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Kein Platz für Geräte

Elstaler Turnhalle ist marode Kein Platz für Geräte

Der Sportunterricht im Winter an der Oberschule Elstal ist kein Vergnügen für die Schüler. Sie müssen gut zehn Minuten zur Halle laufen und sich dann im Flur oder im Kellerraum umziehen. Zudem fehlt Platz für Sportgeräte.

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Wenn zwei Klassen Sport haben, wird es eng in der Halle.

Quelle: Foto: Tanja M. Marotzke

Elstal . Der Weg zum Sportunterricht in der Turnhalle ist für die Elstaler Oberschüler ein beschwerlicher. Denn die Halle ist nicht auf dem Schulgelände, sondern in Rudi-Nowak-Straße. Hin und zurück dauert der Fußmarsch etwa 20 Minuten, so dass sowieso nur Doppelstunden von 90 Minuten Sinn machen. Noch bedenklicher allerdings ist der Zustand des Gebäudes, in dem sich nicht nur die Turnhalle sondern darüber auch noch einige Wohnungen befinden. Vor allem im Kellerbereich mit zwei Unkleideräumen, die über keine Belüftung verfügen, besteht dringender Handlungsbedarf: beschmierte Wände, abgeplatzter Putz, verschmutze Abflüsse, schimmlige Fliesen, ungesicherte Steckdosen, beschädigte Türen und Abzugsgitter und generell feuchte Wände.

„Diese Zustände sowie der allgemeine Platzmangel in der Turnhalle machen deutlich, wie dringend eine neue Halle in der Gemeinde gebraucht wird. Erst recht, weil die in Elstal nicht nur die Schüler dort Sport machen, sondern am Nachmittag und an den Wochenenden auch die Fußballer vom ESV Lok, der Frauensport und die Tischtennisspieler“, sagt Tobias Bank, Fraktionschef der Linken in Wustermark. Es wisse zwar, dass in der Gemeindeentwicklung mit dem Ausbau der Grundschule Wustermark derzeit andere Schwerpunkte gesetzt sind und es unwahrscheinlich ist, dass zeitnah eine neue Turnhalle gebaut werde. Dies ändere aber nichts am Bedarf und am Zustand der Halle. „Jede noch so kleine Investition würde sich also lohnen“, so Bank.

Ähnlich beurteilt Schulleiterin Christiane Scharschmidt die Situation. „Die Gemeinde hat in den vergangenen Jahren mehrere Millionen Euro in die Oberschule investiert und sie damit am Leben gehalten. Irgendwann war das Geld so knapp, so dass es für eine Turnhalle nicht mehr gereicht hat. Wir wünschten uns eine Doppelfeldhalle nahe der Schule, aber das wird vor 2020 wohl nichts. Deshalb müssen wir jetzt die alte Halle so gut es geht auf Vordermann bringen.“

Hintergrund

Die Turnhallen an der Wustermarker Grundschule und der Elstaler Oberschule entsprechen nicht den heutigen Anforderungen.

An der Grundschule ist die Halle viel zu klein. Seit vielen Jahren wird über einen Neubau nachgedacht, aber es wurden andere Prioritäten gesetzt mit dem Küchenanbau und dem neuen Klassenhaus.

A
u ch in Elstal hatte die Gemeinde den Schwerpunkt der Investitionen auf das Schulgebäude gelegt.

 

Erste Gespräche mit der Gemeinde gab es, genauso wie erste Ideen. So soll zunächst ein neuer Platz für die Sportgeräte und Tischtennisplatten geschaffen werden. Die müssen aus dem Eingangsbereich der Halle verschwinden, denn dort stehen mobile Umkleideschränke für die Schüler. „Ein zusätzlicher Anbau an die Halle ist wohl aus Denkmalschutz-Gründen nicht möglich, er wäre auch wegen der Brandschutzauflagen sehr teuer“, so Scharschmidt. Viel mehr wolle man prüfen, ob die Geräte in der Doppelgarage untergestellt werden können, die zu DDR-Zeiten seitlich an die Turnhalle angebaut wurde. Die Halle selbst ist in einem guten Zustand, bestätigt Sportlehrerin Stefanie Mrachacz. Der Bodenbelag ist vor einiger Zeit erneuert worden, die Felder entsprechen der Norm. Aus das Dach sei bereits saniert worden.

Ob und was am Gebäude in diesem Jahr noch gemacht werden kann, hängt auch von den Ergebnissen der Submission und davon ab, ob die Baugenehmigung, die die Gemeinde Wustermark beim Landkreis gestellt hat, keine großen Auflagen beinhalten wird, so Bürgermeister Holger Schreiber. Geplant sei, mit dem Lagerraum und der Brandschutzertüchtigung der Halle, des Giebelbaus, des Treppenhauses und das Dachraumes zu beginnen. Danach würden die Sanierung der Umkleideräume und der Sanitärbereiche baulich bearbeitet, so der Bürgermeister. Er rechne damit, dass Baugenehmigung in sechs bis zwölf Wochen im Wustermarker Rathaus eintrifft. Dann werden die Arbeiten ausgeschrieben und die Leistungen vergeben. Das könnte Mitte August der Fall sein.

Von Jens Wegener

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