Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Neue Ausstellung huldigt der Schönheit der Havel
Lokales Havelland Neue Ausstellung huldigt der Schönheit der Havel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:31 05.02.2018
Lutz Schröder kontrolliert seine Reusen auf der Havel. Quelle: Wolfgang Balzer
Anzeige
Ketzin/Havel

Einblicke in die weitestgehend intakte Fauna der Flusslandschaft und der zahlreichen Gewässer um Ketzin gibt die neue Sonderausstellung. Sie ist ab Montag unter dem Titel „Streifzüge durch die Fauna des Havellandes“ in der Tourist-Information zu sehen ist.

So führt die Ausstellung zu den Erdelöchern bei Paretz und die ehemaligen Tonstiche am Brückenkopf. Hier konnte sich seit mehr als 100 Jahren eine Tier- und Pflanzenwelt entwickeln, die für Naturfreunde einzigartig ist. Eindrucksvolle Naturaufnahmen ergänzen die Beschreibung der Lebensräume. Zu finden sind Informationen über den wohl bekannten Karpfen ebenso wie über die Fortpflanzung der Aale in der Sargasso-See vor der Küste Floridas, deren Einzelheiten bis heute ungeklärt sind. Beschrieben ist auch der heimische Aaland, von dem es eine rot-gelbe Zuchtform gibt, die Goldorfe, die seit vielen Jahren ein beliebter Zierfisch in Gartenteiche ist.

Ein beeindruckendes Schauspiel ist alljährlich in den Herbstmonaten zu sehen, wenn sich große Vogelscharen für ihre große Reise in wärmere Gefilde sammeln und in Schwärmen, keilförmigen oder V-Formationen über das Havelland fliegen. Die Informationen in der Ausstellung erklären Hintergründe und Zusammenhänge dieses Naturschauspiels und beschreiben die Lebensweise der Zugvögel des Havellandes. Das Spektrum reicht vom Storch über den Kuckuck bis zum Rotmilan. Nicht weniger interessant ist die Lebensweise der hier verbleibenden Wintervögel wie Kormoran und Eisvogel.

Die wasserreiche Landschaft des Havellandes mit ihren Feuchtgebieten gibt zahlreichen Amphibien ihren speziellen Lebensraum, unter anderem der Knoblauchkröte, dem allseits bekannten Teichfrosch, aber auch dem Moorfrosch und der Erdkröte. Interessant zu erfahren, wie sich die unterschiedlichen Amphibien ihre ebenso unterschiedlichen Lebensräume suchen und gestalten. Nur selten zeigt sich in der Natur die häufigste ungiftige Natter Europas, die Ringelnatter. Heimisch ist sie aber auch im Havelland. Ihre Lebensweise dokumentiert die aktuelle Sonderausstellung ebenso wie die der größten Nagetiere Europas, dem Biber, der auch an den Gewässerufern in und um Ketzin wieder heimisch geworden ist und seine Spuren hinterlässt. Das macht zwar auch der Steinmarder, allerdings oft in sehr unbeliebter Form – im Motorraum der Autos.

Hiesige Jäger werden wohl gern eine Aussage in der Ausstellung bestätigen, dass Wildschweine hervorragende Schwimmer sind. So gelangen sie problemlos auf die Havelinseln. Diese und viele andere Beschreibungen in der Ausstellung geben sehenswerte Einblicke in die Havelländische Fauna und sind eine besuchenswerte Ergänzung der drei kürzlich an der Ketziner Havelpromenade aufgestellten Stelen, auf denen sowohl die Fauna als auch die Flora unserer heimischen Umgebung beschrieben sind.

Bis zum 2. März ist die Sonderausstellung zu sehen. Es folgt die Ketziner Ziegeleigeschichte, die ausführlich beschreibt, wie ein großer Teil der Lebensräume für die Flora und Fauna unserer Lebensumwelt im Havelland einst entstanden ist.

Von Wolfgang Balzer

Thomas Baumgardt ist der Kandidat der SPD für die anstehende Rathenower Bürgermeisterwahl. Der Tierarzt ist ein Mann der leisen Worte. Keine Überraschung also, dass er den Premnitzer Weg bewundert, der auf Konsens statt auf Streit beruht.

04.02.2018

Für die Bands, die auf dem zum Verkauf stehenden Askania-Gelände hinter dem Rathenower Rathaus ihre Proberäume haben, zeichnet sich eine Lösung ab. Ein leer stehendes Firmengebäude auf dem Areal an der Gasanstalt könnte ab dem Sommer zur neuen Heimstatt der Musiker werden.

07.02.2018

Die Stadthalle in Falkensee (Havelland) erweist sich als räumliches Multitalent, das vieles ermöglicht: vom sachlichen Ärztekongress bis zum frivolen Comedyabend. Die MAZ traf sich zu einem Zwischenfazit mit dem verantwortlichen Eventmanager Heiko Richter.

08.04.2018
Anzeige