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Havelland Übernachtung mit Lavendelduft
Lokales Havelland Übernachtung mit Lavendelduft
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00:18 15.05.2017
Geschäftsführerin Elke Zakel (Mitte) mit einigen ihrer Mitarbeiter, die sich künftig um die Hotelgäste kümmern werden. Quelle: Andreas Kaatz
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Nauen

Lavendelduft empfängt die Gäste im neuen Nauener Hotel in der Straße Am Schlangenhorst. Auf ihrem Bett in einem der 32 Zimmer finden sie kleine Duftsäckchen. Lavendel ist eine der Lieblingspflanzen von Geschäftsführerin Elke Zakel. „Die Pflanze riecht gut, beruhigt und ist gesund. Außerdem gedeiht sie ausgezeichnet im Havelland“, sagt sie.

So wächst der Lavendel auch im Kräutergarten des Eselhofes „Havellife“ gegenüber. Mit dem Domizil für die Vierbeiner war Elke Zakel 2014 einst gestartet, hat sich damit einen Lebenstraum erfüllt. Dass sie aus dem leer stehenden Plattenbau auf der anderen Straßenseite ein Hotel machen will, stand für sie aber schon frühzeitig fest. Nun ist es soweit. Am Montag öffnet in Nauen der „Lavendelhof“ – ein Drei-Sterne-Hotel – offiziell. Dann hofft sie auf guten Zuspruch der Gäste – vor allem auf Besucher, die sich das Havelland ansehen, aber auch Ausflüge nach Berlin machen wollen. „Wir bieten den Touristen und Familien an, hier Urlaub zu verbringen in Kombination mit dem Eselhof“, sagt sie. „Darüber hinaus schätze ich, dass wir 25 bis 30 Prozent des Umsatzes mit Business-Gästen machen werden.“ Zur Zielgruppe gehören Tagungsgäste ebenso wie Geschäftsreisende. „Wir sind sicher, eine gute Marktlücke gefunden zu haben.“

Das jetzige Hotelgebäude war einst Verwaltungsbau der früheren Seifenfabrik, errichtet in der 80er-Jahren. „Wir haben das Haus komplett entkernt“, sagt Elke Zakel. Das Gebäude wurde wärmegedämmt, bekam neue Fenster und unter anderem neue Versorgungsleitungen. Zudem verfügt es über eine Solaranlage, mit der warmes Wasser für die Gäste gewonnen wird.

Vor dem Haus gibt es Parkplätze für Pkws, aber man kann auch gern mit dem Fahrrad anreisen. „Unser Hotel ist radfahrerfreundlich ausgestattet, verfügt über das Bett+Bike-Zertifikat. Wir liegen nur 200 Meter vom Havelland-Radweg entfernt“, sagt die Geschäftsführerin. Wer auf zwei Rädern kommt, kann sein Fahrrad in einem abschließbaren Bereich abstellen. Und sollte der Radtourist in einen Regenschauer gekommen sein, besteht für ihn die Möglichkeit, seine nassen Sachen in einem Wasch- und Trockenraum im Hotel aufzuhängen.

„Wir wollen mit dem Eselhof und dem Hotel mit dazu beitragen, die Stadt Nauen attraktiver zu machen“, sagt Elke Zakel. Daran liegt ihr eine Menge. „Nauen könnte sich touristisch insgesamt noch besser präsentieren“, meint sie. Dabei verfüge die Stadt über zahlreiche Attraktionen wie beispielsweise die weitgehend sanierte Altstadt oder aber das Schwimmbad, das insbesondere nach der derzeit laufenden Umgestaltung wohl nicht nur für Gäste aus Nauen ein Anziehungspunkt sein wird.

Darüber hinaus ist die Hotel-Chefin der Ansicht, dass es in der Stadt durchaus interessante Restaurants gibt, da sei Nauen recht gut aufgestellt. Gut auch für ihre Gäste, die im Lavendelhof lediglich frühstücken können. „Wir empfehlen ihnen dann Restaurants in der Stadt“, sagt sie – und hat auch viele Tipps für einen Berlin-Ausflug parat. Erfahrungen besitzt sie reichlich. Als frühere Geschäftsführerin der Firma Pac Tech hatte Elke Zakel immer wieder ausländischen Gästen die attraktiven Seiten der Hauptstadt gezeigt.

Und ausländische Gäste haben sich auch schon im Lavendelhof angesagt, wie Caroline Hoyer, Assistentin der Geschäftsführung, aus dem Terminkalender für 2017 weiß. „Sie kommen unter anderem aus Holland, Dänemark und Estland. Manche wollen nur eine Nacht bleiben, andere mehrere Tage“, sagt sie. Aber auch Radfahrer haben sich für den Sommer schon angemeldet.

Wenn die Gäste dann morgens auf der Terrasse sitzen und gemütlich frühstücken, dann können sie ganz entspannt den Eseln zusehen, wie diese sich auf der Grünfläche nebenan ihr Futter suchen. Wer möchte, kann auch an einer organisierten Eselwanderung teilnehmen.

Von Andreas Kaatz

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