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Tierquälerei: Unbekannte setzen Hunde aus

Ketzin/Havel Tierquälerei: Unbekannte setzen Hunde aus

Ein Fall von Tierquälerei beschäftigt derzeit das Ketziner Ordnungsamt. Zwei Mischlingshunde wurden in Ketzin nicht einfach „nur“ ausgesetzt, sondern in eine viel zu kleine Kiste eingepfercht. Die verschüchterten Tiere sind jetzt im Tierheim Rathenow untergebracht.

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Die beiden Hunde sind sehr verschüchtert.

Quelle: privat

Ketzin/Havel. Vor wenigen Tagen war eine Spaziergängerin aus Wachow mit ihrem Hund in der Nähe der Tankstelle in Ketzin/Havel unterwegs. Was sie etwas abseits des Radweges Ketzin-Brückenkopf an der Brandenburger Chaussee entdeckte, hatte selbst der erfahrene Ketziner Ordnungsamtsmitarbeiter Andreas Kinzel noch nicht gesehen: In einer kleinen Katzentransportbox waren zwei Hunde eingepfercht dort ausgesetzt worden.

„Wir haben pro Jahr etwa zehn Fundkatzen im Gebiet von Ketzin/Havel und einige Hunde. Aber solch einen Fall hatten wir noch nicht, dass jemand die Tiere nicht nur illegal entsorgt, sondern sie auch noch quält“, so Kinzel. Zum Glück handelte die Spaziergängerein sofort. Sie nahm die Kiste zunächst mit nach Hause, um den beiden Mischlingen etwas zu trinken und zu fressen zu geben. Doch schnell habe sie gemerkt, dass die Tiere sehr verschüchtert sind und verständigte das Ketziner Ordnungsamt und das Tierheim in Rathenow, erklärt Andreas Kinzel.

Die Leiterin des Tierheimes Jutta Schütze holte die Hunde ab und brachte sie in die Rathenower Einrichtung unter, wo sie derzeit auch noch sind. Auch Jutta Schütze ist erschrocken über die „Das Aussetzen von Tieren an einer Straße, als würde es sich um Abfall handeln, ist schon schäbig genug. Die beiden auf engstem Raum auch noch einzusperren, ist für mich ein Fall von Tierquälerei.“ Es gebe so viele Möglichkeiten, Tiere, die nicht mehr gewollt sind, abzugeben. Die müsse man nicht irgendwo aussetzen.

Die Mitarbeiter des Rathenower Tierheimes haben den beiden Mischlingen erstmal die Namen „Susi“ und „Strolch“ gegeben. Die Hündin ist braun, der Rüde ist schwarz. Beide wurden im Vorjahr geboren, wiegen etwa sieben Kilogramm , sind 30 Zentimeter groß und nicht kastriert. „Um an die Tiere richtig heranzukommen, werden ein bis zwei Monate benötigt“, schätzt Jutta Schütze ein.

Da der Radweg an der Brandenburger Chaussee in Ketzin/Havel eine stark frequentierte Straße ist, hoffen das Ordnungsamt Ketzin/Havel und das Tierheim Rathenow auf Hinweise von Augenzeugen, die möglicherweise das Aussetzen der Hunde am 9. April beobachtet haben oder Informationen zu den Hunden geben können. Wer Informationen zu dem Fall hat, kann sich telefonisch im Ordnungsamt Ketzin/Havel unter der Nummer (03 32 33) 72 02 31 oder zu den Sprechzeiten im Ketziner Rathaus melden.

Von Jens Wegener

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