Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Traumfabrik unter Sternen
Lokales Havelland Traumfabrik unter Sternen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:02 14.07.2016
Milde Temperaturen locken die Besucher ins Freiluftkino. Quelle: Laura Sander
Anzeige
Spandau

Bunte Lichterketten und die warme Beleuchtung der hölzernen Verkaufshütte tauchen den Innenhof der Spandauer Bibliothek in ein magisches Licht. In bester Feierabendlaune bestellen Kinofans bei Christiane Kühnemund kalte Getränke oder eine der frischen Suppen, für die einige Gäste die ganze Stadt durchqueren. Ingrid Koschnick kommt aus Kreuzberg und könnte auf ihrem Weg nach Spandau so manch anderes Open-Air-Kino besuchen. Trotzdem gefällt es ihr in Spandau am besten – und das nicht nur, weil Freundin Sigrid Meyer in Laufnähe wohnt. „Ich bin Altstadtanwohnerin und komme mehrmals im Jahr. Ich genieße die tolle Atmosphäre“, so Meyer.

Kulturhotspot

Bereits eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn sind die meisten Sitzplätze belegt. Die Hollywood-Schaukel und die gemütlichen Liegestühle sind besonders beliebt. Die große Leinwand bleibt jedoch vorerst dunkel – selbst um 21 Uhr ist es noch zu hell, um mit der Vorführung beginnen zu können. „Das verschiebt sich im Laufe der Saison, die Anfang des Monats begonnen hat und bis Mitte September geht. Jetzt starten wir die Filme noch gegen 21.30 Uhr, im August fangen wir deutlich früher an“, so Kino-Betreiber und Filmtheaterkaufmann Roman Colm. 2004 hat der Spandauer, der das Kino im Spandauer Kulturhaus betreibt, mit den Kinovorführungen unter freiem Himmel angefangen – damals noch auf der Zitadelle. „Mittlerweile sind wir schon zehn Jahre in dem gemütlichen Innenhof und sehr zufrieden mit dem Standort. Wir befinden uns mit der Volkshochschule, die bald einzieht, und der Bibliothek an einem richtigen Kulturhotspot, der mit U- und S-Bahn super zu erreichen ist“, so Colm, der bereits in der dritten Generation Kinobetreiber ist.

Bunte Lichtquellen tauchen den Innenhof in ein magisches Licht. Quelle: Sander

„Die Filme wähle ich selber aus und führe sie auch vor. Ich achte stets darauf, dass sie eine erzählerische Leichtigkeit, gleichzeitig aber auch eine inhaltliche Tiefe besitzen“, sagt Roman Colm. In dieser Saison sind das Filme wie „Bridge of Spies“ mit Tom Hanks, „Picknick mit Bären“ mit Robert Redford oder das Drama „The Danish Girl“. Eben diese Auswahl schätzt Kinofan Iris Hoffman: „Seit vier Jahren bin ich Stammgast, in dieser Saison war ich bereits zwei Mal hier. Ich liebe den Hof und die großartigen Filme.“ Selbst wenn diese erst fünf bis sechs Wochen nach Kinostart in die Freiluftkinos kommen. Vor jeder Vorstellung richtet Colm persönlich das Wort an seine Zuschauer. „Dass meine Gäste sich wohlfühlen, ist mein größtes Anliegen. Ich finde nichts schlimmer, als Anonymität und schlechten Service.“

Das Wetter muss stimmen

Jeder der den Innenhof mit seinen begrünten Backsteinmauern das erste Mal betritt, kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. So auch Josina Rubin und Chantal Reimann aus Charlottenburg. „Es ist viel schöner, als wir erwartet hatten. Das Spandauer Freiluftkino kann auf jeden Fall mit den Berliner Kinos mithalten“, so Rubin.

Echte Stammgäste: Iris Hoffman und Pedi Junker. Quelle: Sander

Organisatorisch hängt bei jeder Veranstaltung zwar viel vom Wetter ab, doch auch die Abläufe müssen stimmen. „Mein Team besteht pro Vorstellung aus vier bis sechs Leuten, die Karten und Getränke verkaufen, auf- und abbauen oder Decken und Kissen verleihen. Bei 80 bis 100 Veranstaltungen im Jahr braucht man zuverlässige Mitarbeiter und die habe ich gefunden.“ Eine von ihnen ist Christiane Kühnemund. Sie ist bereits seit 2006 dabei, schmeißt den Laden, wenn der Chef im Urlaub ist. „Ich bin eigentlich Erzieherin und arbeite hier, weil Kino meine Leidenschaft ist. Ich habe viele Stammgäste, die aus ganz Berlin und Umgebung kommen, die Atmosphäre im Team und unter den Gästen ist sehr familiär“, so die Spandauerin.

Infos zum Spielplan gibt es im Internet unter www.openairkino-spandau.de

Von Laura Sander

Die erste barrierefreie Bushaltestelle im Havelland wurde am Mittwoch in Nauen eingeweiht. In der Ludwig-Jahn-Straße können die Fahrgäste nun eine Haltestelle nutzen, die mit Beleuchtung, solider Überdachung und Sitzgelegenheit ausgestattet ist. Hinzu kommt eine Stellmöglichkeit für einen Rollstuhl oder Rollator.

14.07.2016

Schüler des Goethegymnasiums Nauen waren aufgerufen, Ideen zur künftigen Gestaltung der beiden Pausenhöfe zu entwickeln. Entstanden sind dabei sieben Modelle, die am Mittwoch auch vor Vertretern der Stadt Nauen präsentiert wurden. Denn die Kommune will 2017 die Schulhöfe umgestalten. Die Ideen der Schüler bilden nun die Grundlage dafür.

14.07.2016

Die Planungen für das über Parteigrenzen hinweg gewünschte Hallenbad in Falkensee haben eine weitere Hürde genommen. Vizebürgermeister Thomas Zylla (CDU) bestätigte auf MAZ-Nachfrage, dass die Konzeptstudie, mit der das Millionenprojekt vorbereitet werden soll, von der Firma kplan AG erstellt werden wird.

13.07.2016
Anzeige