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Havelland Tierschutzverband feiert 25-jähriges Bestehen
Lokales Havelland Tierschutzverband feiert 25-jähriges Bestehen
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18:30 09.10.2016
Tierschutzbundpräsident Thomas Schröder, Minister Stefan Ludwig, Jutta Schütze aus Rathenow, und dieLandesvorsitzende Renate Seidel (von links). Quelle: Norbert Stein
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Rathenow

Das Tierheim Rathenow hat dieses Jahr bislang 63 Hunde und 113 Katzen aufgenommen. Die Tiere benötigen Pflege und müssen täglich versorgt werden. Um alle Arbeiten erledigen zu können, ist der Tierschutzverein auf ehrenamtliche Helfer wie Wolfhard Wegner angewiesen. Seit sieben Jahren ist er im Tierheim an der Bammer Landstraße als Hundebetreuer im Schichtbetrieb tätig. „Wolfhard Wegner arbeitet mit großer Umsicht und Zuverlässigkeit und ist jederzeit bereit, auch zusätzliche Aufgaben zu erledigen“, lobt die Vorsitzende des Tierschutzvereins, Jutta Schütze. „Die Hunde lieben ihn“, sagt sie am Samstag auf der Festveranstaltung zum 25-jährigen Bestehen des Landestierschutzverbandes im Havelrestaurant Schwedendamm Rathenow. Für den Tierschutzverein Falkensee-Osthavelland ist Isolde Meyer eine engagierte ehrenamtliche Helferin. Sie hat seit sechs Jahren eine Pflegestelle für Katzen, päppelt Katzenkinder auf und betreut eine Katzenfutterstelle in Friesack.

In 25 Jahren landesweit bislang 65 000 freilaufende Katzen kastriert

Wolfhard Wegner und Isolde Meyer gehörten zu den sieben Brandenburger Ehrenamtlern, die Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, mit der Ehrennadel des Tierschutzbundes in Bronze auszeichnete. Die Ehrung in Gold erhielten die Vorsitzendes des Landestierschutzverbandes, Renate Seidel, und Helga Druschke vom Tierschutzverein Luckau. Renate Seidel nannte in ihrer Festrede Erfolge und Probleme. Mitglieder der Tierschutzvereine hätten seit Bestehen des Landesverbandes dafür gesorgt, dass 65 000 freilaufende Katzen kastriert wurden, berichtete sie. Rund 1,3 Millionen Euro habe der Landesverband in seiner 25-jährigen Geschichte für die Kastration und dem Tierwohl dienende Arbeiten investiert.

Landesweit wurden seit 1991 in Tierheimen 700 Plätze zur Aufnahme von Hunden und 1000 Plätze für Katzen geschaffen. Aufgenommen wurden bisher 50 000 Hunde und 70 000 Katzen. Um die Arbeiten und dringende Sanierungsarbeiten in den Tierheimen finanzieren zu können, fehle dem Verband und den Vereinen Geld. Die Landesvorsitzende und der Präsident forderten deshalb von Politik und von staatlichen Einrichtungen, ihren gesetzlich verankerten Pflichten für den Tierschutz besser gerecht zu werden.

Minister Ludwig (Linke): 2017 erstmals 150 000 Euro für Tierschutz

In der Landesregierung für Tierschutz zuständig ist Justizminister Stefan Ludwig (Linke). Er dankte den in 27 Vereinen organisierten 3000 Mitgliedern des Landesverbandes für ihre engagierte Arbeit. 108 000 Euro aus Lottomitteln habe das Land 2016 bisher für Arbeiten in drei Tierheimen bereitgestellt und weitere acht Anträge sind noch in Bearbeitung, berichtete er mit der Ankündigung, 2017 erstmals im Landeshaushalt 150 000 Euro für Tierschutz einzustellen.

Der stellvertretende Rathenower Bürgermeister Hans-Jürgen Lemle sagte, die Stadt habe dem Tierschutzverein bereits 1993 ein 12 000-Quadratmeter - Grundstück pachtfrei zur Verfügung gestellt zur Einrichtung eines Tierheimes. Die Zusammenarbeit der Stadt mit dem Tierschutzverein bezeichnete Lemle als gut, so solle es auch beibehalten werden. Die Glückwünsche des Landkreises zum 25-jährigen Bestehen überbrachte die Amtstierärztin Dörte Wernecke.

Von Norbert Stein

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