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Trotz Zählfehler bisher kein Wahleinspruch

Landratswahl im Havelland Trotz Zählfehler bisher kein Wahleinspruch

Der Kreistag wird den neuen Landrat im Havelland wählen. Geplanter Termin ist der 20. Juni. Trotz eines Zählfehlers bei der Stichwahl in einem Rathenower Wahlbüro hat es bisher keinen Wahleinspruch gegeben. Noch steht auch nicht fest, wer seinen Hut in den Ring wirft.

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Die Kreistagsabgeordneten wählen den neuen Landrat.

Quelle: berlin-event-foto.de

Havelland. Aller Voraussicht nach gibt es am 20. Juni einen neuen Landrat im Landkreis Havelland. Für diesen Tag ist die Wahl des Verwaltungsoberhauptes in einer öffentlichen Kreistagssitzung angesetzt. Es sei denn, irgend jemand kommt noch auf die Idee, das Ergebnis der Stichwahl zwischen Roger Lewandowski (CDU) und Martin Gorholt (SPD) anzuzweifeln und beantragt eine Überprüfung der Zahlen. Dazu wäre noch in den kommenden 14 Tagen Gelegenheit. „Das Ergebnis der Stichwahl ist im neuen Amtsblatt des Landkreises veröffentlicht. Die Einspruchsfrist beträgt zwei Wochen“, sagt Kreissprecherin Bianca Lange.

Für leichtes Unverständnis und Erstaunen hatte in der Vorwoche die Nachricht gesorgt, dass es in einem Rathenower Wahllokal einen Fehler gab. 73 Stimmen, die eigentlich für Roger Lewandowski abgegeben wurden, waren Martin Gorholt zugeschlagen worden. Nach der Korrektur erhielt die CDU-Mann insgesamt also glatt 20 000 Stimmen, sein sozialdemokratischer Mitbewerber 17 572. Zum nötigten Quorum fehlten nur noch 175 Stimmen, was aber nichts daran ändert, dass nun die Kreistagsabgeordneten über den Landrat entscheiden werden.

Wie es zu dem Fehler in dem Rathenower Wahllokal gekommen ist, erklärt der stellvertretende Kreiswahlleiter Stefan Ritzka: „Gezählt haben die Wahlhelfer richtig. Gorholt bekam 90 Stimmen, Lewandowski 163. Die Verwechslung ist beim Eintragen dieser beiden Zahlen in das Wahlprotokoll passiert.“ Später sei es aufgefallen, weil bei der ersten Landratswahl am 10. April der CDU-Kandidat in besagtem Wahlbüro gewonnen hatte. „Also hat man sich die Sache noch mal angesehen und den Fehler entdeckt“, so Ritzka.

Bis zum Montag gab es allerdings keinen Wahleinspruch. Auf Nachfrage versicherten CDU, SPD, AfD, Linke und Bündnis 90/Grüne, dass sie auch nicht die Absicht hätten, so etwas zu unternehmen.

Spannung verspricht die Wahl des Landrates allemal wegen der Stimmenverhältnisse im Kreistag. CDU und SPD haben jeweils 15 Sitze, die Linken zehn, Die Grünen fünf, die AfD vier, FDP/Bauern/Familie fünf sowie NPD zwei. Sollten beide Spitzenkandidaten von CDU und SPD antreten, wäre das Wohl des Ende der Zählgemeinschaft aus Christdemokraten und Sozialdemokraten. Außerdem könnte es dann einen lachenden Dritten geben. Bis spätestens zum 10. Mai, einen Tag vor der nächsten Kreistagssitzung, soll die Entscheidung gefallen sein, ob der in der Stichwahl unterlegene Martin Gorholt sich erneut bewirbt.

Laut Beschlussvorlage zur Landratswahl, die die Kreistagsabgeordneten am 11. Mai verabschieden wollen, gibt es folgenden Zeitplan: vom 12. Mai bis 2. Juni läuft die überregionale öffentliche Ausschreibung der Stelle des Landrates; ab 6. Juni besteht die Möglichkeit der Einsichtnahme in die Bewerbungsunterlagen durch die Kreistagsabgeordneten und am 20. Juni erfolgen die Vorstellung und Befragung der Bewerber sowie die Wahl. Wie die Vorsitzende des Kreistages Manuela Vollbrecht (SPD) der MAZ sagte, werde sie erst nach dem 2. Juni bekanntgeben, wie viele und welche Kandidaten sich beworben haben.

Von Jens Wegener

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