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Tote Teenager: Viele Fragen bleiben offen

Falkensee Tote Teenager: Viele Fragen bleiben offen

Blumen und Kerzen an der Unfallstelle, ein Tisch der Trauer in der Kantschule: Falkensee trauert um die beiden tödlich verunglückten jungen Menschen. Sie waren Pfingstsonntag bei einem Unfall ums Leben gekommen. Derweil sind noch viele Fragen offen: Etwa die, warum die Falkenseer Feuerwehr nicht angefordert worden war.

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In der Schule wird dem toten Mädchen gedacht.

Quelle: Marlies Schnaibel

Falkensee. In der Falkenseer Gesamtschule „Immanuel Kant“ war es am Dienstag ruhiger als sonst. Nicht wegen der Prüfungen, sondern wegen des Todes, den eine 16-jährige Mitschülerin am Pfingstsonntag in Falkensee gefunden hatte. Mitschüler und Lehrer haben einen Ort der Trauer geschaffen: Rosen mit schwarzem Flor stehen auf dem Tisch, ein Kondolenzbuch ist ausgelegt, an einer Wand mit vielen Schwarz-Weiß-Fotos wird an Courtney erinnert. In kleinen, handgeschriebenen Briefen versuchen Mitschüler, Worte für das Unfassbare zu finden.

“Der Unfall war sehr heftig“

Am Pfingstsonntag gegen 18.25 Uhr waren auf der Straße zwischen Falkensee und Schönwalde drei Jugendliche verunglückt, der 20-jährige Fahrer ist schwer verletzt, die beiden anderen Insassen starben noch am Unfallort. Was genau am Ausgang der langgezogenen Kurve auf regennasser Fahrbahn passiert ist, ist noch nicht klar. Das völlig zerstörte Fahrzeug ist beschlagnahmt, die Gutachter haben ihre Arbeit aufgenommen. Mit dem Ergebnis ist erst in einigen Tagen zu rechnen, sagte der Polizeisprecher auf MAZ-Nachfrage. Auch zum Zustand des schwer verletzten Fahrers machte er keine Angabe. Passanten hatten berichtet, dass die Beifahrerin angeschnallt war. Am Unfallort hatte ein Polizeisprecher davon gesprochen, dass nichts auf Drogen oder Alkohol hindeute.

Der Unfall wirft aber weiter Fragen auf. Zum Beispiel die, warum zu dem Unfall nicht die Falkenseer Feuerwehr gerufen worden war. Der Unfall hat sich auf dem Gebiet der Gemarkung Falkensee ereignet. „Aber uns hatte die Regionalleitstelle Potsdam nicht informiert“, sagte Daniel Brose, Chef der Falkenseer Feuerwehr. Die Leitstelle hatte nur die Feuerwehren aus Schönwalde-Siedlung und Schönwalde-Dorf angefordert. Die waren auch sehr schnell am Einsatzort gewesen, fast zeitgleich mit dem Rettungsdienst. „Der Unfall war sehr heftig“, sagte Gemeindebrandmeister Norbert Krumm, bei einem Seitenaufprall wäre die Gefahr noch schlimmer.

Tempo 70 reicht wohl nicht aus

„Das ist ein sehr tragischer Unfall“, sagte der Schönwalder Bürgermeister Bodo Oehme. Er erinnerte daran, dass es in der Vergangenheit in dem Bereich schon mehrere schlimme Unfälle, auch tödliche gegeben hat. „Ein Tempo-70-Schild an der Stelle reicht wohl nicht aus“, meinte er. Er regte an, dass sich die Verantwortlichen die Landesstraße dort noch einmal genau anschauen und prüfen, ob eine Leitplanke in der Kurve angemessen wäre.

Von Marlies Schnaibel

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