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Kein Herz für Tiere in Falkensee

Tierschützer besorgt Kein Herz für Tiere in Falkensee

Sie kamen gegen Mitternacht und stellten ein Box mit zwei Perserkatzen vor dem Tierheim Falkensee ab. Tierschützer sind empört über diesen Umgang mit Tieren und erstatteten Anzeigen. Sie sorgen sich auch um Kaninchen, die der Hitze ohne Trinkmöglichkeit ausgesetzt waren.

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Diese beiden Perserkatzen wurden in Falkensee ausgesetzt.

Quelle: Tierheim

Falkensee.  Der Mann muss in der Nacht gekommen sein. Vielleicht war es auch eine Frau. Um 1 Uhr am Montagmorgen fanden Mitglieder des Tierschutzvereins zwei ausgesetzte, verwahrloste Katzen vor dem Gelände des Tierheims Falkensee.

„Wir hatten Vorstandssitzung, die dauerte sehr lange. Danach fanden wir vor dem Tor eine Transportbox mit den beiden Perserkatzen“, sagt Rico Lange, der Vorsitzende des Vereins. Die Tiere hatte also jemand klammheimlich dort abgestellt. „Das Aussetzen von Tieren ist herzlos und unverantwortlich. Und es verstößt gegen das Tierschutzgesetz“, sagt Rico Lange. Am gleichen Tag wurde deshalb Anzeige gegen Unbekannt erstattet.

Bitte um Mithilfe

„Die Katzen waren in einem sehr verwahrlosten Zustand“, beklagt Rico Lange, sie sind zutraulich, aber das Fell war verfilzt, die Konstitution der Tiere geschwächt. Sie sind mittleren Alters, haben ein weißes Fell und eine flache Nase„Wir päppeln sie wieder auf“, versichert Rico Lange. Trotzdem möchte der Verein den ehemaligen Besitzer der Tiere ausfindig machen und bittet die Bevölkerung um Mithilfe.

Während der Verstoß gegen das Tierschutzgesetz hier klar ist, ist er es in einem anderen Falkenseer Fall nicht. Der bekannte Berliner Tierschützer Stefan Klippstein hatte in Falkensee einen Fall von Tierquälerei ausgemacht. Der gelernte Tierpfleger setzt sich seit Jahren für den Tierschutz ein, das auch sehr medienwirksam. Aus dem Fernsehen kannten ihn auch die Falkenseer, die ihn auf das Schicksal von Kaninchen aufmerksam gemacht haben. Auf einem Freiluftmark mit Grünpflanzen, Korbwaren und Tierfutter an der Spandauer Straße hatten sie ein Gitter ausgemacht, in dem drei Stallkaninchen nahezu schutzlos der Witterung ausgesetzt waren. Klippstein machte sich vor Ort selbst ein Bild von der Tierhaltung. „Dabei traf ich bedauerlicherweise einige Missstände“, sagt er. „Die drei Stallkaninchen werden dort in einem Art Außengehege gehalten das für drei Tiere viel zu klein ist, die Tiere hatten keinerlei Zugang zu Wasser, in der Trinkflasche war schon länger kein Wasser mehr. Eine abgebrochene Bierflasche befindet sich in dem Verschlag. Die Tiere sind deutlich zu mager.“

Kein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz

Klippstein erstattete am Tag seines Besuches, das war der 28. Juli, Anzeige beim Veterinäramt des Landkreises Havelland gegen einen Bürger aus Falkensee wegen nicht artgerechter Haltung. Am Tag drauf kontrollierte die stellvertretende Amtstierärztin die Kaninchenhaltung vor Ort, sie wurde dabei von einer Tierarztstudentin begleitet, teilte der Landkreis auf MAZ-Nachfrage mit. Der Tierhalter war anwesend. Festgestellt wurde, dass es sich um Jungtiere handelt, die Tiere wurden nicht als abgemagert eingestuft. „Die Unterbringung, Versorgung und Pflege verstieß nicht gegen das Tierschutzgesetz“, heißt es. Der Tierhalter verwies außerdem auf einen im Bau befindlichen Stall für die weitere Aufzucht der Tiere.

Tierschützer Klippstein hat trotz Nachfrage bisher keine Antwort bekommen.

Von Marlies Schnaibel

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