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Havelland Aufgehübscht: Stadt investiert in Schulsanierung
Lokales Havelland Aufgehübscht: Stadt investiert in Schulsanierung
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15:46 04.04.2018
Die Friedrich-Ludwig-Jahn-Grundschule Rathenow Quelle: Kniebeler, Markus
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Rathenow

Im vergangenen Sommer war die Grundschule „Friedrich Ludwig Jahn“ eine Großbaustelle. An drei verschiedenen Orten gleichzeitig waren Handwerker und Techniker zugange, um Mängel zu beheben, die den Lehrbetrieb seit Jahren erschwert hatten.

Das Ergebnis dieser baulichen Offensive schauten sich die Mitglieder des Rathenower Bildungsausschusses am Montagabend an. Ihre reguläre Ausschusssitzung hatten sie in den Musikraum der Jahngrundschule verlegt. Zuvor ließen sie sich von Schulleiter Frank Gens aber zu jenen Orten führen, in denen im vergangenen Sommer die Bauarbeiter das Heft in der Hand hatten.

Los ging die Führung im Keller von Haus 1. Hell, sauber, geräumig – und vor allem trocken. Die Räume im Untergeschoss des 1926 errichteten Gebäudes beeindruckten die Abgeordneten. Dass es hier vor einem Jahr ganz anders aussah, konnte manch einer sich kaum noch vorstellen. Die Wände feucht und von schädlichem Schimmel bedeckt. So miserabel waren die Zustände, dass der Keller vor vier Jahren für jede schulische Nutzung gesperrt werden musste.

Im Sommer nun fand die Trockenlegung statt. Um die Räume vor eindringender Feuchtigkeit zu schützen, wurden die Außenwände bis auf das Fundament freigelegt und mit einer wasserundurchlässigen Beschichtung versehen. Außerdem wurde in einem aufwendigen Verfahren eine horizontale Wassersperre eingezogen, die verhindert, dass Wasser aus dem Erdboden ins Mauerwerk dringt und sich nach oben arbeitet. 190 000 Euro investierte die Stadt in die Trockenlegung. Jetzt kann die Schule den Keller wieder nutzen – das Archiv, eine kleine Schulbibliothek, ein Zimmer für die Sonderpädagogin und ein kleiner Versammlungsraum finden hier Platz.

Endlich wieder trocken: Schulleiter Frank Gens führte die Abgeordneten durch die sanierten Kellerräume von Haus 1. Quelle: Markus Kniebeler

Vom Keller in Haus 1 wanderten die Abgeordneten in den Speisesaal von Haus 2. Vielen wäre wohl kaum aufgefallen, dass hier 60 000 Euro investiert wurden. Und zwar in schalldämpfende Deckenplatten. Die waren auch dringend nötig. „Hier hat man sein eigenes Wort nicht verstanden, so laut war es“, berichtete Frank Gens. Nach der Sanierung hätten Lehrer und Schüler nicht glauben können, was eine so unscheinbare Verkleidung bewirken kann.

Auch in der Turnhalle, der letzten Station des Rundgangs durch die Schule, hat sich die Lärmbelastung durch die Installation einer schallschluckenden Decke erheblich reduziert. Früher seien beim Sportunterricht Spitzenwerte von 85 Dezibel gemessen worden, berichtet Gens. Nach der Sanierung, die rund 100 000 Euro kostete, müssen die Sportler nun nicht mehr befürchten, die Halle mit klingelnden Ohren zu verlassen.

Wer nun denkt, die baulichen Aktivitäten in der Jahngrundschule seien erst einmal erledigt, der wurde von Bauamtsleiter Matthias Remus eines Besseren belehrt. In Sachen Brandschutz müsse Haus 1 auf den aktuellen Stand gebracht werden. Eine Brandschutzkonzeption sei zu diesem Zweck bereits in Auftrag gegeben worden. Diese werde dann in den kommenden Jahren umgesetzt. Unter anderem muss, wie in anderen Schul- und Kitagebäuden bereits geschehen, ein zweiter Fluchtweg installiert werden.

Von Markus Kniebeler

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