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Havelland Traurige Tradition: Demo-Tag in Rathenow
Lokales Havelland Traurige Tradition: Demo-Tag in Rathenow
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11:23 24.02.2016
Knapp 250 Menschen kamen Dienstagabend zur Kundgebung der Asylkritiker auf den Märkischen Platz. Quelle: Ch. Schmidt
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Rathenow

Auch an diesem Dienstag hatten Asylkritiker wieder zur Kundgebung auf dem Märkischen Platz aufgerufen. Allerdings musste Organisator Christian Kaiser sich damit zufrieden geben, dieses Mal vor deutlich weniger Menschen und Fahnen zu sprechen. Knapp 250 Anhänger des Bürgerbündnisses Havelland waren gekommen. Nur wenige Meter weiter hatten sich mehr als einhundert Menschen auf dem August-Bebel-Platz versammelt. Sie waren dem Aufruf des Aktionsbündnisses „Unser Rathenow: Miteinander. Füreinander“ gefolgt.

„359 Asylbewerber leben derzeit in unseren Heimen. Das ist gemessen an der Gesamtbevölkerung ein geringer Anteil“, machte Rathenows Bürgermeister Ronald Seeger deutlich. Flüchtlinge, deren Asylantrag beschieden wurde, müsse man bei der Integration helfen und ihnen zeigen, dass sie willkommen sind, so Seeger. Er nutzte die Gelegenheit und warb bei seinen Zuhörern dafür, dass die geplanten Demonstrationen am 5. März friedlich und ruhig verlaufen. Zugleich wies er darauf hin, dass diese Veranstaltung dann „auf einer andere Stufe stehen wird.“

Christian Kaiser lud derweil seine Zuhörer ein, am Mittwoch zur Stadtverordnetenversammlung ins Kulturzentrum zu kommen, um Probleme anzusprechen. Von der Erhöhung der Grundsteuer, dem Umzug der Stadtverwaltung und selbst von der Abschiedsfeier des Landrats sprach Kaiser. „Diese Feier kostet 10 000 Euro und die zahlt ihr. Wollt ihr das?“, brüllte Kaiser bevor er zur Bundespolitik überging und über Horst Seehofer herzog: „Der hat wahrscheinlich nicht mal so viel Eier in der Hose wie wir alle hier.“

„Es wird allmählich zur traurigen Tradition in Rathenow, alle zwei Wochen Dienstag zu demonstrieren“, bemerkte Robert Güse, der die Veranstaltung auf dem August-Bebel-Platz moderierte. Solange aber ein menschenfeindliches Bündnis gegen Flüchtlinge, Journalisten und Politiker hetzt, werde man sich auch öffentlich für Toleranz und ein friedliches Miteinander bekennen.

Von Christin Schmidt

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