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Theatergruppe holt Winnetou nach Rathenow

Stadtjubiläum: 800 Jahre Theatergruppe holt Winnetou nach Rathenow

Zur 800-Jahr-Feier der Stadt hat sich das Theater Lichtblick etwas Besonderes ausgedacht. Es bringt das Stück „Ein Winnetou für Rathenow“ auf die Bühne, das auch in der Havelstadt spielen soll. Premiere ist am 21. Mai im Kulturzentrum. Der Vereinsvorsitzende Stefan Schulz hat das Stück geschrieben, es ist eine freie Bearbeitung des „Raubes der Sabinerinnen“.

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Theaterdirektorin Striese (Nannett Strehmel, rechts) zeigt den Indianern Maria Kusay (links) und Anja Bürger, wie ein richtiges Kriegsgeschrei geht.

Quelle: Bernd Geske

Rathenow. Die Akteure des Rathenower Theaters Lichtblick haben sich für die 800-Jahr-Feierlichkeiten ihrer Heimatstadt etwas Besonderes einfallen lassen. Sie werden das Stück „Ein Winnetou für Rathenow“ auf die Bühne bringen. Wie der Name schon vermuten lässt, spielen Indianer unter Mitwirkung des großen Häuptlings Winnetou eine tragende Rolle und Schauplatz des Geschehens wird die Stadt Rathenow sein. Allerdings in der Zeit kurz vor 1900. Allzu ernst soll diese bunte Gemengelage nicht genommen werden, denn es wird sich um eine Komödie handeln. Der Vereinsvorsitzende Stefan Schulz hat das bekannte Stück „Raub der Sabinerinnen“ umgeschrieben und es zu Ehren des Stadtjubiläums an die Rathenower Gegebenheiten angepasst.

Premiere ist am 21. Mai im Theatersaal des Kulturzentrums

Am Sonnabend, dem 21. Mai, wird der „Winnetou für Rathenow“ um 19.30 Uhr im Kulturzentrum seine Premiere haben. Allzu viel soll vorher natürlich noch nicht verraten werden. Aber ein paar Appetitanreger sind erlaubt. Professor Gallwurm, der an einer Rathenower Schule lehrt, ist begeistert für das Theater. Seine Frau allerdings teilt diese Leidenschaft überhaupt nicht. Deshalb muss der arme Autor ein von ihm selbst geschriebenes Stück auch geheim halten. Er hat eine Indianer-Geschichte verfasst, weil er einst in Dresden studierte und sich vom dort beheimateten Schriftsteller Karl May inspirieren ließ.

Just als Frau Professor mit den Kindern zur Kur gefahren ist, kommt nun eine Theatertruppe von auswärts in die Stadt, deren Direktorin Striese am liebsten ein Stück aus Rathenow spielen möchte. Das ist die einmalige Chance für den Professor, seine fast schon aufgegebene Indianer-Story doch noch auf die Bühne zu bringen. Mit fortschreitender Handlung wird die Geschichte turbulent. Weil das Theater unter Wasser steht, wird beim Professor zu Hause geprobt. Dann kommt seine Frau vorzeitig von der Kur zurück und pendelt zwischen den Vermutungen, ob ihr Mann wohl eine Geliebte hat oder doch gleich komplett verrückt geworden ist. Die Premiere scheint ein Desaster zu werden, doch nach der Hälfte des Stücks sieht es so aus, als wenn Rettung naht...

Das Bühnenbild gibt einen Blick auf die Rathenower Altstadt frei

Beim Bühnenbild wird das Fenster einen Blick auf die Rathenower Altstadt mit Sankt-Marien-Andreas-Kirche freigeben und für die Indianer sollen Pferde von den Zieten-Husaren besorgt werden. Mehr Rathenow-Bezüge hat Stefan Schulz nicht verraten. „Wir proben seit Januar“, berichtet er, „alle unsere 18 Akteure sind dabei.“ Geübt wird immer am Mittwochabend von 18 bis 20 Uhr in den Räumen an der Großen Milower Straße 62. Interessenten sind jederzeit gern gesehen. Im April gibt es die alljährliche Fahrt der Gruppe, bei der dann auswärts ein ganzes Wochenende an der Aufführung gearbeitet wird. Nach der Premiere im Theatersaal des Kulturzentrums soll der „Rathenow-Winnetou“ dann noch im Sommer mit einer Open-Air-Vorstellung am Wassersport gezeigt werden.

Als ersten Beitrag zur 800-Jahr-Feier hatte das Theater Lichtblick bereits Ende des vergangenen Jahres eine elf Meter lange, mannshohe Foto-Collage mit Motiven aus der Stadtgeschichte vorgestellt, die von Schauspielern nachgestellt wurden. Sie war Bestandteil der Weihnachtsausstellung und hängt jetzt in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche. Stefan Schulz teilt mit, dass das Theater Lichtblick 2017 sein 20-jähriges Bestehen feiern wird. Das beliebte Krimidinner im Blauen Saal gibt es im Oktober dann auch schon das zehnte Jahr. Die Handlung dafür muss Stefan Schulz erst noch schreiben, aber etwas mit Rathenow-Bezug kommt auch hier auf alle Fälle mit hinein.

info Karten zum Preis von sieben Euro gibt es im Kulturzentrum unter Telefon 03385/ 51 90 51.

Von Bernd Geske

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