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Grüne wollen neues Konzept für ÖPNV

Nahverkehr Grüne wollen neues Konzept für ÖPNV

Der Öffentliche Personennahverkehr ist ein Kernthema der Bündnisgrünen im Havelland. Nachdem die Kreisverwaltung Verbesserungen an Buslinien nach Stölln für das Wochenende angekündigt hatte, gab es Lob und Kritik von den Grünen. Sie schlagen nun vor, ein neues Tourismuskonzept für den ÖPNV zu entwickeln.

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Schloss Ribbeck spielt in dem Konzept eine wesentliche Rolle.

Quelle: Tanja Marotzke

Havelland. Für Felix Doepner ist das Thema ein Kernthema der Bündnisgrünen. Wenn es um den Öffentlichen Personennahverkehr geht, dann kennt er sich aus. Und er weiß viele Details. Seine Hauptforderung ist die Verbesserung des ÖPNV-Netzes in der Region. Das Angebot müsse spürbar besser werden, das hatte er auch schon vor der Bundesgartenschau im vergangenen Jahr gefordert.

Jetzt setzen die Bündnisgrünen erneut zu einem Vorstoß an, mit dem das ÖPNV-Netz verbessert werden soll. Im Hinterkopf haben die Grünen dabei die touristischen Ziele in der Region, vorrangig Ribbeck und Stölln. „Wir wollen ein touristisches ÖPNV-Netz Nauen-Rathenow-Rhinow-Friesack“, sagt Doepner. Dies betreffe die Buslinien 661,680,684 und 687. Zudem solle der Kreis sich für die Einrichtung einer direkten Busverbindung zwischen Ketzin und Wustermark stark machen. Ebenso müsse die Busverbindung zwischen Nauen und dem MAFZ Erlebnispark verbessert werden. „Außerdem regen wir an, Nauen Bahnhof, der in der Mitte des Landkreises liegt, zum Ausgangs- und Zielpunkt für mehrere wichtige Buslinien zu machen, so Doepner. Dort in Nauen, müssten die Buslinien mit dem Bahnangebot verknüpft werden.

Grundsätzlich sei der Öffentliche Personennahverkehr im Landkreis Havelland nicht schlecht, heißt es in dem Antrag. Dennoch gebe es Schwächen. Er müsse mehr sein, als ein Instrument der politischen Daseinsvorsorge. Man könne mit dem ÖPNV den Landkreis in allen seinen Teilen anziehend und zukunftsfähig gestalten: die Bewohner, die Touristen, Schüler und Berufstätige. Und dies diene auch dem Erhalt der Kultur- und Naturlandschaft.

Insbesondere müsse der ÖPNV an den Wochenenden und Feiertagen ein ausreichendes Angebot vorhalten. Und die Grünen glauben, dass der ÖPNV – wenn er denn entsprechend ausgestaltet ist – den demografischen Wandel positiv beeinflussen kann. Für zukünftige Generationen sei Mobilität ohne Autos möglich. Doepner verweist in der Begründung auch auf die Vorgaben von Klima- und Gesundheitsschutz.

Eine besondere Rolle spielt bei dem Konzept Schloss Ribbeck. Der Ort sei mit dem Schloss und seinem Kulturangebot ein zentraler touristischer Anziehungspunkt im Landkreis. Ribbeck müsse sowohl von Rathenow als auch von Nauen gut mit dem Bus erreichbar sein. In beiden Städten müssen diese Buslinien an die Zugverbindungen anknüpfen.

In dem Antrag haben die Grünen für jede Linie eine Kostenaufstellung gemacht. Insgesamt würden die zusätzlichen Fahrten 248.024 Euro ausmachen. Einberechnet ist auch, dass eine Linie (Rathenow-Rhinow) ganz entfallen könnte.

Von Joachim Wilisch

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