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Toter Motorradfahrer: Feuerwehr trauert um ihren Kameraden

Möthlow Toter Motorradfahrer: Feuerwehr trauert um ihren Kameraden

Tragischer Unfall im Kreis Havelland: Dort ist am Donnerstagabend ein 17-jähriger Motorradfahrer ums Leben gekommen. Der Jugendliche war gestürzt und dann von einem Kleintransporter erfasst worden. Als Feuerwehrleute zu der Unglücksstelle ausrückten der Schock – der 17-Jährige war Mitglied der Ortsfeuerwehr.

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Rettungskräfte am Donnerstag an der Unglücksstelle.

Quelle: Meetingpoint

Möthlow. Bei einem tragischen Verkehrsunfall in Möthlow, Gemeinde Märkisch Luch, ist ein junger Mensch ums Leben gekommen. Ein 17-Jähriger aus dem Landkreis Havelland fuhr am Donnerstag mit seinem Krad auf der L 99, aus Richtung Retzow kommend in Richtung Buschow. Nach Angaben von Zeugen, so die Polizeidirektion West, standen in Höhe des Ortseingangsschildes Möthlow, verkehrsbedingt Fahrzeuge. Der Jugendlichen bemerkte die stehenden Fahrzeuge offenbar nicht rechtzeitig, bremste sein Krad stark ab und geriet so auf die Gegenfahrbahn. Zur gleichen Zeit war ein 57-jähriger Havelländer mit einem Kleintransporter auf der Gegenfahrbahn in Richtung Retzow unterwegs. In Höhe des Ortsausgangsschildes sah er wie der Motorradfahrer plötzlich auf seine Fahrbahn geriet. Trotz Abbremsens konnte er einen Zusammenstoß mit dem Krad nicht verhindern.

Durch den Zusammenstoß wurde der junge Kradfahrer so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle verstarb. Der Fahrer des Kleintransporters erlitt keine Verletzungen. Das Motorrad wurde durch einen Sachverständigen der Dekra sichergestellt. Der Sachverständige wird nun ein Gutachten zur Unfallursache erstellen.

An der Möthlower Hauptstraße, nahe dem Ortseingangsschild geschah der schwere Unfall

An der Möthlower Hauptstraße, nahe dem Ortseingangsschild geschah der schwere Unfall

Quelle: Norbert Stein

Nach Bekanntwerden des Unfalls wurden von der Leitstelle unverzüglich Polizei, Rettungskräfte und Feuerwehr zum Unglücksstelle nach Möthlow beordert. Die Ortsfeuerwehr Buschow kam mit acht Einsatzkräften in das Nachbardorf. Möthlow selbst hat keine Ortsfeuerwehr.

Unfallopfer war selbst bei der Feuerwehr

Als es Gewissheit war, dass das Unfallopfer selbst Mitglied der Ortsfeuerwehr Buschow war, veranlasste Amtsbrandmeister Holger Püschel den sofortigen Abzug der Buschower Einsatzkräfte aus Möthlow. Dafür kam die Feuerwehr Barnewitz zur Unglücksstelle und übernahm notwendige Hilfe- und Sicherungsaufgaben. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Buschow wurden in Buschow bis in die späten Abendstunden von Notfallseelsorgern betreut, die der Nennhausener Amtsbrandmeister angefordert hatte.

Trauer im Heimatdorf des jungen Mannes

Der tödlich verunglückte junge Mann war schon als Kind Mitglied der Jugendfeuerwehr. „Er war ein guter und einsatzbereiter Feuerwehrmann“, erklärt der Amtsbrandmeister. „Unsere Gedanken sind bei der Familie. Ihr gilt unser tiefes Mitgefühl“, sagt Holger Püschel. Buschow war Freitag ein Dorf der Trauer, der Anteilnahme und des Schocks. Viele Einwohner konnten das Unglück vom Vorabend noch nicht als geschehene Realität fassen. „Unvorstellbar. Er gehört doch zu uns“, sagt eine 38 Jahre Frau vorm Bahnhof. „Ich kann und möchte heute noch nichts sagen, erst in ein paar Tagen“, sagte Ortsvorsteher Frank Hellmann. Thomas Kuhlmey schätzt ihn als einen hilfsbereiten und höflichen jungen Mann. „Ein Jugendlicher, der im Dorf anerkannt und geachtet ist“, sagt Kuhlmey.

Aufgrund des Unfalls war am Donnerstagabend in Möthlow die Ortsdurchfahrt für längere Zeit gesperrt und führte zu Staus. „Dafür muss doch jeder Kraftfahrer Verständnis haben“, sagte am Freitag ein 62 Jahre alter Mann, der nur wenige Meter von der Unglücksstelle entfernt wohnt. Höchst unvernünftig findet er deshalb, das dennoch Kraftfahrer versuchten irgendwie vorbeizukommen an der Unfallstelle, an der am Freitag noch Kreidemarkierungen auf der Fahrbahn erinnerten. Das früher schon Unfälle passiert sind an der Stelle, ist dem 62jährigen Anwohner nicht bekannt. Hin und wieder gäbe es aber schon kritische Situationen, erzählt er, weil vor allem Kraftfahrer mit ihren Fahrzeugen einfach zu stark aufs Gaspedal drücken.

Von Norbert Stein

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