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Havelland Traumziel: Feldreporter beim Fußball
Lokales Havelland Traumziel: Feldreporter beim Fußball
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02:16 22.10.2015
Arne Lehrke aus Brieselang arbeitet seit Juli bei joiz. Quelle: Robert Tiesler
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Brieselang

Obwohl er eine gute Stunde später live auf Sendung ist, wirkt Arne Lehrke noch vollkommen entspannt. Mit Kollegin Alexandra und Kollege Maurice wird er gleich den „Girls Talk“ moderieren. Vertretungsweise natürlich, denn eigentlich sitzen – der Name sagt es – nur Mädchen beim „Girls Talk“. Ein bisschen durch die Klatschmagazine blättern, entsprechende Themen raussuchen, schon kann es los gehen mit der Plauderei. Und wie sich später live auf Sendung zeigt, können auch Jungs ordentlich tratschen.

Arne ist seit Juli Teil des Teams beim Social-TV-Sender joiz am Postbahnhof in Berlin. Der 26-Jährige aus Brieselang gehört zur Redaktion und moderiert dort auch. Es gibt einiges zu tun bei dem Sender, der vor allem im Internet aktiv, teilweise aber auch im normalen Fernsehen zu empfangen ist.

Das ist joiz!

Der Sender joiz stammt ursprünglich aus der Schweiz. Alle Sendungen können über Chat, Skype und Facebook vom den Zuschauern mitgestaltet werden. Die deutsche Version startete am 5. August 2013. Ein zwischenzeitliches Insolvenzverfahren ist nach diversen Umstrukturierungen zu den Akten gelegt.

Zu empfangen ist joiz im Internet, auf der eigenen Plattform www.joiz.de, als IP-TV-Stream, über Entertain und Vodafone-TV, über die Plattformen Zattoo und Magine-TV sowie im herkömmlichen Fernsehen zwischen 13 und 15 sowie 0 und 2 Uhr auf dem Regionalsender TV.Berlin, außerdem zwischen 1.30 und 6 Uhr auf Anixe.

„Ich recherchiere Themen für die Live-Sendung“, erzählt er. „Ich habe so 40 bis 50 Seiten, die ich abklappere.“ Das sind Foren, Fußballseiten, Hip-Hop-Blogs und viele mehr. „Es sollten möglichst tagesaktuelle Themen sein.“ In der täglichen Konferenz stellen die Redakteure vor, was sie gefunden haben. „Das kann ein interessantes Youtube-Video sein, aber auch die Flüchtlingswelle“, erzählt Arne Lehrke. Es gehe darum: Was ist wichtig, ist ein Thema stark genug? Gibt es schon Reaktionen im Internet? Auch für die Betreuung der Gäste, die es jeden Tag in der Show gibt, ist er oft zuständig.

Montags bis freitags geht joiz zwischen 14 und 18.30 Uhr live auf Sendung. Der Rest wird mit Wiederholungen aufgefüllt. Das Konzept ist die Lockerheit. Innerhalb der Show kann Unvorhergesehenes passieren, Themen können auch über den Haufen geworfen werden, wenn es Neuigkeiten gibt.

Das Gelände am Berliner Postbahnhof. Links ist die Tür zu den joiz-Räumen. Quelle: Robert Tiesler

„Viel vom Programm entwickelt sich erst im Laufe der Tages oder der Woche“, so Arne. „Das ist die Faszination joiz. Das kann anstrengend sein, ist aber auch total toll.“ Wer sich das Treiben mal live ansieht, kommt sich vor wie in einer WG. Das Studio ist gleichzeitig Redaktion, im Hintergrund sitzen die Redakteure an ihren PCs. Wer dort arbeitet, kommt hin und wieder auch vor die Kamera. So auch Arne.

Als er das allererste Mal live auf Sendung ging, „war ich tierisch nervös“, erzählt er. Er sollte in der News-Rubrik dazukommen und etwas beisteuern. Vorher hat er allen Freunden Bescheid gesagt. „Ich mag das, wenn mich alle sehen. Es kommen auch Leute, die Kritik üben, aber ich suche den Kontakt, weil ich gut sein möchte.“

Als Kind zog Arne mit seiner Familie aus Bonn nach Brieselang. Sein Abi machte er an der Freiherr-vom-Stein-Oberschule in Spandau. Eigentlich wollte er danach Lehrer werden, „aber ich habe das Zweitfach im Studium nicht bekommen.“ Er machte dann beim Axel-Springer-Verlag eine kaufmännische Ausbildung – heute heißt das Medienkaufmann Digital/Print. Er schrieb für den Musikexpress, hatte ein Praktikum beim Hip-Hop-Magazin Juice und schreibt hin und wieder noch für die Märkische Allgemeine und ist hier Teil der „Willi“-Redaktion im Havelland. Seit Juli hat er seinen festen Job bei joiz. Neuerdings darf er dort einmal in der Woche eine Fußball-Rubrik moderieren. Was gleichzeitig auch ein großer Traum von ihm ist: „Ich würde liebend gern Sport im Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen machen“, sagt er. „Am Spielfeldrand stehen, Fußballer interviewen.“ Fußball gehört zu seinen ganz großen Leidenschaften. Von der Brandenburgliga mit Brieselang bis zur Champions-League. „Das ist schon Hingabe“, sagt er und lächelt.

Arne (l.) live auf Sendung. Quelle: Robert Tiesler

Auch im Print-Journalismus könnte er sich vorstellen, weiterzuarbeiten. „Ich könnte nicht sagen, was mir mehr Spaß macht: Print oder Fernsehen. Außerdem muss man ja heute flexibel sein.“ Falls es gar nicht mehr klappt, dann geht er in seinen früheren Beruf zurück, das Verlagswesen.

Für joiz hat er noch Ideen auf seinem Zettel. Er würde er gern ein Horrorformat unterbringen. „Mit Kamera und Ton nachts irgendwo hinfahren, wo es gruselig ist.“

Von Robert Tiesler

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