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Tourismusverband feiert 20-jähriges Bestehen

Havelland Tourismusverband feiert 20-jähriges Bestehen

Der Tourismusverband Havelland wurde vor 20 Jahren gegründet. Er setzt auf Rad- und Wassertourismus und auf Fontanes Birne. 140 Mitglieder gehören dem Verband inzwischen an. Sie kommen nicht nur aus dem Landkreis Havelland.

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Schöner Arbeitsplatz: Der Tourismusverband Havelland hat im Schloss Ribbeck seinen Sitz.

Quelle: Robert Schlesinger

Havelland. Von „Altes Waschhaus Ribbeck“ bis „Zimmervermittlung Premnitz“ spannt sich der Bogen des Tourismusverbandes Havelland. Zumindest alphabetisch. Inhaltlich spiegeln seine 140 Mitglieder wider, wie bunt und vielfältig der Tourismus im Havelland ist.

Ines Kias spracht zur Festveranstaltung im Schloss

Ines Kias spracht zur Festveranstaltung im Schloss.

Quelle: Tanja M. Marotzke

So sind neben lokalen Tourismusvereinen, neben Ämtern und Kommunen auch große und kleine touristische Anbieter vertreten: Das reicht vom Landgut Stober in Groß Behnitz und dem MAFZ in Paaren im Glien über das Spielzeugmuseum Kleßen, das Golfresort-Hotel Semlin und das Paretzer Liebhabertheater bis zur Jugendherberge Milow oder der Ferienhausvermietung in Ferchesar. Auch die Schloss Ribbeck GmbH ist Mitglied im Verband. Das Haus ist zugleich Sitz der Geschäftsstelle und war am Dienstag Ort für die Festveranstaltung zum 20-jährigen Bestehen des Tourismusverbandes Havelland. Gekommen waren unter anderem Roger Lewandowski (CDU), Landrat Havelland, Wolfgang Blasig (SPD), Landrat Potsdam-Mittelmark, und Dietlind Tiemann (CDU), Oberbürgermeisterin von Brandenburg/Havel.

Die Gründung im November 1996 war eine politisch gewollte und geförderte. Der damalige Landrat Burkhard Schröder hatte sich damals dafür eingesetzt, nachdem bereits im Westhavelland und im Havelländischen Luch touristische Verbände aktiv waren. Mit 17 Mitgliedern ging es damals los. Fast alle Gründungsmitglieder waren Fremdenverkehrsvereine oder Kommunen, wie die Stadt Falkensee oder das Amt Ketzin. Maria Schuppan vom Hotel „Helenenhof“ in Tietzow war damals gewissermaßen die einzige, die „direkt“ und „beruflich“ mit Touristen zu tun hatte. Die Hotelbetreiberin gehört heute noch dem Vorstand an.

Längst sind viele andere touristische Anbieter Mitglied im Verband. „Der ist in den 20 Jahren sehr gewachsen“, freut sich Geschäftsführerin Ines Kias.

Die Querelen und Skepsis des Anfangs sind vorbei. Längst wissen immer mehr Partner die Kraft eines starken, fantasievollen Verbandes zu schätzen. Unter dem Slogan „Havelland. Stille deine Sehnsucht“ setzt der Verband auf ein Bild, das Natur und Kultur verbindet. „Rad- und Wassertourismus sind Bereiche, mit denen das Havelland besonders punkten kann“, sagt Ines Kias. Mit dem Ausbau des Havelland-Radweges und des Havel-Radweges sind die Besucherzahlen spürbar gewachsen. Die Fahrradzählstationen brachten imposante Zahlen ans Tageslicht. In Pausin wurden im vergangenen Jahr 40 586 Radfahrer gezählt, in Kirchmöser sogar 59 909. „Da sind natürlich nicht nur Touristen erfasst, sondern auch der sogenannte Alltagsverkehr“, erläutert Ines Kias die Statistik.

„Die Tagesbesucher im Havelland werden ja leider nicht erfasst“, sagt sie, aber die Übernachtungen schon. Und da ist es im Buga-Jahr gelungen, die Millionen-Grenze zu knacken. „1,1 Millionen Übernachtungen wurden 2015 gezählt“, rechnet die Geschäftsführerin vor. „Das war ein Ausnahmejahr, das werden wir in diesem Jahr nicht erreichen“, schätzt sie. Aber verglichen mit 2014 steht das laufende Jahr gut da: Neun Prozent mehr Übernachtungen. Auch wenn sich das Havelland mit dem Spreewald oder dem Ruppiner Land nicht messen kann, ist es doch inzwischen die drittgrößte touristische Reiseregion des Landes. Der Verband hat daran seinen Anteil, bündelt Kräfte und Idee. Großkampftage sind bald wieder die Grüne Woche und die ITB, die Internationale Tourismusmesse.

Flott, chic und ein bisschen romantisch – so kommen die Imageprodukte des Verbandes daher. Das war nicht immer so. Eine kleine Ausstellung auf der gestrigen Festveranstaltung zeigte die ehemaligen Druckerzeugnisse des Verbandes. „Über den ersten Flyer mussten wir jetzt schmunzeln“, gesteht Ines Kias. Er zeigt ein Foto von einem Neptunfest und erinnert so mehr an Ferienlager als an Reiselandschaft.

Kanus im Abendlicht und fröhliche Radler auf glatten Wegen – sie zieren so manchen Flyer und zeigen, wo die Schwerpunkte beim havelländischen Tourismus liegen. Das am meisten abgebildete Obst ist und bleibt die Birne. „Fontane haben wir viel zu verdanken“, sagt die Tourismusfrau. Deshalb blicken alle Beteiligten mit Spannung auf das Jahr 2019. Es gilt den 200. Geburtstag von Theodor Fontane zu begehen. Auch wenn sich dann sehr viel in seinem Geburtsort Neuruppin abspielen wird, ganz ohne Havelland und Ribbeck wird man den märkischen Dichter kaum feiern können. Beim Verband werden schon erste Ideen gesammelt.

Von Marlies Schnaibel

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