschiedenen Orten zu zeigen. Dazu gestellt wird immer eine Erklärungstafel, auf der die einzelnen Szenen erläutert werden und die Entstehung der Collage kurz umrissen wird. Gut möglich, dass das Werk sogar selbst ein Teil der Stadtgeschichte wird.

Von Bernd Geske

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