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Til Schweiger dreht Kino-Tatort im Havelland

Filmarbeiten in Etzin Til Schweiger dreht Kino-Tatort im Havelland

Superstar Til Schweiger scheint Gefallen am Havelland gefunden zu haben. Bereits für den Kino-Hit „Keinohrhasen“ hat dort gedreht. Nun ist zu Dreharbeiten für den Kino-Tatort (Arbeitstitel „Tschiller a.D.) zurück im Havelland. Die MAZ hat die Dreharbeiten beobachtet.

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Til Schweiger dreht seinen Kino-Tatort im Havelland.

Quelle: dpa

Etzin. Viele Autos stehen auf dem Hof eines landwirtschaftlichen Betriebes an der Straße zur Siedlung in Etzin. Nur haben diese Fahrzeuge nichts mit Landwirtschaft zu tun. Sie gehören zur Filmcrew, die dort in einer großen Lagerhalle einige Szenen für einen Tatort-Krimi dreht. Ein großer Security-Mann passt auf, dass kein Fremder den Dreh beobachtet. „Fotos am Set und auch vor der Halle sind nicht erlaubt, Interviews geben wir auch nicht“, sagt ein freundlicher aber bestimmter Aufnahmeleiter.

Es ist gerade Drehpause. Viele junge Leute sitzen auf Kisten oder Ladeklappen der Lkws und gönnen sich einen Kaffee. Dann kommt auch der Hauptdarsteller: Til Schweiger. Er spricht mit mehreren Leuten, trinkt seinen Kaffee. Ganz normal. Eine Dame von der Maske kontrolliert, ob die aufgeklebte Wunde am Kopf von Hauptkommissar Nick Tschiller (Til Schweiger) noch gut aussieht. Sie pinselt ein wenig daran herum. Dann ruft der Aufnahmeleiter: „In einer Minute sind alle drinnen. Es geht weiter“. Die Truppe setzt sich langsam in Bewegung und verschwindet wieder in der Halle, die überall abgedunkelt ist.

Das Basislager der Filmcrew im havelländischen Etzin

Das Basislager der Filmcrew im havelländischen Etzin.

Quelle: Jens Wegener

Der neue Tatort (Arbeitstitel: „Tschiller a.D.) soll actionreicher und aufweniger als je zuvor sein, sagen die für die Produktion Verantwortlichen von Syrreal Entertainment und Barefoot Films. Über den Inhalt wird noch der Mantel des Schweigens gehüllt. Nur so viel: Kriminalhauptkommissar Nick Tschiller geht in seinem persönlichsten Fall auf eine brisante Odyssee durch halb Europa. Gedreht wird an Originalschauplätzen in Istanbul, Moskau, Hamburg und Berlin/Brandenburg.

Im dem beschaulichen Dorf Etzin mit seinen knapp 300 Einwohnern ist kaum etwas vom Filmdreh zu spüren. „Die Leute sind zwar neugierig, jeder fragt mich, ob denn Til Schweiger wirklich da ist. Aber auf die Straße oder zum Set gehen und zugucken machte keiner“, sagt Etzins Ortsvorsteherin Nicole Fritz. Dabei waren die Chancen, etwas zu sehen, recht groß. Denn es wurde viel in den Nächten im Freien gedreht. „Wir haben einen Teil unseres Maisfeldes zur Verfügung gestellt, weil dort wohl eine Szene mit einem Mähdrescher spielt“, sagt der Etziner Landwirt Frank Zöllner. Von einem anderem Dorfbewohner habe man ein Traktor und andere Maschinen ausgeliehen, heißt es. Es soll wohl eine Szene geben, „wo der Schweiger mit dem Mähdrescher oder Traktor durchs Feld fährt und es ganz knapp vor einem Zug über die Schienen schafft“, erzählt ein Anwohner. Verbürgt ist das jedoch nicht.

Der 5. Schweiger-Tatort

Zwei TV-Einsätze hat das Ermittler-Duo Tschiller (Til Schweiger) und Yalcin Gümer (Fahri Yardim) bereits hinter sich („Willkommen in Hamburg“, „Kopfgeld“). Im Herbst 2015 werden zwei weitere, bereits abgedrehte NDR Tatort-Folgen mit den beiden im Ersten ausgestrahlt: „Der große Schmerz“ (22. November) und „Fegefeuer“ (29.  November), die die inhaltliche Voraussetzung für den Kinofilm “Tschiller, a.D.“ (Arbeitstitel) bilden. Regisseur ist Christian Alvart.

Fahri Yardim als Til Schweigers Ermittler-Kollege Yalcin Gümer übernimmt auch im Kino seinen wichtigen „Buddy“-Part. Luna Schweiger als Nicks Tochter Lenny spielt eine entscheidende Rolle. Zur Besetzung gehören Stefanie Stappenbeck, Alyona Konstaninova, Özgür Emre Yildirim, Eduard Flerov, Jewgeni Sidikhin und Fedor Bondarchuk.

Co-Produzent des Films ist Warner Bros. Film Productions Germany in Zusammenarbeit mit dem NDR. Das Drehbuch schrieb Tatort-Spezialist Christoph Darnstädt. „Tschiller a. D.“ wird gefördert vom Medienboard Berlin Brandenburg, der Filmförderung Hamburg/Schleswig-Holstein und der Filmförderungsanstalt.

Ihr Basislager hat die Filmcrew an der Sandscholle in Etzin, gleich neben der Mehrzweckhalle, aufgeschlagen. Auch dort steht Lkw an Lkw. Eine Frau bereit gerade zwei Dummis für eine Szene vor, andere Leute halten per Funkgerät die Verbindung zum Set. Wieder andere kümmern sich für die Verpflegung der Schauspieler und der Crew. „Die Halle haben wir vermietet, damit die Leute auch die Toiletten benutzten können“, sagt die Ortsvorsteherin. Sie freut sich darüber, dass das Filmteam rechtzeitig vorher per Aushang und per Handzettel die Anwohner informiert hat und es auch sonst keinerlei Ärger gab. Nur ein kleiner Junge, der mit seinem Fahrrad gerade vorbei gefahren kommt, ist unzufrieden: „Die lassen mich in dem Film nicht mitspielen“, sagt er und fährt weiter.

Die gesamten Dreharbeiten des Tatorts sollen bis zum 15. September abgeschlossen sein. Warner Bros. Pictures Germany bringt den Film am 25. Februar 2016 in die Kinos. Im Ersten wird der Hamburger Kino-„Tatort“ voraussichtlich 2018 zu sehen sein.

Von Jens Wegener

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