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Trauer um Teenager in Falkensee

Tödlicher Unfall Trauer um Teenager in Falkensee

Zwei junge Menschen starben Pfingsten bei einem schweren Verkehrsunfall im Havelland. Der Fahrer liegt schwer verletzt in einer Berliner Klinik. Zur Trauerstunde am Montag kamen 200 Freunde und Angehörige zum stillen Gedenken an die Unglücksstelle.

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Rund 200 Freunde und Angehörige kamen zur Trauerstunden, darunter viele junge Menschen.

Quelle: Marlies Schnaibel

Falkensee/Schönwalde. Am Tag nach dem schweren Unfall ist die Kurve zwischen Falkensee und Schönwalde ein Ort der Trauer. Rosen, Kerzen, eine Schleife „Unvergessen“, ein T-shirt mit der Aufschrift „Eisern“ liegen am Fuße der Eiche, an der Sonntagabend zwei junge Menschen aus Brieselang und Falkensee starben, ein Dritter wurde schwerst verletzt.

Die 14-jährige Maxine ist am Montagmittag mit ihrer Freundin Anna Celina zur Unfallstelle gekommen. „Wir können es gar nicht fassen“, sagt Anna Celina, die noch vor einigen Tagen mit der jetzt getöteten Courtney gefeiert hat. „Sie war so ein fröhliches Mädchen“, sagt Maxine, sie versucht ein Lächeln trotz tränenerstickter Stimme.

Der Unglücksort ist am Montag ein Ort der Trauer

Der Unglücksort ist am Montag ein Ort der Trauer.

Quelle: Marlies Schnaibel

Die beiden kannten sich von der Kantschule. Zögernd erzählt sie, dass Courtney gerade eine Lehrstelle bekommen hatte, dass sie noch am Sonnabend zusammen waren. „Eigentlich wollte ich Sonntag auch zu den Freunden nach Schönwalde, aber ich durfte nicht“, erzählt sie, „sonst hätte ich auch in dem Auto gesessen.“ Mit vom Weinen roten Augen schaut sie auf den Baum, in dessen Rinde sich die Glassplitter der Autoscheibe eingepresst haben. Um 18.04 Uhr war Courtney Sonntag noch online gewesen, hatte bei Snapshat einen Film aus dem fahrenden Auto hochgeladen.

Die genaue Unfallursache ist noch nicht bekannt. Laut Polizeiangaben war die Straße zum Zeitpunkt des Unfalls noch nass. Die jungen Leute waren von Schönwalde zu McDonalds gefahren und wieder auf dem Weg zurück, nach Polizeiangaben kamen sie aus dem Havelländer Weg. Der Pkw Audi war gegen 18.20 Uhr von der Fahrbahn abgekommen und gegen den einzigen weit und breit stehenden Baum geprallt. Der 20-jährige Fahrer aus Falkensee konnte aus dem Wagen gelangen, die beiden anderen Insassen – ein 16-jähriges Mädchen sowie ein 17-Jähriger – starben im Auto. Herbeigeeilte Passanten versuchten, den Fahrer bei Bewusstsein zu halten, bis die Einsatzkräfte kamen. Der 20-Jährige wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Berliner Spezialklinik gebracht und soll im Koma liegen.

Zwei Menschen starben bei diesem Unfall an der Straße zwischen Falkensee und Schönwalde

Zwei Menschen starben bei diesem Unfall an der Straße zwischen Falkensee und Schönwalde.

Quelle: Julian Stähle

Etwa drei Stunden war die Landesstraße 20 gesperrt. 20 Männer der Freiwilligen Feuerwehr aus Schönwalde waren Sonntag im Einsatz, sie haben die toten Personen aus dem Fahrzeug bergen müssen, erklärte Kreisbrandmeister Lothar Schneider am Unfallort. „Es ist ein besonders schwerer Unfall, der auch die Feuerwehrleute sehr mitnimmt“, sagte er. Vier ehrenamtliche Notfallseelsorger waren vor Ort und haben Familienangehörige und Freunde der Opfer, die noch am Abend zur Unfallstelle kamen, betreut. Einige wurden in die Havellandklinik Nauen gebracht, um sie dort seelisch zu begleiten.

200 junge Menschen kamen am Montagnachmittag am Unglücksort zusammen

200 junge Menschen kamen am Montagnachmittag am Unglücksort zusammen.

Quelle: Julian Stähle

Am Montagnachmittag versammelten sich Freunde und Familienangehörige zum stillen Gedenken an der Unfallstelle. 200 junge Menschen waren an die Landesstraße gekommen, um ihrer Freunde zu gedenken. „Jeffrey war so ein positiver Mensch, so emotional“, sagte ein junger Mann. „wir waren Kollegen.“ Der 17-jährige Jeffrey war Auszubildender bei Vodafone, viele kannten ihn und waren Montag an der Unglücksstelle. Aber es wurden nicht viele Worte gesprochen - an diesem Nachmittag in der Sonne am Straßenrand. Es war ein Nachmittag der stillen Umarmungen und der Tränen.

Von Marlies Schnaibel

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