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Totes Kalb mit Wolfsbissspuren

Elslaake Totes Kalb mit Wolfsbissspuren

Ein Mitarbeiter der Agrargenossenschaft Hohennauen hat am Freitagmorgen auf einer Weide bei Elslaake in einer Herde mit 150 Mutterkühen ein Kalb tot aufgefunden. Die Bisspuren weisen auf einen Wolf hin. Erst vor zwei Wochen hatte auf einer Weide der Agrargenossenschaft Gülpe ein Wolf drei Kälber gerissen.

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Vor zwei Wochen waren bei Gülpe drei Kälber von einem Wolf gerissen worden.
 

Quelle: Norbert Stein

Elslaake.  Ein Mitarbeiter der Agrargenossenschaft (AG) Hohennauen hat am Freitagmorgen auf einer Weide bei Elslaake in einer Herde mit 150 Mutterkühen ein Kalb tot aufgefunden. Das Kalb wurde in den Bauch gebissen und zerfleischt. In der Agrargenossenschaft schrillten die Alarmglocken, weil die Umstände und wie das Kalb vorgefunden wurde auf einen Wolf hindeuteten. Die Abteilungsleiter der AG, Peter Wilke und Ernst-Dietrich Wille, verständigten einen Wolfsbeauftragten des Landesumweltamtes Brandenburg. Der Wolfsexperte kam unverzüglich und war am Freitag bis in die späten Abendstunden in Elslaake. Er untersuchte das tote Kalb und entnahm dem Tier DNA- Proben.

Der Gutachter habe an dem Kalb Bisse festgestellt, die typisch sind für einen Wolf, erklärt Peter Wilke. Ob ein Wolf das Kalb gerissen hat, konnte er jedoch noch nicht mit hundertprozentiger Sicherheit sagen. Erste Untersuchungen des Gutachters hätten ergeben, dass das Kalb sehr schwach gewesen sein muss und deshalb auch auf natürliche Weise gestorben sein könnte. In diesem Falle hätte sich ein Raubtier erst über das Kalb hergemacht, als es bereits tot war.

Für Aufklärung sorgen soll nun eine Untersuchung der DNA- Proben, die in den nächsten Tagen erfolgt. Der Gutachter habe zugesagt die AG über die Ergebnisse der Untersuchung umgehend zu informieren, erklärt Peter Wilke.

Der Wolfsbeauftragte hatte sich am Freitagabend gemeinsam mit Mitarbeitern der AG auch die Mutterkuhherde und die Weide samt Einzäunung angeschaut. Er habe keine Auffälligkeiten feststellen könne, erklärt Peter Wilke das Ergebnis der gemeinsamen Begehung.

Die AG hatte am Wochenende die Weide mit den Mutterkühen und Kälbern verstärkt kontrolliert. Wilke sagte am Sonntag, es habe keine weiteren Vorfälle gegeben. Bereits vor einige Zeit habe man ein Kalb mit ähnlichen Bissen auf der Weide tot aufgefunden, erklärt Ernst-Dietrich Wille. Damals habe man dem Vorfall aber noch keine Bedeutung beigemessen.

 Erst vor zwei Wochen hatte auf einer Weide der Agrargenossenschaft Gülpe ein Wolf aus zwei Herden mit 121 Mutterkühen drei Kälber gerissen. Alle drei Kälber wurden durch wolfstypische Risse in den Bauch getötet. Ein Wolfsgutachter des Landes hatte die Wolfsrisse bestätig. Der Wolfsgutachter hatte den gerissenen Kälbern auch Proben für genetische Untersuchungen entnommen. Möglicherweise wird man so feststellen können, ob im Elslaaker Fall derselbe Wolf aktiv war.
 

Von Norbert Stein

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