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Havelland Handarbeitsgruppe ist eine fleißige Truppe
Lokales Havelland Handarbeitsgruppe ist eine fleißige Truppe
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15:34 12.01.2016
Die Handarbeitsgruppe aus dem Torhaus bei ihrer Zusammenkunft am Dienstag. Quelle: Bernd Geske
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Rathenow

Die Nadeln klimpern, die Stimmen klingen und die Stimmung ist produktiv. Die Handarbeitsgruppe, die vor zwei Jahren im Torhaus des historischen Weinbergfriedhofs von Rathenow gegründet worden ist, hat sich verblüffend gut entwickelt. Zum allerersten Treff seien 14 Frauen gekommen, erinnert sich Ellinor Müller, bei der von Anfang an alle Fäden der Gruppe zusammen laufen. Gegenwärtig seien es 34 – und mehr seien beim besten Willen nicht aufzunehmen. Das jüngste Mitglied ist 54, das älteste 79. „Wir sind eine lustige und fleißige Truppe“, sagt Ellinor Müller. „Alle sind freundschaftlich miteinander verbunden und jeder freut sich auf den nächsten Dienstag, wenn wir uns wieder treffen.“ Immer von 10 bis 16 Uhr ist dann Handarbeitszeit, verbunden mit entspanntem Gedankenaustausch. Dabei hat es sich zu einem Muss entwickelt, dass alle Frauen an einer einzigen großen Tafel sitzen. So können sie am besten kommunizieren.

Kein kirchliches Bekenntnis und keine Vereinsmitgliedschaft verlangt

Die organisatorische Basis ist der Verein Memento, der sich der Erhaltung des historischen Weinbergfriedhofs widmet und damit die Evangelische Kirchengemeinde Rathenow unterstützt. Das bekannteste Projekt auf dem Friedhof ist derzeit die Sanierung der Auferstehungskirche, deren Wiederaufbau der Spitze im März 2015 vollendet worden ist. Von den Frauen der Handarbeitsgruppe werden kein kirchliches Bekenntnis und keine Vereinsmitgliedschaft verlangt. Weil Kirchengemeinde und Verein Memento aber für alle Rahmenbedingungen sorgen, zeigen sich die Frauen mit Spenden erkenntlich, die sie durch ihre Handarbeiten einnehmen.

Für den Wiederaufbau der Auferstehungskirche hat die Handarbeitsgruppe so im Laufe des vergangenen Jahres beachtliche 755 Euro gespendet und für einen Gedenkstein zu Ehren des in Rathenow verstorbenen Berliner Malers Ernst Kolbe haben sie sogar 1 100 Euro gesammelt. Nicht zu vergessen sind hier die Mützchen für neugeborene Kinder, die Gruppenmitglieder kostenlos für die Entbindungsstation des Rathenower Krankenhauses stricken. 2015 waren es insgesamt 180 Mützchen, und im neuen Jahr sind schon wieder 20 hinzu gekommen.

Jetzt am Kirchplatz 11 im Dachgeschoss zu Hause

Die Torhaus-Frauen führen ihren Namen übrigens nur noch aus Tradition, denn seit geraumer Zeit schon treffen sie sich gar nicht mehr im Weinberg-Torhaus. Ihr angestammtes Domizil hatten sie zur Bundesgartenschau verlassen müssen, weil im Torhaus Ausstellungen gezeigt worden sind. Zwischenzeitlich zogen sie deshalb ins ehemalige Kirchencafé und sind jetzt bis auf Weiteres im Dachgeschoss des Hauses am Kirchplatz 11 zu Hause, in dem sich unten der Eine-Welt-Laden befindet. Wenn dann zu Spitzenzeiten fast alle 30 Frauen anwesend sind, ist das Gedränge beträchtlich.

Wie Ellinor Müller berichtet, kommen so gut wie jeden Dienstag neue Interessenten, die bei der Handarbeitsgruppe mitmachen möchten. Weil aber aus den geschilderten Kapazitätsgründen dort niemand mehr aufgenommen werden kann, hat die Kirchengemeinde beschlossen, noch im Januar 2016 eine weitere Handarbeitsgruppe zu gründen. Diese sollte sich immer mittwochs von 10 bis 15 Uhr treffen. Interessierte Frauen können sich im Gemeindebüro unter Telefon 03385/ 51 23 90 melden.

Von Bernd Geske

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