Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
Tourismus-Stammtisch soll wieder aufleben

Havelaue Tourismus-Stammtisch soll wieder aufleben

Zurzeit diskutieren die Gemeindevertretungen im Amt Rhinow darüber, wie man sich für Touristen noch besser präsentieren kann. Angebote gibt es schon. Das zeigte sich jetzt bei der Sitzung der Gemeindevertretung Havelaue. Aber es könnte noch mehr geschehen.

Voriger Artikel
Ferrari-Oldtimer wird von Fahrbahn abgedrängt
Nächster Artikel
„Bürgermeister sein hat eine andere Intensität“

Sterngucker kommen schon länger nach Havelaue und befeuern den Tourismus.

Quelle: Norbert Stein

Havelaue. Brassen, Hechte, Karpfen und andere Fische hat Wolfgang Schröder mit einem Zugnetz aus dem Gülper See gefischt. Der Fischer war dazu nicht allein auf den See gefahren. Er hatte Gäste im Kahn. Sie durften den Fischer beim Einziehen des Zugnetzes helfen. Nach getaner Arbeit wurde auf dem Hof der Fischerei auf dem Gahlberg bei Strodehne Fisch gegessen.

Wichtige Vernetzung

Acht Mal fuhr Wolfgang Schröder in dieser Saison mit Gästen zum Erlebnisfischen auf den Gülper See. In seinem Fischerkahn saßen Besucher aus dem Havelland und dem Berliner Umland, aber auch Gäste, die in Garz auf anhaltinischer Seite der Havel Urlaub machten. „Die Veranstaltungen war prima gebucht“,erzählt er beim Festmachen eines Kahns am Ufer. Wolfgang Schröder ist zufrieden. „Die vernetzte regionale Zusammenarbeit ist der Baustein für die gute Saisonbilanz zum Erlebnisfischen auf dem Gülper See.“ Der Tourismusverband Havelland zum Beispiel habe die Veranstaltung gut beworben und vermarktet, sagt der Fischer.

Debatte im Amt Rhinow

Die Potenziale des Tourismusverbandes Havelland und des Tourismusvereins Westhavelland noch stärker für die kommunale touristische Entwicklung der Dörfer zu nutzen – das ist dem Rhinower Amtsdirektor Jens Aasmann wichtig. Das Amt Rhinow ist in beiden Vereinen Mitglied. Insbesondere die Zusammenarbeit mit dem Tourismusverein habe nach der Bundesgartenschau 2015 an Fahrt gewonnen, sagte Aasmann vor den Gemeindevertretern aus Havelaue im Ortsteil Strodehne.

Das Wasser rund um Havelaue zieht Besucher in seinen Bann

Das Wasser rund um Havelaue zieht Besucher in seinen Bann.

Quelle: Norbert Stein

Nach dem Auftakt im Amtsausschuss Ende September erörtern nun die sechs Gemeindevertretungen des Amtes Chancen, Möglichkeiten und Notwendigkeiten zur touristischen Entwicklung im Ländchen Rhinow. Die Vorschläge und Anregungen aus den Gemeinden sollen dann Grundlage für einen Beschluss des Amtsausschusses zur weiteren Tourismusentwicklung der Region zwischen Dosse, Havel, Rhin, Gollenberg und Hohennauener See sein.

Viele Ideen

Dafür gab es in der Gemeindevertretersitzung Havelaue von Abgeordneten und Einwohnern Anregungen und Vorschläge. Elke Melkus von der „Botanischen Botschaft“ in Strodehne regte an, den nach der Bundesgartenschau ins Leben gerufenen Tourismusstammtisch „Ländchen Rhinow“ wieder zu aktivieren. Ein Vorschlag, der zuvor auch schon in anderen Diskussionsrunden gemacht wurde. „Anfang 2018 sollte das Amt zum nächsten touristischen Stammtisch einladen“, sagte Bürgermeister Guido Quadfasel.

Nicht alles wird gehen

Zuvor hatte Quadfasel vorgeschlagen, die Verwaltung möge prüfen ob die von einigen Dörfern gewünschte Anschaffung von Knorpelschenken als Rastplatz und Wegemarke für einen aus Sachsen-Anhalt in das Ländchen Rhinow führenden „Frau-Harke-Sagenpfad“ möglich und vor allem finanzierbar ist. Quadfasels Idee, einen Mitarbeiters für Tourismus in der Verwaltung einzusetzen, gab Jens Aasmann kaum Chancen. Dafür steht im Amtshaushalt kein Geld zu Verfügung.

Der Sternenpark

Marion Werner bietet in ihrem Haus „Sonnenidyll“ in Strodehne Seminare zur Naturheilkunde, Fasten und Sternwanderungen an. Die Teilnehmer kommen oft mit dem Linienbus. An Wochenenden und in den Ferien kommt aber kein Linienbus nach Strodehne. Marion Werner bleibt dann nichts anderes übrig. Sie muss ihre Gäste von Rhinow mit dem Auto abholen und wünscht sich deshalb ein besseres ÖPNV-Angebot. Der Landkreis arbeitet derzeit an einem neuen ÖPNV- Konzept für das Westhavelland, erklärte der Amtsdirektor. Ob Strodehne damit auch an Wochenenden und in den Ferien mit einem Bus erreichbar wird, ist allerdings derzeit noch offen.

Weg zu den Planeten

Touristisches Entwicklungspotenzial sieht die Gemeinde Havelaue auch im Sternenpark Westhavelland. Parey und Gülpe sind schon heute beliebte Treffpunkte für Sterngucker und Hobbyastronomen. Ob sie in Zukunft in der Nacht entlang der Ortsverbindung auch auf einem Planetenweg wandeln können, werde derzeit geprüft, sagte Jens Aasmann, der auch Vorsitzender des Fördervereins Sternenpark Westhavelland ist.

Von Joachim Wilisch

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Havelland
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg