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Havelland Transporter beschädigen Deiche
Lokales Havelland Transporter beschädigen Deiche
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00:36 20.09.2015
Die Schäden an dem Deich. Quelle: N. Stein
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Rhinow

Eingefahrene Spuren im Schutzstreifen, aufgerissene Grasnarben und Beschädigungen an der Wasserschutzanlage sind die traurigen Hinterlassenschaften einer Ernte bei Rhinow. Verursacht wurden die Schäden am Deich Rhinow-Prietzen/Gülpe am 11. September von schweren Lastwagen, die von umliegenden Feldern Mais zur Silage an eine Biogasanlage transportiert haben.

Stellungnahme wird abgewartet

Geerntet und von den Feldern gefahren hat den Mais ein holländisches Lohnunternehmen im Auftrag der Firma Caspari. Das Unternehmen mit Sitz in Wrietzen bewirtschaftet Flächen und betreibt eine Biogasanlage in Rhinow. „Wenn der Deich beschädigt wurde, ist das nicht in Ordnung. Hochwasserschutzanlagen sind keine Transportwege“, sagt Eva Armknecht von der Firma Caspari. „Wir warten jetzt aber erst einmal eine Stellungnahme des Landesumweltamtes ab.“ Sollte sich bestätigen, dass der Deich bei der Maisernte beschädigt wurde, werde die Firma dafür aufkommen. Wie, in welcher Form und auf welchem Weg, lässt sie offen. Darüber müsste man erst noch mit dem beauftragten Lohnunternehmen sprechen, sagt Armknecht und macht so deutlich, wo sie die Verantwortung zur Kostenübernahme sieht.

Der Rhinower Bürgermeister Stefan Schneider erwartet eine schnelle Beseitigung der Schäden. Der entstandene Deichschaden ist dem Rhinower Ordnungsamtsleiter Michael Mirschel bekannt. Für Deiche zuständig sei aber nicht er, so Mirschel, sondern das Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (LUGV).

Jüngster Fall ragt heraus

Es komme leider immer wieder vor, dass die wasserrechtlichen Schutzvorschriften für Hochwasserschatzanlagen und damit Regelungen für Deiche und Schutzstreifen verletzt werden, erklärt LUGV-Pressesprecher Thomas Frey. „Der jüngste Fall ragt aber aus den üblichen Ordnungswidrigkeiten heraus“, macht Frey den Umfang des verursachten Schadens am Deich deutlich. Die Schadensverursacher sind Frey zufolge durch Mitarbeiter des LUGV festgestellt worden und damit bekannt. Die Untere Wasserbehörde beim Landkreis Havelland ist einbezogen und wird als zuständige Behörde den Vorfall als Verstoß gegen das Brandenburger Wassergesetz bearbeiten. Das Landesamt hat die Schäden dokumentiert. Die genaue Schadenshöhe wurde noch nicht ermittelt.

Das LUGV werde alles tun, damit der Schaden an der Hochwasserschutzanlage schnellstmöglich beseitigt wird, versichert Frey. Wer die Ausführung der Schadenbeseitigung übernimmt, sei noch abzustimmen. Die Kosten jedenfalls soll der Verursacher übernehmen.

Von Norbert Stein

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