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Havelland Traglufthallen für Flüchtlinge verschwinden
Lokales Havelland Traglufthallen für Flüchtlinge verschwinden
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21:15 13.09.2016
Wie Sie sehen, sehen Sie nichts: Die Traglufthalle in Falkensee ist bereits größtenteils zurückgebaut. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Falkensee/Nauen

Die Luft ist raus, im wortwörtlichen und im übertragenden Sinn. Nachdem der Flüchtlingsstrom ins Havelland abgeebbt ist und in den vergangenen Monaten kaum noch neue Asylbewerber m Landkreis registriert wurden, hat in Falkensee der Rückbau der Traglufthalle in der Leipziger Straße begonnen. „Am Dienstagmorgen haben wir das Gebläse ausgeschaltet“, sagt Raphael Hock, Assistent der Geschäftsführung bei der Berliner Firma Paranet. Sie hatte die Halle errichtet. Ursprünglich sollten dort bis zu 300 Flüchtlinge unterkommen – tatsächlich stand die Halle bis zuletzt leer.

Dabei war schon alles vorbereitet gewesen: Die Halle war fertig eingerichtet, die Arbeiter-Wohlfahrt als Betreiber hatte sogar schon ein wenig dekoriert, damit sich die künftigen Bewohner wohl fühlen können. „Alles war sehr professionell“, erinnert sich Raphael Hock. Auf dem Gelände patrouillierte bis zuletzt auch ein extra engagierter Sicherheitsdienst, der sich meistens ziemlich langweilte. Nach dem Brandanschlag im August 2015 auf eine Turnhalle in Nauen, in die Flüchtlinge einziehen sollten, hatte der Landkreis einen Sicherheitsdienst jedoch für dringend notwendig erachtet.

Rückbau soll Kosten sparen

Der Rückbau der Traglufthalle erfolgt, „um weitere Folgekosten für den Landkreis zu sparen“, wie Kreissprecherin Caterina Rönnert mitteilt. Man gehe davon aus, dass die vorhandenen Unterkünfte ausreichen und die Traglufthallen nicht länger benötigt werden. 1120 Asylbewerber und Flüchtlinge leben aktuell im Havelland.

Der Landkreis hat sich deshalb mit der Firma Paranet gütlich geeinigt und einen Aufhebungsvertrag geschlossen. Eigentlich wäre der Vertrag für die Halle in Falkensee noch acht Monate gelaufen, bis Mai 2017. „Wir bestehen aber nicht auf Vertragserfüllung“, sagt Raphael Hock. Wohl auch aus Eigeninteresse: Kerngeschäft des Unternehmens ist die Überdachung von Sportanlagen – und in diesem Bereich will man auch künftig gut mit dem Landkreis Havelland zusammenarbeiten.

Bis Anfang kommender Woche soll der Abbau der Halle in Falkensee abgeschlossen sein. 25 Mitarbeiter sind derzeit damit beschäftigt die Einzelteile in Container zu verpacken. Direkt im Anschluss wird dann auch die Traglufthalle in Nauen an der Robert-Bosch-Straße zurückgebaut. Auch sie wurde nie genutzt – konzipiert war sie ebenfalls für bis zu 300 Menschen.

Halle in Brieselang ist schon weg

Die Traglufthalle in Brieselang an der Langen Straße ist bereits demontiert worden. Lediglich das Fundament und einige Zäune erinnern noch an die Halle, die als einzige von einigen Asylbewerbern genutzt worden war. Voll besetzt war aber auch sie zu keinem Zeitpunkt. Trotzdem sei die Errichtung der Hallen zum damaligen Zeitpunkt richtig gewesen, betont Kreissprecherin Caterina Rönnert: „Aufgrund der vom Land Brandenburg dem Landkreis Havelland angekündigten Zuweisungen von Asylbewerbern und ausländischen Flüchtlingen für die Jahre 2015 und 2016 war die Schaffung der entsprechenden Unterbringungskapazitäten notwendig“, sagt sie.

Das Grundstück, auf dem sich die Falkenseer Halle befand, befindet sich in Privateigentum, der Kreis hatte sie lediglich gepachtet. Falkensees Bürgermeister Heiko Müller (SPD) erklärt, es lägen bislang noch keine Informationen vor, was dort künftig passieren soll.

Von Philip Häfner

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