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Tremmener Bäume für die Buga

Experten informierten sich in der Baumschule Lorberg Tremmener Bäume für die Buga

Noch ist die Bundesgartenschau 2015 in weiter Ferne. Aber einige der Bäume, die an den fünf Standorten in der Havelregion zu sehen sein werden, stehen schon auf dem 800 Hektar großen Areal der Tremmener Baumschule Lorberg.

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Mit schwerer Technik müssen die großen Bäume umgesetzt werden. Hier hängt eine Märkische Kiefer im Greifer

Quelle: Konrad Radon

Tremmen. Noch ist die Bundesgartenschau 2015 in weiter Ferne. Aber einige der Bäume, die an den fünf Standorten in der Havelregion zu sehen sein werden, stehen schon auf dem 800 Hektar großen Areal der Tremmener Baumschule Lorberg. „Welche genau, kann ich nicht sagen, weil das von der Ausschreibung abhängt, die der Zweckverband der Buga machen wird“, sagt Christian Lorenz, Betriebsleiter der Baumschule Lorberg in Tremmen. Im kommenden Frühjahr soll das Prozedere in Gang gesetzt werden.

Am Montag machten sich Experten vom Bund Deutscher Baumschulen (BDB) und Wissenschaftler ein Bild von den Produkten und der Arbeitsweise der Firma Lorberg. Zwar habe der BDB keinen Einfluss darauf, welche Baumschule welche Bäume für die Buga bereitstellen wird, trotzdem sei er sich sicher, dass die hohe Qualität der Produkte und auch der Standortvorteil die Chancen für Lorberg nicht gerade verschlechtern, so BDB-Hauptgeschäftsführer Markus Guhl. Er verwies darauf, dass die Buga-Gesellschaft (der BDB ist einer von drei Gesellschaftern) sehr wohl auch darauf achtet, ob ausgewählten Bäume nach der Buga wieder zurückgebaut werden können. „Das geht eben nur, wenn sie richtig verschult sind“, so Guhl. Das heißt: Die Wurzeln werden dazu gebracht, nicht so stark zu den Seiten auszutreiben, sondern einen Ballen zu bilden, der ausgegraben und umgesetzt werden kann. Lediglich die meisten Gehölze und Sträucher würden nach Abschluss einer Gartenschau stehen bleiben, damit die Kommunen nicht einen zu großen Aufwand bei der Pflege haben.

Zahlen und Fakten

  • 1843 wurde die Baumschule Lorberg in Berlin gegründet. Heute zählt sie zu den führenden in Europa.
  • Lorberg ist ein Familienunternehmen, das in sechster Generation von Stefan Heinrich Lorberg geführt wird.
  • 1996/97 verlagerte man den Stammsitz nach Tremmen, um sich zu erweitern. Inzwischen sind im Unternehmen rund 200 Mitarbeiter beschäftigt.

Mit dem Verschulen von Bäumen kennen sich die Lorberg-Mitarbeiter aus. Das gehört zu ihrem täglichen Geschäft. Am Montag bekamen die Experten zu sehen, wie einen Märkische Kiefer mit einem Ballendurchmesser von knapp zwei Metern umgesetzt wurde. „Für den Transport bedeutet das, dass oft nur ein Baum auf ein Fahrzeug passt“, so Christian Lorenz. Umso mehr spielt die Nähe zu Rathenow, Premnitz und Brandenburg/Havel den Tremmenern bei der Ausschreibung in die Karten, denn die Transportkosten sind ein wesentlicher Faktor.

Für die gerade zu Ende gegangenen Landesgartenschau in Prenzlau hatte die Tremmener Baumschule etwa 60 Bäume sowie 1600 Hecken und Gehölze geliefert. „2015 rechnen wir mit etwa der dreifachen Menge“, schätzt Betriebsleiter Christian Lorenz.

Von Jens Wegener

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