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Havelland Tourismuskonferenz legt Probleme offen
Lokales Havelland Tourismuskonferenz legt Probleme offen
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00:21 20.03.2018
Das Museum im ehemaligen Kolonistenhof in Großderschau ist ein Highlight für Touristen. Quelle: Tobias Wagner
Rhinow

Das hatte es seit dem Jahr 2016 nicht mehr gegeben. Das Amt Rhinow hatte Vereinsmitglieder, Bürgermeister, Gemeindevertreter , Anbieter von Ferienwohnungen und am Tourismus interessierte Einwohner eingeladen, um über die Tourismusentwicklung in der Region zu diskutieren. Zwei Stunden redeten die Gäste miteinander und es wurden zahlreiche Themen angesprochen.

Jens Aasmann moderierte

Insgesamt waren es 25 Teilnehmer, zu denen auch Vertreter des Tourismusvereins Westhavelland und der Geschäftsführer des Tourismusverbandes Havelland, Matthias Kühn, gehörten. Amtsdirektor Jens Aasmann moderierte die Veranstaltung.

Wie kommt man zu den Attraktionen?

Erstes wichtiges Thema war die Frage, wie Touristen die Orte im Amt Rhinow mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen können. „In Strodehne gibt es für Touristen bis zu 60 Übernachtungsmöglichkeiten“, sagte Elke Melkus von der „Botanischen Botschaft“, doch ein Bus komme viel zu selten in das Dorf – an den Wochenenden überhaupt nicht.

Gäste, die nicht mit dem eigenen Fahrzeug anreisen, müssen in Rhinow oder Rathenow abgeholt werden. „Eine regelmäßige Buslinie würde Strodehne mehr Besucher bescheren“, ist sich Elke Melkus sicher. Und die Linie komme auch den anderen Einwohnern zugute.

Idylle in Strodehne – es fährt aber kein Bus. Quelle: Norbert Stein

Strodehne ist kein Einzelbeispiel im Ländchen Rhinow. Auch Stölln, Parey, Witzke, Wassersuppe und weitere Dörfer sind schlecht mit dem Bus zu erreichen, insbesondere an Wochenenden, Feiertagen und in den Schulferien.

Hinweise an den Landkreis

Jens Aasmann wird die Hinweise an den Landkreis weiterleiten. Dort wird an einer Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs für das Westhavelland gearbeitet. Der Einsatz von Rufbussen sei allerdings keine wirksame Lösung, wurde in der Diskussionsrunde deutlich, weil sie von Touristen kaum genutzt werden.

Vor allem Sternegucker

Für Hohennauen mit Erholungsmöglichkeiten am und auf dem Wasser ist der ÖPNV aus touristischer Sicht kein gravierendes Problem. Alle anderen Besucher seien zumeist Ornithologen oder Sternegucker, sagte Klaus Laszkowski. „Die kommen mit eigenen Fahrzeugen, weil sie weiter in die umliegende Landschaft wollen zu Natur- oder Himmelsbeobachtungen.“

Es fehlen Kneipen

In Hohennauen fragen durchreisende Touristen nach Toiletten und wo man eine Flasche mit Wasser füllen kann. Und hier zeigt sich das Hauptproblem in Sachen Tourismus. Im Ländchen Rhinow fehlen Gaststätten in den Dörfern. Imbiss- und Getränkeboxen könnten zumindest eine Ersatzhilfe sein. Ob die Möglichkeit besteht, solche Boxern in einigen Dörfern aufzustellen, wird das Amt prüfen.

Der Sternenpark Westhavelland lockt ebenfalls zunehmend mehr Besucher in die Region, war von touristischen Anbietern zu vernehmen. Jedoch seinen mehr öffentlich ausgewiesene und in der Landschaft erkenntliche Beobachtungsplätze notwendig.

Erfolgreiche Aktion wiederholen

Helga Klein vom Kolonistenhof Großderschau berichtete von guten Erfahrungen mit dem Ferienpass. Das ist ein gemeinsames Angebot mit dem Optikpark und der Schwimmhalle in Rathenow sowie dem Stöllner Lilienthalverein. Ihre Anregung, die vor der Bundesgartenschau 2015 initiierte Aktion „24 Stunden Havelland“ wieder zu beleben, will Matthias Kühn prüfen. „Die Aktion hat damals allein den Kolonistenhof an einem Tag 1200 Besucher aus Berlin und dem Umland gebracht“, erklärte die Vorsitzende des Heimatvereins Großderschau.

Die Gesprächsrunde soll fortgesetzt werden, beim nächsten Mal aber – so der Vorschlag – bei einem Tourismusakteur in der Region. Das Amt wird zudem für Interessierte eine Rundfahrt zu touristischen Angeboten und Sehenswürdigkeiten im Ländchen Rhinow vorbereiten.

Von Norbert Stein

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