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„Traumschüff“ spielt Theater im Alten Hafen

Rathenow „Traumschüff“ spielt Theater im Alten Hafen

Das „Traumschiff“ fährt von Havelberg aus die Havel aufwärts, um an vielen Orten zu ankern und dort Theater zu spielen. Am Mittwochabend hat es im Alten Hafen von Rathenow angelegt und bei der Premiere seines Stückes „Bibelgeil“ 125 Zuschauer gehabt.

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Die Akteure spielten vor rund 125 Zuschauern.

Quelle: Uwe Hoffmann

Rathenow. „Wir sind ein besonderes Theater“, sagt Nikola Schmidt. Sie gehört als Autorin zum 15-köpfigen Team des Wandertheaters „Traumschüff“. Die Anfang des Jahres gegründete gemeinnützige Theatergenossenschaft von Berliner Schauspielern, anderen Kunstschaffenden und Pädagogen hatte die Idee, Theaterprojekte in der ländlichen Region zu verwirklichen.

In Kooperation mit Studenten des Bauhauses in Weimar entwickelten die Theaterleute im Rahmen einer Studienarbeit im letzten Jahr die Aufbauten für ein Hausboot als schwimmendes Theater. Der Bootsrumpf des Katamarans entstand in der Werft Kiebitzberg in Havelberg. Nach der Schiffstaufe am 29. Juli in Havelberg begann die sechswöchige „Traumschüff“-Schauspieltournee auf der Havel.

„Entlang der Strecke bis Berlin haben wir Kommunen angefragt, ob wir bei ihnen spielen können“, so Nikola Schmidt weiter. „In Rathenow bekamen wir tolle Unterstützung durch die Kulturabteilung und dann durch das Restaurant Zum alten Hafen.“ Am Mittwochabend, 19 Uhr, wurde das eigene Stück „Bibergeil“ (Regie: David Schellenberg, Buch: Nikola Schmidt) gespielt. Als Bühne diente die rund 15 Quadratmeter große Bühne des zwölf Meter langen Schiffes. Aber auch das Dach des Hausbootes wurde bespielt. Das Stück für vier Schauspieler greift das Streitthema Biberschutz kontra Landwirtschaft auf.

Zur Premiere kamen rund 125 Zuschauer. Sie saßen auf Biertischgarnituren oder den Stufen des Kanuausstiegs am Alten Hafen. „Ich hatte in der Zeitung davon gelesen“, sagte die Rathenowerin Barbara Zahn, die sich ihren Campingstuhl mitgebracht hatte. Das Stück der vier Darsteller einer Landwirtsfamilie begleitete Friedrich Bassarak auf dem Akkordeon. Die 18-jährige Tochter Kati ist umweltbewusst, Tierschützerin und Vegetarierin. Uwe, der neue Partner der Mutter ist Jäger und schießt für die Landwirte, gegen ein „Schwanzgeld“, auch schon mal einen Biber. „Bei euch haben die Biber doch auch den Stadtwald unter Wasser gesetzt“, wandte sich Jäger Uwe in seiner Rolle an das Publikum.

Als weitere Rathenow-Anleihe schlüpften die Schauspieler auch in die Rolle der Optikpark-Biber Havi und Opti. „Das Stück hat mir sehr gut gefallen“, so Barbara Zahn. „Ich hätte nicht gedacht, dass man das Konfliktthema Biber so gut aufarbeiten kann.“ – „Toll!“, meinten andere Zuschauer. Nach dem kräftigen Applaus gingen die Schauspieler auf die Zuschauer zu. In den Gesprächen war so das Grundhochwasser in Teilen der Stadt noch ein Thema. Eintritt ist frei. Weitere Informationen zu dem Projekt unter www.traumschueff.de.

Von Uwe Hoffmann

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