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Uferwand muss saniert werden

Rathenow Uferwand muss saniert werden

Eine Uferwand des Rathenower Stadtkanals nahe der Jederitzer Brücke ist akut einsturzgefährdet. Die geplante Sanierung wird teuer und kompliziert. Vor allem die Erneuerung einer alten Abwasserleitung, die gleich mit erledigt werden soll, bereitet den Planern Kopfzerbrechen.

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Diese Uferwand muss dringend erneuert werden.
 

Quelle: Markus Kniebeler

Rathenow.  Die Uferwand auf der Nordseite des Stadtkanals unweit der Jederitzer Brücke macht es nicht mehr lange. Einzelne Elemente der knapp 50 Meter langen Befestigung haben sich bereits aus der Verankerung gelöst, an einer Stelle muss die Mauer mit einem Stahlseil vor dem Einsturz bewahrt werden.

Höchste Zeit also, dass die Uferwand saniert wird. Im kommenden Jahr soll die Sache nach Auskunft von Rathenows Bauamtsleiter Matthias Remus in Angriff genommen werden. Zwei Dinge sind jetzt schon klar: Das Vorhaben wird nicht billig. Und der Bau ist für die Ingenieure eine größere Herausforderung, als der außenstehende Betrachter sich das vorzustellen vermag.

Zu den Kosten: Mindestens 400 000 Euro sind nach Auskunft des Bauamtsleiters von städtischer Seite für die Erneuerung der Uferwand einzuplanen. Weil die Wand im Wasser steht und der Platz rundherum begrenzt ist, sind Abriss und Neubau der Wand kein Kinderspiel.

Noch viel komplizierter allerdings wird die Aufgabe für den Wasser- und Abwasserverband, der die Planung des gesamten Bauvorhabens übernommen hat. Grund dafür, dass der Verband überhaupt beteiligt wird, ist eine alte gusseiserne Abwasserleitung, die unter der Jederitzer Brücke hindurchführt. Diese Leitung, über die das Abwasser der Altstadtinsel abgeführt wird, hat rund 100 Jahre auf dem Buckel. Die Befürchtung: Bei den Rammarbeiten, die zur Erneuerung der Uferwand notwendig werden, könnte die Leitung Schaden nehmen. Deshalb hat sich der Verband entschlossen, die Sanierung der Wand zu nutzen, um die alte Leitung zu erneuern.

Dieses Unterfangen hat es allerdings in sich. Die alte Leitung, die den Stadtkanal auf Höhe der Jederitzer Brücke unterquert, kann nicht so einfach demontiert werden. „Die Gefahr ist groß, dass bei den Arbeiten an der Leitung die Fundamente der Brücke beschädigt werden“, sagt André Ehrhardt vom Wasser- und Abwasserverband. Derzeit werde von Baufachleuten geprüft, wie man die Sache am besten angehen kann.

Das Problem an dieser Stelle sei die fehlende Baufreiheit, so Ehrhardt. Die Ufer des Stadtkanals seien auf beiden Seiten bis an die Brücke heran bebaut. Zum Verlegen der Leitung fehle es also an Platz. Nun gehe es darum, herauszufinden, ob die Brückenfundamente stabil genug sind, die alte Leitung an Ort und Stelle zu erneuern. Erhardt bestätigt, dass im kommenden Jahr das Gesamtvorhaben in Angriff genommen werden soll. Es sei denn, die Sanierung des Rohres sprenge den finanziellen Rahmen des Verbandes. Dann müsse man sich neue Gedanken machen.

Von Markus Kniebeler

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