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Trommeln für Toleranz beim Falkenseer Stadtevent

Acht Bands spielen am 20. September für besseres Miteinander Trommeln für Toleranz beim Falkenseer Stadtevent

Polka-Rhythmen und Samba-Klänge sind am 20. September dazu angetan, in Falkensee für Toleranz, Demokratie und Völkerverständigung zu werben. Das Bündnis gegen Rechts lädt zum 9. Falkenseer Stadtevent. Das wird mit ganz viel Musik an neun Orten in der Stadt gefeiert. Wer mag kann aber den Abend auch nutzen, um mit anderen ins Gespräch zu kommen.

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Beim Stadtevent wird gern getrommelt: Im vergangenen Jahr von der Maracatu-Gruppe.

Quelle: Konrad Radon

Falkensee. „Genau das wollen wir nutzen“, sagt Kathleen Kunath, Sprecherin der Initiative „Willkommen in Falkensee“. Diese stellt sich auf dem Familienfest in der Bahnhofstraße vor und will nicht nur Flyer verteilen. „Wir stellen uns den Gesprächen, haben auch Flüchtlinge eingeladen“, sagt Kathleen Kunath. Und: Das direkte Gespräch, teils in Englisch, teils in Deutsch, soll und kann helfen, irrationale Ängste abzubauen. „Der andere soll nicht als Bedrohung, sondern als Mensch wahrgenommen werden“, sagt sie. Das kann bei gemeinsamen Aktionen und Gesprächen gut gelingen.

Das Falkenseer Stadtevent ist Teil der Interkulturellen Woche des Landkreises Havelland und setzt als solches auf Vielfalt. Das bunte Musikprogramm soll dabei den Blick auf eine bunte Welt, auf das Zusammenleben vieler Nationen richten. So wird wieder griechische Livemusik im Restaurant „Karyatis“ erklingen, russische, deutsche und jiddische Lieder werden in der Seegefelder Kirche gesungen, Irish Folk gibt es in der Musikkneipe „Schrääg`  rüber“ und skandinavische Klänge füllen das Bürgerhaus Finkenkrug. Mit einen Mix aus Folk, Blues und Soul kommt der Waliser Robert Lee Fardoe mit seiner Begleitung ins Falkenseer Museum. Handgemachte Liedermacher-Worldmusic bringen die vier Musiker von Zargenbruch in des ASB-Jugendklub „Alte Post“.

Erstmals beim Stadtevent dabei ist die Kirchengemeinde Neufinkenkrug. Hier wird das Musical „Wir zeigen Gesicht“ von Thomas Riegler gezeigt, das die Geschichte eines Ausländers erzählt, der nach Deutschland kommt.

Solidaritätsband für alle Konzerte

Das Stadtevent „Musik für Toleranz, Demokratie und Völkerverständigung“ hatte im Jahr 2006 seine Premiere, damals erklang an fünf Orten in der Stadt Musik aus Deutschland, Kuba, Chile, Senegal und Griechenland.
In diesem Jahr wird nach der Eröffnung vor der Falkensee Stadthalle an acht Orten der Stadt Musik ganz verschiedener Stilrichtungen geboten.

Die Besucher erwerben für 5 Euro ein Solidaritätsband, mit dem sie zu allen Konzerten Zutritt haben und das Bündnis gegen Rechts unterstützen.
Das Bündnis will durch Vernetzung und Aktionen einen Prozess gegen Rassismus, Gewalt und Fremdenfeindlichkeit in Gang setzen und ein solidarisches, gewaltfreies und respektvolles Zusammenleben erreichen.

Im vergangenen Jahr haben die Organisatoren des Stadtevents bereits für den Nachmittag ein Familienfest angeboten, das wird es in diesem Jahr wieder in der Tagesgruppe „Mittendrin“ geben. Mit Zirkus, Bastelangeboten und Trommelworkshop gibt es viel zum Schauen und Mitmachen.

Ohne Trommeln ist das Stadtevent überhaupt unvorstellbar. Zur Eröffnung vor der Stadthalle will die Trommelgruppe Cilindros e Cantar mit Sambaklängen für Schwung und gute Laune sorgen.

Von Marlies Schnaibel

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